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Fr, 15:35 Uhr
07.11.2025
Nordhäuser Arzt zur Cannabis-Legalisierung

Leichterer Zugang, verheerende Cocktails

Rund anderthalb Jahre nach der Einführung der Legalisierung von Cannabis zieht der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kinder- und Jugendalters, Prof. Dr. med. Philip Heiser, des Südharz Klinikums ein verheerendes Urteil bezüglich des Gesetzes…


“Noch im Dezember 2023 hatten zahlreiche Vereinigungen und Verbände vor der Legalisierung der Droge gewarnt. Leider jedoch hatten die damalige Bundesregierung und der Bundestag zugestimmt”, so Prof. Heiser. Zu den Warnern gehörten zahlreiche medizinische Vereinigungen wie zum Beispiel die Bundesärztekammer, aber auch der Deutsche Lehrerverband oder der Bund deutscher Kriminalbeamter.

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Der Chefarzt berichtet aus der eigenen praktischen Arbeit seit der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene. „Es gibt in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg des Drogenkonsums bei Kindern und Jugendlichen“. Dazu einige Untersuchungsergebnisse: 2,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen weisen im Alter zwischen 12 bis 18 Jahren eine Cannabiskonsumstörung auf. “Wenn dann Cannabis täglich genutzt wird, sind 25 bis 50 Prozent von der Droge abhängig. Hinzu kommt der gefährliche Konsum von synthetischen Cannabinoiden. Die haben im Gehirn eine stärkere Bindungskraft an entsprechende Rezeptoren als THC pflanzlichen Ursprungs. Die synthetischen Drogen enthalten kein Cannabidiol (CBD). Fehlt CBD, wie bei bestimmten hochpotenten Cannabissorten, dann wird der Rausch deutlich intensiver und halluzinogener”, informiert Prof. Heiser.

Es ist nicht nur der leichtere Zugang zu Cannabis, es sind die Cocktails, die sich junge Menschen, oftmals auch noch im Kindesalter, selbst verabreichen. Bei den Screens tauchen neben Cannabis gefährliche “Mischintoxikationen mit Ecstasy oder Crystal“ auf.

"Durch Untersuchungen von Abwässern konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass die Legalisierung von Cannabis und anderen Drogen zu einem sprunghaften Anstieg der Nutzung der Drogen geführt hat. Die Quote liegt bei einer ca. 50 Prozent höheren Einnahme." Aus seinen eigenen beruflichen Erfahrungen plädiert Prof. Heiser für die Rücknahme der Legalisierung und andererseits für verstärkte präventive Maßnahmen im täglichen Umfeld von Kindern und Jugendlichen. Im vergangenen Jahr machte der sogenannte “Revolution Train” in Nordhausen Station. Dabei handelt es sich um einen Zug älterer Bauart, der im Innern multimedial ausgestattet wurde. Die Besucher (7. und 8. Klasse Schüler) werden auf eine emotional abschreckende Weise mit den Folgen des Drogenkonsums konfrontiert, wobei die gut geschulten Moderatoren vor, während und nach der Besichtigung den Jugendlichen beiseite stehen.

Aufgrund der gestiegenen stationären Notaufnahmen durch den Drogenkonsum wird inzwischen in der psychiatrischen Institutsambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie eine Spezialsprechstunde für Doppeldiagnosen vorgehalten. Hier werden Patienten mit Suchterkrankungen und einer weiteren Diagnose wie Angststörungen oder Depressionen behandelt.
Autor: red

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Kommentare
warumauchimmer
07.11.2025, 16:35 Uhr
Nobles Anliegen, unseriöse Ausführung
Auch nach der Legalisierung ist Cannabis für Midnerjährige weiter nicht legal erhältlich. Die Quelle muss also illegal oder aus dem familiären Umfeld stammen.

Ich habe dann nach den Zitaten aus der prakitschen Arbeit "seit"(!) der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene gegoogelt und diese beziehen sich auf Studien von VOR der Legalisierung von Cannabis:
„Es gibt in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg des Drogenkonsums bei Kindern und Jugendlichen“(von 2023)
"Wenn dann Cannabis täglich genutzt wird, sind 25 bis 50 Prozent von der Droge abhängig"(von 2014)

