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Do, 21:04 Uhr
06.11.2025
AfD-Fraktion im Stadtrat

AfD: Abwesenheit des OB zeugt von Respektlosigkeit

Mit Blick auf die angedrohte Schließung von drei Kitas in der Stadt Nordhausen fordert die AfD vom Oberbürgermeister eine schnelle, grundlegende Korrektur seiner Finanz- und Informationspolitik…

Stadträtin und Landtagsabgeordnete Kerstin Düben-Schaumann erklärt: „Was beim Vorgehen zu den Kita-Schließungen inhaltlich wie kommunikativ geschieht, ist eine Zumutung für die Nordhäuserinnen und Nordhäuser – und erneut für Eltern und Kinder. Sie wurden von den Plänen völlig überrumpelt. Über Nacht mussten sie Zeit, Kraft und Ressourcen mobilisieren, um sich zu wehren und nicht erneut die Leidtragenden einer unberechenbaren Finanzpolitik des Rathauses zu werden. Erst vor wenigen Monaten traf sie die Beitragserhöhung. Für viele ist das Maß voll.

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Die Abwesenheit des Oberbürgermeisters in der entscheidenden Ausschusssitzung ist deshalb zurecht als Zeichen der Missachtung und Ignoranz kritisiert worden. Kritik an Finanzplanung und Prioritäten

Dass erneut zulasten von Eltern und Kindern gespart werden solle, ist ein Ausdruck fehlender bürgerorientierter und langfristiger Finanzplanung. Die Finanzpolitik dieser Stadt ist nur in einem Punkt verlässlich: im Griff ins Portemonnaie der Bürger, weil immer wieder angeblich ‚plötzlich‘ Haushaltslöcher auftauchen. Die Belastungsgrenze vieler Familien ist erreicht oder überschritten.

Das Finanzgebaren des Rathauses ist konzeptlos, undurchsichtig und unprofessionell. Eine erkennbare Linie des Oberbürgermeisters fehlt - und das wird zu einem immer größeren Problem.

Zudem leidet die Stadt nicht unter einem Einnahmeproblem. Millionenschwere Fördergelder fließen in bekannte Prestigeprojekte – und nur dafür werden sie mit Nachdruck eingefordert. Gleichzeitig sorgen immer neue Belastungen der Bürger bei Steuern, Gebühren und Beiträgen für erhebliche Mehreinnahmen. Und doch: Kurz darauf ist wieder „Finanzalarm“, werden neue Einschnitte oder Mehrkosten präsentiert, jetzt sogar Schließungen von Kitas. Wenn diese Finanzpolitik nicht beendet wird, sinkt die Akzeptanz in der Bürgerschaft weiter – und das zurecht.

AfD trägt Schließungen nicht mit
Die AfD-Fraktion kündigt an, die geplanten Kita-Schließungen nicht zu unterstützen: „Der Oberbürgermeister muss sich erklären – und mit den Eltern ins Gespräch kommen, ebenso mit den Trägern der Kitas. Dazu hat er in den kommenden Wochen mehrfach Gelegenheit: im öffentlichen Hauptausschuss, im Finanzausschuss und auf einer Bürgerversammlung.Zudem muss die Beschlussvorlage hinsichtlich der Berechnungsgrundlage für Auslastungen und Schließungsentscheidungen überarbeitet werden. Die dort aufgeführten Zahlen sind verwirrend und nicht schlüssig. Erst nach vollständigen Informationen und einer Rückkopplung mit der Bürgerschaft werden wir weiter entscheiden. Fakt ist: Kitas, die einmal geschlossen sind, werden nicht wieder geöffnet. Eine verantwortliche Stadtpolitik braucht verlässliche Informationen, transparente Entscheidungen, Bürgerbeteiligung und ein Handeln mit Blick auf die Mitte der Stadtgesellschaft – denn nur so bleibt kommunale Demokratie lebendig und vertrauenswürdig. Die Stadtspitze muss dazu komplett neue Wege einschlagen.“
Autor: red

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Kommentare
Elfie 20
07.11.2025, 01:18 Uhr
Erinnern
Ich kann mich noch erinnern, wie alle Parteien bei der OB Wahl, beim zweiten Wahlgang aufgerufen haben, nicht den Kandidaten der AFD zu wählen, nun dass habt ihr jetzt davon.
bvbndh
07.11.2025, 09:01 Uhr
Kinder sind jeden Cent wert
Kinder sind eigentlich das beste Beispiel für ein gutes Investment . Aber das dauert vielen Leuten einfach zu lange , sie wollen den schnell Erfolg .

