Do, 12:56 Uhr
23.10.2025
Suche nach Lithium, Mangan und Zink in Thüringen
Umweltlandesamt erteilt Erlaubnis an ESSO
Das Umweltlandesamt (TLUBN) hat heute der ESSO Deutschland GmbH die bergrechtliche Erlaubnis zu vorbereitenden Schritten für eine Aufsuchung von Lithium, Mangan und Zink im Erlaubnisfeld Thüringen-Nord erteilt...
Das Erlaubnisfeld erstreckt sich über eine Fläche von rund 4.050 Quadratkilometern und umfasst teilweise oder ganz die Landkreise Eichsfeld, Nordhausen, Kyffhäuserkreis, Sömmerda, Weimarer Land, Gotha, Wartburgkreis, Ilm-Kreis und Unstrut-Hainich-Kreis sowie die kreisfreien Städte Erfurt und Weimar.
Im Rahmen des Antragsverfahrens hatten die Gemeinden in der Region Gelegenheit, dazu Stellungnahmen abzugeben. Die Erlaubnis räumt der ESSO Deutschland GmbH in einem ersten Schritt das Recht ein, die geologischen Vorkommen dieser Rohstoffe durch umfassende Datenanalysen zu untersuchen und deren wirtschaftliche Gewinnbarkeit zu prüfen.
Erst wenn diese mindestens zwei Jahre dauernden Analysen erfolgreich sein sollten, kann es im zweiten Schritt zu physischen Aufsuchungsarbeiten, wie beispielsweise Bohrungen, kommen. Dafür wäre dann jedoch ein zusätzlicher Betriebsplan erforderlich, der genaue Standorte und Verfahren definiert. Dafür würden die betroffenen Gemeinden erneut beteiligt und könnten ihre Stellungnahmen einbringen.
Wenn die Analysen weitere Untersuchungen rechtfertigen, dann ist das angestrebte umweltschonende Verfahren wichtig. Denn wenn hier Umweltschutz und unabhängige Ressourcengewinnung vereinbar wären, könnte das den Weg ebnen, Thüringen als Standort für die Gewinnung von wichtigen Rohstoffen wie Lithium zu etablieren, erklärt Umweltminister Tilo Kummer. Lithium ist von zentraler Bedeutung für die Energiewende und die Elektromobilität – es ist daher entscheidend, dass wir ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Vorgehen in dieser Frage sicherstellen.
Es handelt sich bei der Erlaubnis derzeit nicht um eine Genehmigung zur tatsächlichen Gewinnung dieser Bodenschätze – die Erteilung der dafür erforderlichen Bewilligung ist ein separater Prozess. Dabei werden unter anderem potenzielle Auswirkungen auf die Umwelt sowie die beteiligten Gemeinden geprüft, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Schutzvorkehrungen getroffen werden.
Die Lithiumgewinnung in Thüringen soll perspektivisch im sogenannten Bohrlochbergbau erfolgen, ähnlich der Tiefengeothermie. Dabei werden aus mehreren hundert Metern Tiefe Wässer gefördert (sog. Tiefenwasser), die Lithiumanteile enthalten. Diese werden abgetrennt, während der Rest der Flüssigkeiten wieder in den Untergrund zurückgeführt wird. Dies stellt eine besonders umweltschonende Methode dar, um den Rohstoff aus dem Boden zu gewinnen.
Mit dem Antrag auf Aufsuchung hat die ESSO Deutschland GmbH nun den ersten Schritt in Richtung Lithiumgewinnung unternommen. Die erteilte Erlaubnis ist bis zum 21. Oktober 2030 befristet.
Autor: redDas Erlaubnisfeld erstreckt sich über eine Fläche von rund 4.050 Quadratkilometern und umfasst teilweise oder ganz die Landkreise Eichsfeld, Nordhausen, Kyffhäuserkreis, Sömmerda, Weimarer Land, Gotha, Wartburgkreis, Ilm-Kreis und Unstrut-Hainich-Kreis sowie die kreisfreien Städte Erfurt und Weimar.
Im Rahmen des Antragsverfahrens hatten die Gemeinden in der Region Gelegenheit, dazu Stellungnahmen abzugeben. Die Erlaubnis räumt der ESSO Deutschland GmbH in einem ersten Schritt das Recht ein, die geologischen Vorkommen dieser Rohstoffe durch umfassende Datenanalysen zu untersuchen und deren wirtschaftliche Gewinnbarkeit zu prüfen.
Erst wenn diese mindestens zwei Jahre dauernden Analysen erfolgreich sein sollten, kann es im zweiten Schritt zu physischen Aufsuchungsarbeiten, wie beispielsweise Bohrungen, kommen. Dafür wäre dann jedoch ein zusätzlicher Betriebsplan erforderlich, der genaue Standorte und Verfahren definiert. Dafür würden die betroffenen Gemeinden erneut beteiligt und könnten ihre Stellungnahmen einbringen.
Wenn die Analysen weitere Untersuchungen rechtfertigen, dann ist das angestrebte umweltschonende Verfahren wichtig. Denn wenn hier Umweltschutz und unabhängige Ressourcengewinnung vereinbar wären, könnte das den Weg ebnen, Thüringen als Standort für die Gewinnung von wichtigen Rohstoffen wie Lithium zu etablieren, erklärt Umweltminister Tilo Kummer. Lithium ist von zentraler Bedeutung für die Energiewende und die Elektromobilität – es ist daher entscheidend, dass wir ein verantwortungsvolles und nachhaltiges Vorgehen in dieser Frage sicherstellen.
Es handelt sich bei der Erlaubnis derzeit nicht um eine Genehmigung zur tatsächlichen Gewinnung dieser Bodenschätze – die Erteilung der dafür erforderlichen Bewilligung ist ein separater Prozess. Dabei werden unter anderem potenzielle Auswirkungen auf die Umwelt sowie die beteiligten Gemeinden geprüft, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Schutzvorkehrungen getroffen werden.
Die Lithiumgewinnung in Thüringen soll perspektivisch im sogenannten Bohrlochbergbau erfolgen, ähnlich der Tiefengeothermie. Dabei werden aus mehreren hundert Metern Tiefe Wässer gefördert (sog. Tiefenwasser), die Lithiumanteile enthalten. Diese werden abgetrennt, während der Rest der Flüssigkeiten wieder in den Untergrund zurückgeführt wird. Dies stellt eine besonders umweltschonende Methode dar, um den Rohstoff aus dem Boden zu gewinnen.
Mit dem Antrag auf Aufsuchung hat die ESSO Deutschland GmbH nun den ersten Schritt in Richtung Lithiumgewinnung unternommen. Die erteilte Erlaubnis ist bis zum 21. Oktober 2030 befristet.

