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Do, 14:27 Uhr
27.11.2025
Fachtag Demographie

Was wenn wir weniger werden?

Wie wirkt sich die demographische Entwicklung ganz praktisch aus? Auf ganz verschiedene Bereiche des Lebens wie Kinderbetreuung, Schule, medizinische Versorgung, Pflege bis hin zum Arbeitsmarkt? Darüber diskutierten rund 50 Teilnehmer beim Fachtag Demographie...

Der Fokus lag dabei auf den Bereich Kinder und Jugend, um im Rahmen der integrierten Sozialplanung des Landkreises Nordhausen Entscheidungsträger aus der Region mit dem notwendigen Wissen auszustatten und den fachlichen Austausch untereinander zu fördern.

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Dr. Susanne Knabe, Referentin vom Thüringer Landesamt für Statistik, stellte die aktuellsten Ergebnisse der 2. Gemeindebevölkerungsvorausberechnung für den Landkreis Nordhausen vor. In den vergangenen drei Jahren ist die Geburtenziffer, also die Anzahl der Kinder je Frau, stark rückläufig. Ein Grund dafür ist der Geburtenknick Mitte der 1990er Jahre, wodurch die Anzahl der potentiellen Eltern geringer ist.

So lag 2019 die zusammengefasste Geburtenziffer noch bei 1,6 Kinder je Frau, im Jahr 2024 waren es nur noch 1,2 Kinder je Frau. Die Vorausberechnungen zeigen deutlich, dass selbst unter den günstigsten Annahmen die Anzahl der Kinder in den verschiedenen Altersgruppen nicht wieder das Niveau der Jahre 2015 bis 2018 erreichen wird. Die Betrachtung nach Altersgruppen machte dabei die zeitversetzten künftigen Entwicklungen deutlich.

Neben dem Statistischen Landesamt informierten auch Fachleute aus dem Landratsamt, so das Fachgebiet Kita und Jugendpflege und die Schulverwaltung, denn der demographische Wandel betrifft natürlich auch die Kita-Bedarfs-, Schulnetz- und Jugendförderplanung. Wie demographische Daten in Planungsprozessen berücksichtigt werden, welche gesetzlichen Vorgaben bestehen und welche Rückschlüsse sich aus den Daten ziehen lassen, wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Um die Diskussion und Vernetzung zu unterstützen, kamen die Teilnehmer anschließend an drei Thementischen zu Kita, Schule und Jugendarbeit zusammen.

Fachtag zur demographischen Entwicklung (Foto: Pressestelle Landratsamt) Fachtag zur demographischen Entwicklung (Foto: Pressestelle Landratsamt)

„Der Fachtag hat gezeigt, dass alle kommunalen Akteure vor der großen Herausforderung stehen, auf veränderte Bevölkerungszahlen zu reagieren, um zukunftsfähige Gesamtstrategien sowie langfristige Lösungsansätze für individuelle Problemlösungen vor Ort zu erarbeiten und somit Planungen möglichst bedarfsgerecht und effizient zu gestalten“, so Stefan Nüßle, 1. Beigeordneter der Landkreises.

Dabei sei die Kommunikation mit den Einwohnern sehr wichtig, um erforderliche Veränderungsprozesse möglichst konstruktiv zu begleiten. Für 2026 plant der Bereich der Integrierten Sozialplanung im Landratsamt weitere Veranstaltungen, um Ergebnisse aus Anschlussrechnungen des Statistischen Landesamtes auf Basis der 3. regionalisierten Bevölkerungsvorausberechnung für den Landkreis Nordhausen darzustellen – unter anderem im Bereich der Pflegebedürftigkeit. Gefördert wird die Integrierte Sozialplanung des Landkreises Nordhausen durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus.
Autor: red

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Kommentare
Bebo
27.11.2025, 18:15 Uhr
Deutschland ist
eines, wenn nicht sogar das Bevölkerungsreichste Land Europs.
Diese Panikmache dient nur der Migrationsindustrie.
Mittlerweile wohl auch der einzig wachsende Bereich.
diskobolos
27.11.2025, 20:28 Uhr
Von Panik kann ich im Artikel nichts finden, Bebo.
Sich mit den zu erwartenden Entwicklungen zu beschäftigen kann für die Kreise und Kommunen nur richtig sein.

