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Di, 13:21 Uhr
13.01.2026
Streckensanierung Halle (Saale)-Eichenberg

Keine Züge zwischen Leinefelde und Sangerhausen

Die Deutsche Bahn (DB) modernisiert in den kommenden drei Jahren die stark befahrene Strecke zwischen Halle (Saale) und Eichenberg in Hessen. In diesem Zusammenhang kommt es wiederholt zu Streckensperrungen und Einschränkungen auch für Bahnreisende im Südharz…

Blick auf den Nordhäuser Bahnhof.  (Foto: agl) Blick auf den Nordhäuser Bahnhof. (Foto: agl)
Worauf sich Bahnreisende ab Nordhausen einstellen müssen
Reisende ab Nordhausen müssen sich bereits ab diesem Freitag, 16. Januar, auf Schienenersatzverkehr einstellen. Die Strecke Sangerhausen-Leinefelde wird dann bis zum 12. März für insgesamt acht Wochen gesperrt. In diesem Zeitraum werden die Regionalexpress-Linien RE 8 und RE 9 (Halle – Kassel) sowie die Regionalbahn RB 57 (Nordhausen – Heilbad Heiligenstadt) durch Busse ersetzt.

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„Das Ersatzkonzept umfasst stündliche Expressbusse zwischen Sangerhausen und Leinefelde. Fahrgäste müssen sich auf eine etwa 45 Minuten längere Fahrtzeit einstellen“, sagte Stefan Dietrich, Mitarbeiter von Abellio, am Dienstag während einer Pressekonferenz von DB und Abellio.

Das Ersatzkonzept sieht wie folgt aus:
  • Stündliche Expressbusse zwischen Sangerhausen und Leinefelde mit Halt in Roßla, Berga-Kelbra und Nordhausen sowie zweistündlichen Halten in Bennungen und Wallhausen

  • Zweistündliche Busse zwischen Berga-Kelbra und Leinefelde mit Anschluss vom Expressbus in Berga-Kelbra und Halten in Görsbach, Heringen, Nordhausen, Wolkramshausen, Bleicherode Ost und Sollstedt

  • Zweistündliche Busse zwischen Nordhausen und Leinefelde mit Halt an allen Unterwegsbahnhöfen

Ab 13. März 2026 verkehren die Züge wieder regulär.

Weitere Sperrungen ab Sommer geplant
Ab Ende Juli folgen weitere abschnittsweise Sperrungen ab Halle – zunächst bis Berga-Kelbra, anschließend bis Nordhausen und ab Anfang Oktober bis Leinefelde. Diese Bauphase dauert voraussichtlich bis kurz vor Weihnachten.

Was ist der Hintergrund für die Sperrungen?
Hintergrund der Einschränkungen ist die Regionale Korridorsanierung der rund 170 Kilometer langen Strecke Halle-Eichenberg, die die DB seit Sommer 2024 bis Ende 2028 umsetzt. Bund, die Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die DB investieren rund 625 Millionen Euro.

Geplant sind unter anderem 14 neue Elektronische Stellwerke, die 33 alte Stellwerke ersetzen, die Modernisierung von 44 Bahnübergängen, neue Überholgleise für lange Güterzüge in Sangerhausen und Röblingen am See sowie der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Lutherstadt Eisleben mit neuen Bahnsteigen, einer Personenunterführung und Aufzügen.

Laut Deutscher Bahn ist die Stellwerktechnik auf der Strecke von Halle (Saale) bis Eichenberg veraltet und war zuletzt sehr störanfällig sowie sehr personalaufwendig. Laut Bahn würden nach Sanierung der statt wie bisher rund 200 Fahrdienstleitern auf der gesamten Strecken nur noch 50 benötigt. Entlassungen wird es laut Bahn nicht geben. Viele ältere Mitarbeiter würden in Rente gehen, zudem gebe es einen hohen Fachkräftemangel bei Stellwerkern.