Man kann ja zu Cannabis stehen wie man möchte, aber das scheint mir wenig seriös.
Es handelt sich offensichtlich um längerfristige Entwicklungen und nicht um konkrete Auswirkungen eines kürzlich erlassenen Gesetzes. Da war wohl der Wunsch Vater des Gedanken.
Kitty Kat
07.11.2025, 18:28 Uhr
Was für eine Überraschung alles
... wenn eine Droge legalisiert wird. Da hat der Gesetzgeber wohl selbst gerade rosa Elefanten gesehen.
emmerssen
08.11.2025, 09:00 Uhr
Unser größtes Problem
Ein Mann von der Basis der die Auswirkungen der Cannabis Legalisierung täglich spürt berichtet von seinen Erfahrungen. Aber obwohl sie schlecht sind wird alles verniedlicht und in Zweifel gestellt. Gleich im ersten Kommentar. Und da liegt unser großes Problem in unserer Gesellschaft. Anstatt zu verbessern wird alles klein geredet, verniedlicht und geleugnet. Auch am richtig schlechten soll man immer noch das "Positive" sehen. Solche Leute wie "warumauchimmer" brauchen diese politischen Irrwege mit Sicherheit nicht ausbaden.
warumauchimmer
08.11.2025, 10:10 Uhr
Das größte Problem sehen Sie im Spiegel
Ich weiß ja nicht wie es mit Ihren kognitiven Fähigkeiten so ausschaut, aber weder habe ich etwas "klein geredet, verniedlicht und geleugnet".
Ich habe genaugenommen garkeine Aussage zu Cannabis getätigt, sondern nur, wovon Sie meines Wissens ein sehr großer Fan sind, kritisch hinterfragt, selber gedacht und recherchiert.

Wenn im Artikel von Erfahrungen aus der "eigenen praktischen Arbeit SEIT der Legalisierung von Cannabis für Erwachsene", sollten dies halt nicht mit Zitaten aus Studien von VOR der Cannabis-Legalisierung garniert werden.
Soetwas finde ich unlauter. Wenn direkt die ersten prüfbaren Zitate aus dem Zusammenhang gerissen dargestellt werden, muss ich davon ausgehen dass ich keiner der Aussagen guten Glauben schenken kann, sondern im Grunde Alles selbst prüfen muss.
Ich spreche dem Mann nicht seine Kompetenz medizinischen Belangen ab. Doch dann bitte ordentlich und sauber belegen.
diskobolos
08.11.2025, 10:53 Uhr
Mit Fakten
kommen Sie bei Leuten mit ganz viel Meinung und ganz wenig Wissen nicht weiter, warumauchimmer.
Für die ist Cannabis ein ganz schlimmes Gift und ihr täglicher Zigaretten- und Alkoholkonsum harmlos. Schließlich rauchen und trinken sie schon seit Jahrzehnten und leben immer noch . . .
KlausMüller1960
08.11.2025, 15:01 Uhr
Nordhausen hat größere Probleme...
Meiner Meinung nach hat Nordhausen größere Probleme als Cannabis.
In diesem Artikel wird mal wieder eine von der Phama Industrie inszenierte Hexenjagt gegen Cannabis propagandiert.
Ich sehe Cannabis als Medikament gegen sehr viele Leiden.
Gegen Menschen die es in ihrer Freizeit konsumieren habe ich auch nichts einzuwenden. Es gibt keine Menschen die am Konsum von Cannabis gestorben sind.
Frage an all die Besserwisser...wieviel Menschen sterben in Deutschland jährlich an dem Konsum von Tabak?
Wieviele Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Konsum von Alkohol?
Schaut euch mal in Nordhausen auf dem Bahnhofsplatz um was da so konsumiert wird...
Außerdem hat Nordhausen seit vielen Jahren ein großes Problem mit chemischen Drogen. Ich würde sagen das Chrystal Meth und andere chemische Drogen und die daraus resultierende Beschaffungskriminalität eines der größeren Probleme sind.
Trotz allem sind und bleiben die Drogen Alkohol und Nikotin auf Platz 1 in Deutschland mit vielen tausenden Toten.
Wieviele Familien leiden an häuslicher Gewalt unter Alkohol Konsum?!
Ich bin der Meinung das es bei Cannabis Konsumenten nicht zu Gewaltexzessen kommt wie bei Alkohol, Meth oder Kokain Konsumenten.
Ich wünsche einen schönen Tag, Prost!
emmerssen
08.11.2025, 15:13 Uhr
Und gleich das nächste Problem
Komme ich mit meiner Meinung nicht durch, dann ist der große Aufschrei und die Schuld an die Anderen schieben schnell da. Warumauchimmer etwas ändern im schönsten Deutschland aller Zeiten.
warumauchimmer
08.11.2025, 16:03 Uhr
Zwecklos
Ok, mit Jemanden der nicht inhaltlich auf Kommentare eingeht auf die er antwortet, ist eine Diskussion wohl zwecklos.

Da halte ich es mit dem Album des amerikanischen Komikers Ron White von 2006.
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