So doof wie es klingt :
Kinder sind potentielle Steuerzahler , Sie sollen Renten sichern , Sie sind die potenziellen Einkäufer in Läden in Nordhausen , vielleicht der ein oder andere auch als Firmengründer etc .

Dies geht aber nur , wenn es sich für Familien lohnt hier Kinder zubekommen und nicht wenn sie flüchten aus dieser Stadt .

Kinder benötigen gute Bildung , ein sicheres Umfeld und dazu gehören auch die Kindergärten und keine Kinder Massenhaltung . Weil es irgendwelchen Schreibtisch Menschen zu teuer ist !!

Dann können wir unsere Kinder auch im Ikea Bälleland abgeben wo sie nur beaufsichtigt werden !!

Traurig , das die Politik immer am falschen Ende sparen will .
nur_mal_so
07.11.2025, 09:44 Uhr
Oh je, so weit ist es schon gekommen - ich muss der AfD recht geben...
Da habe ich jetzt an meiner eigenen geistigen Brandmauer echt schwer zu knabbern, aber die AfD hat Recht.
Widersprechen muss ich nur Elfie: der gewünschte OB-Kandidat hat sich nach Erfurt in den Landtag verabschiedet, so sehr am Herzen kann Nordhausen ihm also nicht gelegen haben, wenn er die erstbeste Gelegenheit ergreift, höher dotierte Posten zu kriegen. Wahrscheinlich hätte er dafür sogar das hart umkämpfte Bürgermeister-Amt abgelehnt, aber das ist Spekulation von mir.
Frank Tabatt
07.11.2025, 09:56 Uhr
KaBu fehlt nicht zum ersten Mal
Immer wenn es brenzlig wird kneift unser OB , er war wohl doch nur 2. Wahl
Herr Schröder
07.11.2025, 11:06 Uhr
AfD trägt Schließungen nicht mit
Na etwas anderes war ja auch nicht zu erwarten von der ewigen Opposition
Sinkende Geburtenraten zwingen aktuell nicht nur Nordhausen zur Schließung von Kindertagesstätten. Allein Weimar schließt 5 (fünf) Betreuungseinrichtungen.
Es ist ja auch kein neuer Baby Boom in Aussicht, von daher machen die Schließungen auch Sinn.
Was folgt, und da kann sich die Opposition schon mal warm laufen, werden die Schulen sein. Das beste gegen Lehrermangel und Unterrichtsausfälle sind Schulschließungen bzw. die Zusammenlegung von Schulen.
Rob2000
07.11.2025, 11:52 Uhr
Wie jetzt...
Mehr als die Hälfte wollte doch den Kai! Was habt ihr denn gedacht, um nordhausen lief es mit Kai so wirklich nie gut, außer beim Theater!
P.Burkhardt
07.11.2025, 14:19 Uhr
Ich bin nicht ganz sicher...
...aber war das Problem nicht, das Fehlen von Kindern ? Dadurch weniger Förderung, ggf. weiter steigende Kita-Gebühren (worüber sich die AFD ja auch schon ausgiebig aufgeregt hat)?

Was das jetzt mit den Fördergeldern für die angesprochenen "Prestige-Projekte" zu tun hat, verstehe ich nicht, liebe Frau Düben-Schaumann. Vielleicht können Sie mir ja den Zusammenhang erläutern ?

Ich verstehe Sie so, dass Sie wachsende Überkapazitäten aufrecht erhalten wollen... und dadurch kommunale Gelder nutzlos verballern - oder geht es nur mal wieder darum, mit möglichst wenig Hintergrund, möglichst viel Stimmung zu machen ?

Wer soll denn die dann ungenutzten Kita-Plätze bezahlen, Frau Düben-Schaumann ? Fragen Sie doch mal Ihren Unternehmer-Parteifreund, was man mit Überkapazitäten macht (oder lesen Sie lieber nach).
josweb
09.11.2025, 10:03 Uhr
Klarheit und Wahrheit
Sehr geehrte Frau Düben-Schaumann,
bevor Sie immer so einen Unsinn schreiben, würde ich Ihne empfehlen, mal Artikel oder Zeitung in Nordthüringen zu lesen… (nicht so viel in Erfurt!)
www.nordthueringen.de/news/news_lang.php?ArtNr=374629
Vielleicht werden Sie erleuchtet und können nachvollziehen, wo sich der Oberbürgermeister „herummgetrieben hat am Dienstag Nachmittag…
Bitte alle mal sachlich bleiben…
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