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Fr, 18:58 Uhr
14.11.2025
STADT SOLLTE EIN ANDERES AREAL FÜR BOGENSCHÜTZEN FINDEN

Naturoase in Nordhausen in Gefahr?

Naturbegeisterten Spaziergängern, vor allem aber Vogelkundlern dürfte diese einzigartige Oase zwischen Schützenhaus und Schäferhundeverein in Nordhausen eine freudige Begegnung sein...

Das Biotop sollte erhalten bleiben, sagen Naturschützer. (Foto: R. Frank) Das Biotop sollte erhalten bleiben, sagen Naturschützer. (Foto: R. Frank)
Nordhausen. In diesem naturbelassenen Areal finden Vogelarten einen Lebensraum, der seinesgleichen sucht: In der warmen Jahreszeit bieten Insekten und Käfer ihnen Nahrung, in kalten Monaten allerlei Beeren, die an Büschen und Sträuchern zu finden sind, Futter und Schutz. Abseits der Stadt gelegen ein idealer Lebensraum für den ohnehin rückläufigen Bestand unserer heimischen Singvögel.

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Den Schatz des kleinen Naturjuwels hat auch die Stadt erkannt. Sieht doch ihr Nutzungsplan das Gelände für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft vor. Dem Stadtförster Axel Axt sagt man nach, ihm sei Naturschutz heilig. Zum Außenbereich der Stadt gehörend, sei die Fläche ein Biotop.

Ist es ihm heilig? Nur so viel war zu vernehmen: Ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt dürfe hier kein Busch, Baum oder Strauch fallen.

Für die Bogenschützen, die sich hier etablieren wollen, sollte sich doch ein anderer Platz finden. Das Gelände müsste eingezäunt, ein Container für natürliche Bedürfnisse aufgestellt, in den Bestand der Büsche, Sträucher und Bäume eingegriffen und womöglich Platz für das Lagern von Material geschaffen werden. Erfolgen hier Eingriffe, wäre eines der letzten ungestörten Biotope im Umfeld der Stadt dahin.

Wie steht die Untere Naturschutzbehörde zu dem Fall? Ihr Chef Martin Taeger klärt auf: Bisher liegen seiner Behörde keine Anträge und Unterlagen vor. Bevor eine Entscheidung fällig wird, bedürfe es vorher einer Baugenehmigung vom Bauordnungsamt. Vorzusehen habe diese einen Lagerplan mit allem Drum und Dran: Baubeschreibung, Grundrisse, Schnitte. Liegt das alles der Unteren Naturschutzbehörde vor, könne sie urteilen und entscheiden. Teager verhehlt aber nicht: Alle noch verbliebenen Naturoasen dieser Art wie zwischen Schützenhaus und Hundeverein sind schützenswert!

Für die Stadtverwaltung sollte es Verpflichtung sein, den Bogenschützenverein ein weniger naturempfindliches Areal vorzuschlagen. Im Flächennutzungsplan das Gelände als für Maßnahmen zum Schutz von Natur und Landschaft und als erhaltungswürdigen Biotop zu deklarieren, um es letztlich doch freizugeben? Ihr Standpunkt kann nur ohne Wenn und Aber sein.
Kurt Frank
Autor: psg

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Kommentare
Filzstift und Lineal
14.11.2025, 23:29 Uhr
Rathaus Chaos zu Lasten der Bogenschützen?
Kita-Chaos 2.0.? DIe Stadt gibt den Bogenschützen mit großer Geste einen Mietvertrag, weiß aber selber nicht, welche Voraussetzungen sie selbst im eigenen Hause schaffen muss, damit das Grundstück nutzbar ist?

Es wird immer klarer: Die Stadt wird vom Unvermögen verwaltet! Das geht bald komplett vor den Baum.
undCO
15.11.2025, 07:52 Uhr
Kita's und Bogenschützen
...sind wie Äpfel und Birnen. Also ein total lächerlicher Vergleich und zwei komplett verschiedene Themen. Wer bitte benötigt einen Bogenschießplatz im Naturschutzgebiet, wenn ein paar Kilometer weiter östlich bereits einer in vollen Umfang besteht? Eventuell sollten sich die Schützen zusammen tun und an einem Strang ziehen, oder gibt es zwischenmenschliche Probleme weshalb die Natur zerstört werden soll?? Und das mit den Kitas wird sich schon regeln, wenn die Eltern und Unterstützer dran bleiben.
Jäger53
15.11.2025, 07:58 Uhr
Naturoase
Den Regierenden von Nordhausen ist doch die Natur egal, Hauptsache Sie setzen etwas durch wo der größte Teil der Bevölkerung dagegen ist. Vielleicht ist ja auch ein Kind von einem Regierenden im Bogenschützenverein.
Südharzmensch
15.11.2025, 08:47 Uhr
Dafür hat Nordhausen jetzt ein Bahnhofsklo!
Stimmt nicht, ha, ha, ha.

Wird aber vielleicht was ... irgendwannn. Ist ja wirklich eine schwieeeeeerige Herausforderung für die Talente in der Rathausführung. 🥳
littlesunshine.85
15.11.2025, 10:13 Uhr
Jäger53
Wenn man keine Ahnung hat, vielleicht einfach mal die Bälle flach halten. Falls es ihnen nicht bewusst ist, die Stadt setzt gerade alles daran einen Verein zu zerstören und ganz sicher schießt da kein Kind eines Regierenden! Vielleicht können sie eine vernünftige Alternative anbieten für einen großen erfolgreichen Verein!
Lautaro
15.11.2025, 11:34 Uhr
Bogenschießen als eine alte olympische Disziplin...
geniesst nun mal in NDH nicht unbedingt den Status eines Fussballvereins.
Leute, welche selbst den letzten Ersatzspieler in Sao Paolo kennen, kommentierten Pfeil und Bogen mit ....der grüne Bogenschütze (Edgar Wallace) oder Robin Hood !
Ausserhalb des Balltretens ist Sachkentnnis nun mal rar.
Deshalb würde ich jedem Menschen empfehlen ....wenigstens einmal dieses Gefühl zu erleben . Einen Bogen zu spannen, einen Pfeil fliegen zu lassen und das Ganze wirken zu lassen !
Ich kann Ihnen versichern, dass für diesen Augenblick alle Alltagssorgen verschwunden sind.
Das Areal dort war der Schützenplatz ( ?) Meine ersten Pfeile habe ich dort abgeschossen, weil man dort mit einem Bogenschuss niemanden verletzen kann.
Die Rede ist allerdings von den Einschnitten nördlich des Schützenhauses, welche in dieser Hinsicht optimal sind. Und welche bei Nutzung durch Bogenschützen keine Singvögel beeinträchtigen.
Südharzmensch
16.11.2025, 20:01 Uhr
Bowteam: Jugendkunstschule bekommt jedes Jahr 40000 Euro
Liebes Bowteam, die Jugendkunstschule bekommt bis 2030 festgeschrieben 40000 Euro ❗❗❗ p.a. Das haben die Stadträte im jüngsten Funanzausschuss so vorgesehen.

Vielleicht müßt Ihr Bogenschützen Euch nur (richtig) politisch engagieren?!😜
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