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Fr, 15:35 Uhr
07.11.2025
Hochschule, Kreis und Stadt laden zum 6. „HIKEathon“

Machen statt meckern

Der Nordhäuser an sich knetscht ja gerne, gerade wenn es darum geht, was in der Region passiert oder eben nicht passiert und was alles anders laufen müsste. Statt zu meckern gibt es demnächst die Möglichkeit, zu machen und zwar zum „HIKEathon“ an der Hochschule…

Neue Ideen für die Zukunft der Region - Hochschule, Stadt und Kreis laden Ende des Monats zum "HIKEathon" ein (Foto: agl) Neue Ideen für die Zukunft der Region - Hochschule, Stadt und Kreis laden Ende des Monats zum "HIKEathon" ein (Foto: agl)

Im „HIKElab“ auf dem Campus der Nordhäuser Hochschule steht ein großes Regal voller junger Pflanzen. Die zarten Gewächse repräsentieren die Unternehmen, die mit Hilfe des „Hochschulinkubator für Entrepreneurship
“ (HIKE) aus der Taufe gehoben wurden und die nun hoffentlich gut gedeihen können.

Im besten Falle tun sie das auf heimischen Boden und bereichern die Region. Nötig hätte man es, im Bundesvergleich des „Prognos Zukunftsatlas“ rangiert Nordhausen auf den hintersten Plätzen, die Aussichten für die Entwicklung der Region: eher mager.

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„Gefühlt ist das nicht so und auch de facto nicht, wenn wir etwas ändern. Daraus ist die Idee des „HIKEathon“ entstanden“, erläutert Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner. Fernziel sei das „Wirtschaftswunder Nordthüringen 2030“. Eine ambitionierte Zielstellung, für die Nordhausen neue Ideen braucht und die schlummern nicht in den immer gleichen Köpfen - weswegen man sich auf dem Campus anschickt, die kreativen Kräfte der Region effektiver anzuzapfen.

Der zweitägige Innovations-Marathon findet am 28. und 29. November bereits zum 6. mal statt, neu ist, dass neben Wissenschaft und Wirtschaft auch Landkreis und Stadt mit von der Partie sind.

Und so funktioniert ein „HIKEathon“: Unternehmen, Institutionen und nun auch die Verwaltungen geben im Vorfeld eine Reihe an Herausforderungen und Problemstellungen vor. Danach werden Teams gebildet, die dazu neue und kreative Lösungsvorschläge machen sollen. Im nächsten Schritt werden diese vertieft und konkretisiert. Am Ende befindet eine Fachjury über die Ergebnisse.

Das alles passiert innerhalb von zwei Tagen. Unternehmer Axel Heck hat in der Vergangenheit bereits am „HIKEathon“ teilgenommen und ist auch jetzt wieder dabei. „Das sind zwei sehr intensive Tage und auf das Format muss man sich erst einmal einlassen. Aber die kreative Atmosphäre ist greifbar, man kommt unvoreingenommen zueinander, ohne Grenzen im Denken.“, berichtet Heck.

Alle mit von der Partie: Unternehmer Axel Heck, Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner, Landrat Matthias Jendricke und HIKE-Manager Thomas Herwig (Foto: agl) Alle mit von der Partie: Unternehmer Axel Heck, Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Wagner, Landrat Matthias Jendricke und HIKE-Manager Thomas Herwig (Foto: agl)

Den verschiedenen Gruppen steht eine Reihe an „Coaches“ aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft zur Seite, die sie über die beiden Tage hinweg begleiten. Außerdem experimentiert man seit Anfang des Jahres am HIKE mit dem Einsatz generativer, künstlicher Intelligenz, die im Findungsprozess und - sofern nötig - auch beim erstellen von Prototypen behilflich sein soll.

