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Sa, 14:32 Uhr
10.01.2026
1999 - 2001

Alte Führerscheine müssen getauscht werden

Nachdem im letzten Jahr die meisten Papierführerscheine ihr Lebensende erreicht haben, müssen ab diesem Jahr die ersten Führerscheine im Kartenformat umgetauscht werden. Die Frist zum Umtausch endet am 19. Januar 2026. Der ADAC erklärt, welche Autofahrer jetzt handeln müssen...

Neuer EU-Führerschein
Für den Umtausch des Führerscheins ist ab sofort das Ausstellungsjahr der Scheckkarte relevant. Bis zum 19. Januar müssen Autofahrer, deren Führerschein zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurde, ihre alte Karte umtauschen – auch wenn auf dieser kein Ablaufdatum vermerkt ist. Diese Regelung ist für alle Autofahrer verpflichtend. Wer die Umtauschfrist verstreichen lässt, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro. Im Ausland kann es mit dem alten Führerschein zu Problemen kommen, etwa beim Anmieten eines Fahrzeugs.

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Einzige Ausnahme: Wer vor 1953 geboren wurde, muss seinen Führerschein - egal ob Papier- oder Scheckkartenführerschein - erst bis zum 19.01.2033 tauschen. Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass ein vorzeitiger Umtausch erfolgen muss, obwohl altersbedingt nicht mehr ausreichend Gebrauch von der Fahrerlaubnis gemacht werden kann.

Hintergrund der Umtauschaktion ist eine EU-Richtlinie, nach der alle Führerscheine künftig EU-weit fälschungssicher und einheitlich sein müssen. Im Zuge der Reform sollen zudem alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, um Missbrauch zu vermeiden. In Deutschland ist gesetzlich geregelt, in welcher Reihenfolge Autofahrer ihre Führerscheine umtauschen müssen – wer wann dran ist, regelt ein zeitlicher Stufenplan. So sollen eine Überlastung der Behörden und lange Wartezeiten vermieden werden. Seit 2022 erfolgt der Umtausch nach Geburts- bzw. Ausstellungsjahr. Rund 43 Millionen Führerscheine müssen bis zum Jahr 2033 in fälschungssichere Exemplare umgetauscht werden.

So klappt der Führerscheinumtausch
Die Fahrerlaubnis, also das Recht zum Führen bestimmter Kraftfahrzeuge wie Motorrad oder Pkw, bleibt auch nach dem Umtausch des Führerscheins bestehen. Zusätzliche ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind mit dem Umtausch des Pkw- oder Motorrad-Führerscheins nicht verbunden. Der Umtausch der Fahrerlaubnis kann bei der zuständigen Führerscheinzulassungsstelle beantragt werden.

Diese Unterlagen müssen für den Umtausch mitgebracht werden:
  • Ausweisdokument wie Personalausweis oder Reisepass
  • Biometrisches Passfoto
  • Aktueller Führerschein


Der Umtausch kostet rund 25 Euro. Dazu kommen die Kosten für das biometrische Passfoto. Neu ausgestellte Führerscheine sind auf 15 Jahre befristet – unabhängig von der Art der Fahrerlaubnis.

Ausnahmen bei Bus, Traktor und Lkw
„Besteht aufgrund der Führerscheinklasse eine besondere Verantwortung im Straßenverkehr, zum Beispiel bei Schwerkraftfahrzeugen, Bussen oder Traktoren, dann können im Einzelfall noch weitere Dokumente angefordert werden“, erklärt Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. Die Eintragung der Klasse T (Traktor) wird etwa nur auf Antrag und bei nachgewiesener Tätigkeit in der Land- oder Forstwirtschaft erteilt.

