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Mo, 14:00 Uhr
19.01.2026
Förderung für Gotteshaus

Neues Dach für Woffleber Dorfkirche

Gute Nachrichten für Woffleben: Das Dach der Kirche St. Johannis soll noch in diesem Frühjahr umfassend saniert werden. Für die dringend notwendigen Arbeiten am Kirchenschiff stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz insgesamt 106.684,22 Euro zur Verfügung...

Die evangelische Kirche St. Johannis befindet sich inmitten der Ortschaft Woffleben. (Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz ) Die evangelische Kirche St. Johannis befindet sich inmitten der Ortschaft Woffleben. (Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz )
Die Mittel stammen aus Spenden sowie aus Erträgen der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, wie die Stiftung am Montag mitteilte. „Wir wollen im Frühjahr, Ende April, Anfang Mai mit den Dacharbeiten beginnen“, berichtet Architekt Andreas Tapio Scheid im Gespräch mit nnz-online.

Neue Dachhülle und Ziegel
Geplant sei, die alten Betonziegel vollständig zu entfernen. Die vorhandenen Dachbalken befinden sich in einem guten Zustand und können erhalten bleiben. Erneuert werden die Dachhülle sowie ein Teil der Dachlatten, bevor zum Abschluss neue Ziegel aufgebracht werden. „Welche Ziegel genau zum Einsatz kommen, wird derzeit noch entschieden“, so Scheid. Die Bauarbeiten sollen rund zwei Monate dauern.

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Kosten in Höhe von 144.000 Euro
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf etwa 144.000 Euro. An der Finanzierung beteiligen sich mehrere Partner: Die Klosterkammern Erfurt und Hannover unterstützen das Vorhaben mit jeweils 10.000 Euro, die Kirchengemeinde bringt 7.615 Euro auf und der Kirchenkreis steuert weitere 10.000 Euro bei. Die evangelische Kirche St. Johannis gilt als einzige Querschiffkirche im Südharz.

Die alten Betonziegel werden mit den Arbeiten entfernt. (Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz) Die alten Betonziegel werden mit den Arbeiten entfernt. (Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz)

Vorgängerbau musste weichen
Über dem Eingangsportal erinnern die Initialen Friedrichs des Großen an die Entstehungszeit des Gotteshauses. Auf sein Geheiß wurde die 100 Plätze fassende Dorfkirche im Jahr 1752 errichtet. Dafür ließ der preußische König den rund 650 Jahre alten Vorgängerbau abreißen und die neue Kirche mit Steinen aus der Ruine der nur wenige Kilometer entfernten Zisterzienserabtei Walkenried errichten.

Altar mit Pferdefuhrwerk 100 Kilometer transportiert
Auch der barocke Altar stammt aus einer abgebrochenen Kirche. Anfang der 1930er Jahre wurde er mit Pferdefuhrwerken aus dem rund 100 Kilometer entfernten Runstedt bei Merseburg im heutigen Sachsen-Anhalt nach Woffleben gebracht. Das Dorf gehörte zu den ersten von insgesamt 16 Ortschaften, die dem Braunkohletagebau im Geiseltal zum Opfer fielen.
Susanne Schedwill
Autor: ssc

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