„Beim letzten HIKEathon hatten wir 90 Teilnehmer im Audimax, dieses mal wollen wir die 100 schaffen“, sagt Thomas Herwig vom „HIKE“, dank diverser Kooperationen könne man nun auch auf eigene Infrastruktur und eine breite Palette an fachlicher Unterstützung zurückgreifen. „Was man verstehen muss, ist dass hier ein Anfang gemacht wird. Wir generieren Ideen und um die zu finden brauch man kein Expertenwissen oder fundierte Vorkenntnisse. Beim HIKEathon kann jeder mitmachen, vom Schüler bis zum Senior“, sagt Herwig. Die Hochschule sei dafür der richtige Ort, sekundiert Landrat Matthias Jendricke. „Wenn wir so etwas über die Verwaltung organisieren würden, dann sitzen da die üblichen Verdächtigen und stecken die Köpfe zusammen. Die Hochschule ist unser Tor zur Welt und eröffnet da andere Möglichkeiten, sich nach außen zu öffnen. Und öffnen müssen wir uns, sonst verlieren wir den Anschluss.“

Die Themenpalette wird breit gefächert (Foto: agl) Die Themenpalette wird breit gefächert (Foto: agl) Im Moment sind bereits 65 Anmeldungen eingegangen, es ist also noch reichlich Platz für Nordhäuserinnen und Nordhäuser, die nicht nur meckern sondern auch machen wollen. Die Themenauswahl ist breit gefächert und reicht von Nachhaltigkeit, Technologie und KI über Mobilität, Fachkräftegewinnung, Gründungskultur, Demographie, Tourismus und der Entwicklung des Industriegebietes bis zu Energiewende, Abfallwirtschaft und dem Image der Region an sich.

Eine Übersicht zu den „Challenges“ des „HIKEathon“ sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der Website des HIKE. Wer mitmachen will, kann sich hier noch bis zum 21. November registrieren, der HIKEathon selbst findet am 28. und 29. November im Audimax der Hochschule statt.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
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07.11.2025, 16:08 Uhr
Eine großartige und sinnvolle Sache - meine Anerkennung !
Hierbei können positive Ideen, die man schon lange im Hinterkopf trägt, einem fachkompetenten Team zur Kenntnis gegeben und nutzbringend ergänzt und angewendet werden.
Ich wünsche von ganzem Herzen, dass daraus unsere ehrwürdige und leidgeprüfte alte Stadt einen spürbaren Nutzen gewinnen kann !
Einen herzlichen Dank den Akteuren !
hannes07
07.11.2025, 19:59 Uhr
Beim Logo ...
Beim Logo hat sich ein ganz Innovativer ja schon mal grob an der Zeitschrift bike "orientiert".
So geht Innovation!
Ganz nach dem Motto: Fällt mir nix ein, na so ein Graus – dann borg ich’s mir von andern aus.
Dem Projekt trotzdem viel Glück.
nur_mal_so
08.11.2025, 09:35 Uhr
Das ist doch Quatsch, hannes,
das "bike"-Magazin hat zwar auch eine serifenlose Schrift, allerdings in bold, während das "hike" eindeutig in regular bis narrow geschrieben ist. Zudem kann ich auch bei aller Fantasie im "i"-Punkt vom "bike"-Magazin keine Rakete assoziieren.

Maximal könnte man dem Schriftzug anlasten, dass auch er mit Schrägen arbeitet, da kann ich Ihnen aber sofort hunderte fonts präsentieren, die das ebenfalls als gestalterisches Mittel aufweisen.
hannes07
08.11.2025, 10:33 Uhr
Quatsch geht anders.
Die Grundform der Buchstaben i k und e sind gleich. Ob das nun bold, narrow oder regular ist spielt doch keine Rolle. Phasen und Rundungen sind gleich angelegt. Die leiche Verschiebung des e in die Öffnung des k soll nicht unerwähnt bleiben.
Gerade das k ist in seiner Ausprägung recht spezifisch.
Wenn man beide Logos nebeneinader legt, sieht jeder Leihe eine deutliche Verwandschaft.
Die Rakete? Geschenkt.
Am Ende gibt es natürlich viele Logos mit gleicher Schrift, aber hier ist es halt so offensichlich.
Ich hatte die Assoziation ja nicht, weil ich danach gesucht habe.
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