Lkw- oder Bus-Führerscheine unterliegen generell einer Befristung. Neuere Führerscheine müssen alle fünf Jahre verlängert werden. Wer noch eine alte Fahrerlaubnis der Klasse 2 hat, muss diese nach dem 50. Lebensjahr aktiv verlängern. Hierfür ist dann eine ärztliche Bescheinigung notwendig.
Autor: red

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Kommentare
Strandläufer
10.01.2026, 15:18 Uhr
Befristung beim Führerschein?
Mir ist nicht bewusst, dass er irgendwann abläuft. Das Schlimme ist, ich werde wieder genötigt etwas zu tun, den Umtausch, obwohl kein Enddatum der Gültigkeit festgehalten wurde. Und dann noch mit eigenem Aufwand und auf eigene Kosten.
Gut, die Gründe wurden aufgezeigt, sind aber für mich dennoch etwas herbeigezogen.
blondchen
10.01.2026, 18:28 Uhr
Unbegrenzt gültig
Auf meinem Führerschein steht unbegrenzt gültig. Also werde ich den auch nicht tauschen.
P.Burkhardt
10.01.2026, 21:39 Uhr
ich verstehe das Theater um den neuen Führerschein nicht...
...die Gründe für den Umtausch sind bekannt. Sind es tatsächlich die paar Euro, die dafür ausgegeben werden müssen, oder ist es mal wieder die bei manchen so verinnerlichte "Gegen Alles, was die von mir wollen"-Mentalität ?

Erklärt es mir einer/eine - alle darüber hinaus und dazwischen ?
Kobold2
10.01.2026, 22:36 Uhr
Es ist wohl
Eine sich immer weiter verbreiteten Mentalität. Nichts ändern alles so lassen, woe inder guten alten Zeit, die in Wahrheit gar nicht so gut war. Zeiten ändern sich und Anpassungen sind dabei unumgänglich.
Mit meinem gelochten DDR Führerschein hatte ich mich Anfang der 90er im Ausland auch ab und zu zuerklären. Die nachfolgende Kartenversion war auch mal unbegrenzt gültig. Seit über 10 Jahren ist das hinfällig und ich darf mit vielen Tausend anderen, das Teil aller 5Jahre erneuern. Mit einem Mehrfachen der o.g. Kosten. Auch ein Grund für Fahrermangel und zusätzliche Kosten in diesem Gewerbe. Der andere Teil der Gesellschaft regt sich halt auf, dass er sich einmal im Leben den Veränderungen anpassen muss, meint es besser zu wissen und ist noch stolz drauf.
marco-sdh
10.01.2026, 23:35 Uhr
Obacht bitte, ein Erfahrungsbericht...
Sommer 2022, der Urlaub nach Rügen ist gebucht, das Auto gepackt. Kinder und Hund sind verstaut. Motor an und losgefahren. Bis zur nächsten Ecke. Der Motor geht aus, weißer Qualm, Zylinderkopf hinüber und wie ich später weiß: Das Todesurteil meines treuen Begleiters. 600 km weiter wartet das gebuchte Ferienhaus. Was muss kurzfristig her? Ein Leihwagen. Weil wir uns bei längeren Fahrten abwechseln, nehme ich den Führerschein meiner Frau mit zum Leihwagenvermieter. Sie hatte "vergessen", ihren Führerschein, der längst schon hätte umgetauscht werden müssen, naja, eben umzutauschen. Sie war aber erst zwei Jahre drüber, das war noch so ein grau-blauer Baumwollfetzen mit einem Foto meiner Frau aus jungen Jahren, bei dessen Anblick ich mich gleich nochmal verliebt hatte. Dies am Rande.
Angekommen beim Leihwagenvermieter möchte ich den online gebuchten Wagen im Empfang nehmen. Ich lege beide Personalausweise und beide Führerscheine vor und die Dame am Schalter meint, sie bräuchte auch den Führerschein meiner Frau, sofern die auch als Fahrer eingetragen werden soll. Ich verweise auf den grau-blauen Baumwollfetzen (mit dem Mädchennamen!!!) meiner Frau und verursache damit einen Personalaufwand, den ich nicht für möglich gehalten hätte. Statt einer zwölfstelligen Führerscheinnummer (wie heute üblich) hatte der Führerschein meiner Frau nur fünf Stellen: 21/88. Das passte in kein Eingabeformular. Error. Eingabefehler. Inzwischen hatte die Dame am Schalter alle verfügbaren Kollegen um sich versammelt, alle unter 30, die den grau-blauen Baumwollfetzen, teils bewundernd, begutachteten. Keiner hatte eine Lösung. Anruf in der Firmenzentrale in Frankfurt, die Frage, was zu tun ist. Die hatten auch keine Lösung. Kurzum: Ich bin alleine gefahren, hin und zurück und zwischendurch auch. Was lehrt es uns? Mit der Zeit zu gehen, ist mitunter nicht der schlechteste Weg.
Und @ blondchen: Wenn Sie mit dem Verweis "Meine Fahrerlaubnis ist unbegrenzt gültig, steht ja da drauf", angehalten werden, sind Sie ohne gültigen Führerschein unterwegs. Im Falle eines Unfalls sind Sie nicht versichert und machen sich obendrein strafbar. Wenns Ihnen das wert ist, gute Fahrt!
memento mori
11.01.2026, 00:35 Uhr
Warum gehen Führerschein-Tausch
Die Herrn Burkhardt und Kobold könnten, mit etwas Empathie und einem wohlwollendem Verständnis sehr wohl nachvollziehen, worum es bei dieser "Verweigerungshaltung" geht:

Es geht um einen in immer weiteren Teilen des Lebens, Detailtiefen und Penetranz übergriffigen Staat.
Es geht nicht um ein "gegen alles"! Wenn der Staat mal sinnvoll und den Bürger entlastend Bürokratie, Überwachung und Belastung abbauen würde, gäbe es auch Zustimmung.
Die Führerscheine haben kein Ablaufdatum, ihnen nun doch eins zu geben, ist eine Art Vertragsbruch. Ich muss mich doch auf Vereinbarungen mit dem Staat verlassen können, kann ich aber nicht!
Es geht natürlich nicht primär um die paar Euros, aber der Staat zieht einen ohne adäquate Gegenleistung an allen Stellen das Geld aus der Tasche, an vielen Stellen mit solchen Kleinigkeiten, welche einfach ein Ärgernis darstellen.

Um wieder zu den Herrn Burkhardt und Kobold zu kommen, jedoch betrifft das auch die meisten anderen, und das auch jeder politischen Coleur: wir könnten im Kleinen mal mit einer wohlwollenden Interpretation der Aussagen anderer herangehen. Sie verstehen wollen und nicht die Krumen herauslesen, welche man als Beweis der endgültigen Boshaftigkeit des Gegenübers heraussucht und ausschlachtet.

Gruß!
Wanderwölfin
11.01.2026, 08:38 Uhr
Empathie und Wohlwollen?
Gerade Berufskraftfahrer werden alle 5 Jahre kräftig zur Kasse gebeten. Geht es dann noch um die Personenbeförderung wird es dann noch teurer. Die Verkehrspsychologen und Fahrlehrer verdienen sich damit eine goldene Nase.
Kobold2
11.01.2026, 10:11 Uhr
Empathie und wohlwollendes Verständnis
kommt halt nur schwer auf, wenn man die im Artikel genannten Gründe, trotz Wiederholung und Hinweisen anderer Kommentatoren einfach ignoriert und weiter in seiner Polemik vom übergriffigen Staat, Penetranz und fehlender Gegenleistung verharrt. Der "penetrant übergriffige Staat" hat hier eine schon lange beschlossene EU Richtlinie umzusetzen. Damit läuft diese Phrase ins Leere, da hier alle EU Staaten betroffen sind. Neben der Fälschungssicherheit geht es damit u.a. auch um eine länderübergreifende Vereinfachung der Bürokratie. Damit ist auch eine weitere Phrase entkräftet. Hier wurde ja jetzt schon persönliche Erfahrungen dargelegt, die trotzdem weiter ignoriert werden. Das Mietauto am Urlaubsort ist dann nicht mehr möglich. Dem Führerscheintourismus, nach Entzug, oder Fahrverbot, wird hier vorgebeugt. Das Gesicht, der sich hier mit der Verweigerungshaltung so überlegen präsentierenden Kommentatoren möchte ich sehen, wenn sich nach einem Schaden herausstellt, das die Versicherungsleistung erlischt, oder reduziert wird, wenn ein ungütiger Führerschein bei einem selbst, oder beim Unfallgegner festgestellt wird. Aus beruflicher Erfahrung möchte ich hier wiederholt anführen, dass die Behörden im Ausland da weniger nachsichtig sind. Da werden einige Kommentatoren den inflationär gebrauchten Begriff vom penetrant übergriffigen Staat und einer fehlenden Gegenleistung nochmal neu definieren müssen. Die herausgesuchten Krumen erweisen sich dann, als ignorierte Fakten und meinungsbasierte Verweigerungshaltung.
marco-sdh
11.01.2026, 11:56 Uhr
Was machen unsere "Neuer-Führerschein-Verweigerer"...