Besonders kleinere Dörfer werden wohl Probleme bekommen. Die Junge zieht es in die (größeren) Städte, zurück bleiben nur die Rentner. Da wird es schwierig, die Infrastruktur (Wasser, Abwasser, Arztpraxen, Läden, ÖPNV) aufrecht zu erhalten. Irgendwann wird man es mit verlassenen Dörfern zu tun haben, wie es sie z. B. in Frankreich längst gibt.
Wyatt Earp
27.11.2025, 20:37 Uhr
Genau Bebo
und Nordhausen ist mit knapp 30 Prozent Bevölkerungsverlust seit der sogenannten Wende eine der bevölkerungsreichsten Städte Europas. Und die ganzen Landgemeinden drum herum sind mit 40 Prozent Bevölkerungsverlust zumindest Bevölkerungsreicher auf dem Quadrat als Ost-Sibirien.
Na das ist doch mal ein tolles Argument! Da hat man doch gleich Lust auf einen Platz im Pflegeheim.
nur_mal_so
28.11.2025, 11:39 Uhr
Nachvollziehbare, nachprüfbare Zahlen werden als "Panikmache" bezeichnet,
um irgendwie wieder den Dreh auf die "Asylindustrie" zu bekommen. Langsam denke ich, für manche Leute ist selbst dann die Asylindustrie schuld, wenn ihre Milch im Kühlschrank sauer geworden ist.
Dass die Bevölkerungszahl zurückgeht, ist kein Geheimnis, dass junge Leute zudem noch aus ihren kleinen Heimatstädten und -Dörfern auch wegziehen ebenfalls: nachprüfbar, nachvollziehbar.

Diese Fakten belegt zu benennen ist keine Panikmache, sondern das Aufzeigen von großen Problemen, welche uns in der Zukunft erwarten.
Und natürlich muss man überlegen, wie man das JETZT lösen kann.
Es ist keine Lösung zu sagen, "wir müssen wieder mehr Kinder bekommen": selbst wenn wir jetzt alle sofort und auf der Stelle anfangen zu rammeln wie die Karnickel wird der ausgebildete deutsche Alten- und Krankenpfleger, der mir den Hintern abwischen soll, aber erst in 18 Jahren da sein.
Bis dahin bin ich aber, Entschuldigung, wahrscheinlich schon von ganz allein gestorben.

Also, wo ist die "Panikmache" in der nüchternen Benennung dieser Probleme?
Kobold2
28.11.2025, 13:27 Uhr
Der Trend
In ungeliebten Nachrichten, Bevormundung, Belehrung, oder Panikmache zusehen, hält leider weiter an. Man möchte sich offensichtlich nicht mit den Fakten beschäftigen. Dafür arbeit man sich dann lieber am Überbringer der Nachricht ab, um sich dann besser zu fühlen, nur besser wird es dadurch nicht.
HisMastersVoise
28.11.2025, 18:34 Uhr
Hand aufs Herz !!
Wenn es nach der Statistik geht , stehen die Norweger seit Jahrzehnten auf der Liste der bedrohten Arten. Und sie leben gut damit. Aber wer will denn aktuell den jungen Menschen verdenken, dass sie sich das Thema Kinder zwei mal überlegen. Ich erinnere an die Hebammenproblematik. Ich erinnere an die Kindergartendiskussion. Ich erinnere an die Ausfallzeiten in den Schulen. Ich erinnere an die oft verzweifelte Suche nach einem Kinderarzt. Und die Geschichte Kindererziehung dauert fast 25 Jahre. Das ist nach deutschem Strafrecht lebenslänglich !! Also wer will hier einen Vorwurf machen außer in Richtung der Politik ?
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