Mi, 18:56 Uhr
22.10.2025
Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein
Rückblick auf Geschichtsvortrag über Hasenburg
Der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein lud am 14.Oktober zum monatlichen Vereinsabend ein, diesmal mit der Thematik der Erforschung der Hasenburg bei Buhla. Dr. Daniel Scherf von Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie entführte uns an diesem Abend zu einem Ausflug an die Hasenburg...
Dr. Daniel Scherf während seines Vortrags im Tabakspeicher (Foto: ©Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein)
Die Hasenburg liegt als pultförmig ansteigender Zeugenberg in einer Talbildung zwischen den Bleicheröder Bergen und dem Ohmgebirge. Archäologisch gesehen war ihre Hauptfunktion die Überwachung des Durchgangsraum zwischen Hainleite und Harz, der nach Nordwesten und Westen über die Flusstäler Leine, Bode, Wipper und Helme erschlossen wurde.
Die Erforschung dieser besonderen Burg begann bereits ab dem Jahr 1837, belegt in den Mitteilungen auf dem Gebiet der historischen-antiquarischen Forschung und erstreckte sich bis ins Jahr 1981 durch das Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimar. Umfangreiche Exponate konnten hierbei geborgen werden, speziell aus der Bronze- und Eisenzeit sowie des Mitteilalters. Dr. Scherf erklärte den geschichtsinteressierten Zuhörern anschaulich die Funde auf der Hasenburg. Dabei handelt es sich um vereinzelte Fibelfunde und ein Bruchstück eines Glasarmringes. Erst später, im 11. Jahrhundert unter Heinrich IV. erfährt die Hasenburg im Zuge der Harzerschließung eine besondere Aufwertung. Sie wurde Teil seines Burgenbauprogramms, der mit den Harzburgen die Sachsen unter Kontrolle bringen wollte. Im Frieden von Gerstungen1074 wurde er zu Schleifung der Burg gezwungen, die daraufhin zerstört wurde. Im 12. Jahrhundert wurde die Burg wieder teilweise aufgebaut und diente dann ab dem 13. Jahrhundert nur noch als Fluchtburg für die Bevölkerung.
Der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein bedankt sich bei Dr. Scherf für den gelungenen Abriss zur Erforschung der Hasenburg, welcher bei den Zuhörern auf eine große Resonanz stieß.
Autor: red
Dr. Daniel Scherf während seines Vortrags im Tabakspeicher (Foto: ©Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein)
Die Hasenburg liegt als pultförmig ansteigender Zeugenberg in einer Talbildung zwischen den Bleicheröder Bergen und dem Ohmgebirge. Archäologisch gesehen war ihre Hauptfunktion die Überwachung des Durchgangsraum zwischen Hainleite und Harz, der nach Nordwesten und Westen über die Flusstäler Leine, Bode, Wipper und Helme erschlossen wurde.
Die Erforschung dieser besonderen Burg begann bereits ab dem Jahr 1837, belegt in den Mitteilungen auf dem Gebiet der historischen-antiquarischen Forschung und erstreckte sich bis ins Jahr 1981 durch das Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimar. Umfangreiche Exponate konnten hierbei geborgen werden, speziell aus der Bronze- und Eisenzeit sowie des Mitteilalters. Dr. Scherf erklärte den geschichtsinteressierten Zuhörern anschaulich die Funde auf der Hasenburg. Dabei handelt es sich um vereinzelte Fibelfunde und ein Bruchstück eines Glasarmringes. Erst später, im 11. Jahrhundert unter Heinrich IV. erfährt die Hasenburg im Zuge der Harzerschließung eine besondere Aufwertung. Sie wurde Teil seines Burgenbauprogramms, der mit den Harzburgen die Sachsen unter Kontrolle bringen wollte. Im Frieden von Gerstungen1074 wurde er zu Schleifung der Burg gezwungen, die daraufhin zerstört wurde. Im 12. Jahrhundert wurde die Burg wieder teilweise aufgebaut und diente dann ab dem 13. Jahrhundert nur noch als Fluchtburg für die Bevölkerung.
Der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein bedankt sich bei Dr. Scherf für den gelungenen Abriss zur Erforschung der Hasenburg, welcher bei den Zuhörern auf eine große Resonanz stieß.