Was passiert konkret im Bahnhof Nordhausen?
Jetzt zwischen Januar und März erfolgen im Bahnhof Nordhausen umfangreiche Tiefbauarbeiten. Laut DB finden folgende Arbeiten statt:
  • Bauarbeiten (Oberbau, Kabeltiefbau, Kabelquerungen, Signalgründungen)

  • Vegetationsarbeiten

  • Kampfmittelsondierungen

Außerdem soll mit dem Bau eines neuen elektronischen Stellwerkes begonnen werden. Die Arbeiten wurden laut Bahn bereits Ende 2025 vergeben. „Mit dem Ziel, dass wir das Stellwerk 2028 in Betrieb nehmen“, sagte Projektleiter Uwe Sieber. Die Arbeiten am Bahnhof Nordhausen sind nur ein Teil der Sanierung. Alle Teilprojekte sind auf der Seite https://halle-eichenberg.deutschebahn.com/zu finden.

Ist von den Sperrungen auch die Strecke nach Erfurt betroffen?
Nein, während der ersten Sperrung vom 16. Januar bis 12. März ist die Bahnstrecke Erfurt-Nordhausen nicht betroffen. Hier fahren die Züge laut Bahn regulär. Erst zum Jahresende 2026 muss auch auf dieser Strecke mit Einschränkungen gerechnet werden.

Weitere Informationen für Fahrgäste
Aktuelle Fahrzeiten sind unter www.abellio.de/verkehr-aktuell, über Aushänge an den Bahnhöfen, die kostenfreie Abellio-Hotline 0800 223 55 46 sowie in der INSA- und DB-Fahrplanauskunft abrufbar.

Susanne Schedwill
Autor: ssc

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Kommentare
Flitzpiepe
13.01.2026, 14:37 Uhr
Wiederum mein Frage dazu
Was passiert in der Zeit der Sperrung mit der RB Strecke von Nordhausen nach Erfurt, wenn die Strecke Nordhausen-Leinefelde gesperrt ist, denn die befährt bis Wolkramshausen dasselbe Gleis?
OK, das hier ist die Abellio Mitteilung und somit geht denen die Strecke Nordhausen - Erfurt nichts an, aber irgendwann möchten die Reisenden auch dazu Antworten, denn der 16.1.26 ist bald.
Anmerkung Redaktion:
Wir haben einen entsprechenden Absatz im Artikel ergänzt.
regenbogen062001
13.01.2026, 16:51 Uhr
VDE Verkehrsprojekt Deutsche Einheit
Vor vielen, vielen Jahren - nach der deutschen Wiedervereinigung - wurde die Strecke zweigleisig ausgebaut und komplett elektrifiziert. Das ganze ohne Schienenersatzverkehr. Im Stundentakt waren Kassel und Halle von Nordhausen aus erreichbar. Ja, es gab auch manchmal Verspätungen, aber an Streckensperrungen kann ich mich nicht erinnern.

Zwischen 1991 und 1997 bin ich fast wöchentlich zwischen Kassel und Nordhausen gependelt. Die Strecke ist zweigleisig. Während das eine Gleis saniert wird, könnte das andere Gleis befahren werden und umgekehrt. In den 90igern hat das auch funktioniert.

Es gab InterRegios, InterConnex - Verbindungen und ICE und IC als Umleitungen, wenn Erfurt gesperrt war. Kurz nach der Deutschen Wiedervereinigung fuhren sogar Nachtzüge durch Nordhausen. So waren auch Basel und Berlin umstiegsfrei von Nordhausen aus erreichbar.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese jetzigen Streckensperrungen sich positiv auf die Entwicklung der Fahrgastzahlen auswirken werden. Schaade!
Wie Bitte
13.01.2026, 17:29 Uhr
Die Züge der Strecke Halle - Nordhausen...
...sind stets völlig überfüllt, die Leute stehen im Gang oder sitzen in den Türen und auf den Treppen.
Wie viele Busse werden als Ersatzverkehr eingeplant?
nohra
14.01.2026, 05:04 Uhr
Bahn ist keine Alternative
Man kann wieder sehen dass es in diesem Land nicht aufwärts geht.
Ich bin der Meinung das so etwas nicht so lange dauern darf, aber es wird noch schlimmer kommen wenn erst die Probleme kommen an die man im Vorfeld obwohl eine teure Planung vorliegt nicht denkt.
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