... denn eigentlich, wenn ihnen der alte Lappen verloren geht oder gestohlen wird (wir lesen ja hier täglich von den ach so schlimmen Zeiten, in denen wir leben!!!!) und der Mitarbeitende im Straßenverkehrsamt nur noch mit einem Scheckkarten-Führerschein als Ersatz dienen kann? Fortbewegung per pedes, Fahrrad oder Bus?
Wanderwölfin
11.01.2026, 18:39 Uhr
Führerscheintausch
Da kann man lesen, wie viele uneinsichtige Verkehrsteilnehmer es gibt.Es geht hier um einen Internationalen Führerschein.
RWE
11.01.2026, 18:58 Uhr
Oh, was soll das erst werden wenn der digitale Führerschein kommt?
Perso und Reisepass müssen auch regelmäßig erneuert werden, allein schon wegen der Bilder. Ich empfinde den Staat auch manchmal als übergriffig. Aber alle paar Jahrzehnte eine neuer Führerschein...? Es wird viel über organisierte Kriminalität geschimpft. Dokumente fälschungssicherer ist doch ein probates Gegenmittel.
Es ist lästig, ja. Eine Steuerklärung zu erstellen ist es auch. Oder Schnee schieben... aber manchmal nötig😄
Wanderwölfin
11.01.2026, 19:25 Uhr
Digitaler Führerschein
Hoffentlich kommt er auch bald für PKW Fahrer, welche sich hier Aufblasen.
P.Burkhardt
12.01.2026, 00:06 Uhr
Leute...
...akzeptiert doch einfach mal die Notwendigkeit, statt euch künstlich darüber aufzuregen, dass ihr was tun müsst. Es ist nicht schlimm, tut nicht weh und hilft der Gesellschaft im Ganzen. Also...erst nachdenken und dann aufregen,,, oder eben einfach mal machen 👍.

und lieber memento mori (cooler Nickname übrigens, sofern Sie wissen, welche Aussage Sie damit treffen (nicht böse sein... ich halte Menschen generell für blöd - bin aber gerne bereit Ausnahmen zu akzeptieren)... gerade mit Ihrem Namen, sollte man sich Gedanken machen, wann es sich lohnt, sich über Dinge aufzuregen).... es geht um unser aller Zusammenleben, welches vom Gesetzgeber organisiert wird (koordiniert mit dem Rest Europas) ... das ist doch albern, was Sie da so ins Feld führen, oder ? Der Führerscheinumtausch ist doch nix, was irgendjemandem wehtut... einfach umtauschen und fertig.... nix daran ist übergriffig oder auch nur unzumutbar... es ist einfach die Vereinheitlichung innerhalb Europas.. etwas, was wir in anderen Bereichen schon erlebt haben und in vielen anderen noch erleben werden.

Europa wächst zusammen und das bedeutet eben auch, dass Einiges vereinheitlicht werden muss - unter Anderem auch der Führerschein... ist jetzt nicht so schwer zu begreifen, oder ?
Werniman0606
12.01.2026, 05:01 Uhr
Die FahrERLAUBNIS ist unbegrenzt gültig,...
der Führerschein als Dokument hingegen nicht mehr. Das ist ein deutlicher Unterschied. Ganz ehrlich gesagt, weiß ich nicht, warum sich manche Leute darüber so aufregen...den Reisepass oder Personalsuasweis muss man auch schon immer alle paar Jahre erneuern. Die Krankenkasse will auch alle paar Jahre ein neues Foto haben. Was ist also so schlimm dran,wenn das bei Führerschein auch so ist ? Letztendlich gehts drum, dass der Besitzer auf dem Foto auch noch zu erkennen ist. Nicht jeder sieht mit 90 noch so aus wie mit 19.
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