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Fr, 08:49 Uhr
12.12.2025
Pflegekommission:

Stabile Beitragssätze nicht in Sicht

Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ hat ihre Arbeitsergebnisse präsentiert. Was fehlt, ist jeglicher Plan, wie sich der Beitragssatz trotz Überalterung stabilisieren lässt. Es bleibt laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zu hoffen, dass die Bundesregierung mehr Mut aufbringt...

Pflege (Symbolbild) (Foto: Alexa auf Pixabay) Pflege (Symbolbild) (Foto: Alexa auf Pixabay)
Bei der Pflege steht die Politik vor einem Grundproblem: Die Sozialversicherungen finanzieren sich überwiegend aus zuvor erwirtschaftetem Markteinkommen, die Pflegeversicherung sogar ausschließlich.

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Steigen mit der Bevölkerungsalterung die Ausgaben, steigen auch die Sozialabgaben. Höhere Beiträge bremsen aber das Wirtschaftswachstum – und das wiederum gefährdet die Finanzierungsgrundlage der Sozialversicherungssysteme.

Ergebnisse enttäuschen
Keine einfache Aufgabe für die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“, die nun ihre Ergebnisse vorgelegt hat. Wer sich davon eine Perspektive für stabile Beitragssätze erhofft hat, wird jedoch enttäuscht.

Ein Beispiel: Die Bundesregierung hatte der Arbeitsgruppe mitgegeben, Wege zu finden, die steigenden Eigenanteile der Patienten an den stationären Pflegekosten zu begrenzen. Die Kommission nennt zwei Ansätze:
Die gezahlten Leistungen der sozialen Pflegeversicherung folgen der Kostenentwicklung. Das führt jedoch zu höheren Ausgaben für die Pflegekassen und treibt die Beiträge nach oben – löst also das Ausgangsproblem nicht.

Oder die Eigenanteile in der Heimpflege werden gedeckelt. Ausgabenneutral gelingt das nur, wenn man Patienten im Gegenzug stärker an den Kosten der ambulanten Pflege beteiligt. Das könnte zum Beispiel Kürzungen beim Pflegegeld bedeuten. Im Ergebnisbericht wird aber lediglich ein reduziertes Pflegegeld in den ersten drei Monaten angedeutet – das wird nicht reichen.

Beitragssätze steigen immer weiter
Nach sechs Monaten Arbeit hinterlässt die Kommission damit vor allem Ernüchterung. Denn auch wenn die Bundesregierung ihren Empfehlungen folgt, dürften die Beitragssätze in der Pflege weiter steigen. Dabei schlägt die Demografie beim Thema Pflege erst in zehn bis fünfzehn Jahren mit voller Wucht ins Kontor.

Dann erreichen die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach die hochbetagte Lebensphase mit besonders hohem Pflegefallrisiko. Jetzt wäre noch Zeit, mehr Eigenverantwortung einzufordern, statt jüngere Beitragszahler immer stärker zu belasten.
Autor: psg

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Kommentare
Kritiker86
12.12.2025, 09:12 Uhr
Wie
Wir bereits alle wissen, bekommt diese Regierung nix auf die Reihe. Wie die vorherige auch. Es scheitert an allen Dingen. Stümperhaft ohne Ende. Auf Kosten der gesamten Steuerzahler. Keine Mut zur Veränderung, zur Erneuerung. Das einzige was steigt, sind die Kosten Jahr für Jahr. Man Könnte soviel zum positiven Verändern, wenn man nur wollte. Und passieren tut garnix??!!
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