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Fr, 12:28 Uhr
12.12.2025
Theaterstück gegen häusliche Gewalt

„Die Frau, die gegen Türen rannte“

Volles Haus in der Cruciskirche: Die Gleichstellungsbeauftragten empfingen Schüler aus dem Kyffhäuserkreis und Vertreter der Polizei (Foto: Janine Skara) Volles Haus in der Cruciskirche: Die Gleichstellungsbeauftragten empfingen Schüler aus dem Kyffhäuserkreis und Vertreter der Polizei (Foto: Janine Skara)
Heute Vormittag fand in der Cruciskirche Sondershausen eine eindrucksvolle Theateraufführung des Ein-Frau-Stücks „Die Frau, die gegen Türen rannte“ statt...

Schauspielerin Lisa Bihl verkörperte eine alkoholkranke Frau, die unter den Folgen häuslicher Gewalt leidet. (Foto: Janine Skara) Schauspielerin Lisa Bihl verkörperte eine alkoholkranke Frau, die unter den Folgen häuslicher Gewalt leidet. (Foto: Janine Skara)


Die Schauspielerin Lisa Bihl erzählte die Geschichte von Paula, einer Mutter, die mit Alkoholabhängigkeit und den Folgen häuslicher Gewalt kämpft und trotz aller Widerstände ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Das Stück, inszeniert von Thomas Ulrich, beeindruckte mit einem kraftvollen Monolog über Schmerz, enttäuschte Liebe und den unermüdlichen Versuch, das Leben zu meistern.

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Die Aufführung richtete sich an Schulklassen aus Sondershausen und dem Kyffhäuserkreis und fand im Rahmen der Aktionswoche gegen häusliche Gewalt statt, die von den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Sondershausen und des Landratsamtes Kyffhäuserkreis organisiert wurde.

Die Gleichstellungsbeauftragte Katharina Töppe betonte: „Häusliche Gewalt ist oft verborgen, betrifft viele Menschen – insbesondere Frauen und Kinder – und erfordert unsere Aufmerksamkeit. Mit Veranstaltungen wie heute möchten wir Betroffene stärken und auf die Hilfeangebote in unserem Kreis aufmerksam machen.“

Jede zweite Woche wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Dass dies auch im Kyffhäuserkreis notwendig ist, belegen die aktuellen Zahlen: In diesem Jahr (Stand Oktober 2025) liegen 130 offiziell gemeldete Fälle häuslicher Gewalt vor. 70 Prozent der Betroffenen sind Frauen, 30 Prozent Männer. Darunter wurden 86 Kinder als Mitbetroffene gemeldet.

Die Veranstaltung hat das Ziel, junge Menschen zu sensibilisieren, Betroffene zu stärken und auf die Unterstützungsangebote vor Ort aufmerksam zu machen.
Autor: emw

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