Mi, 18:00 Uhr
28.01.2026
Streiktag Bildung hat Auswirkungen auf Schulen
Viele Hortkräfte streiken
Der bundesweite Streiktag Bildung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat am Donnerstag auch in Nordhausen Auswirkungen. An vielen Grundschulen fällt die Betreuung vor und nach dem Unterricht aus...
Vor allem durch die Beteiligung von Hortnerinnen und Hortnern kann an den Schulen in der Rolandstadt keine Betreuung vor und nach dem Unterricht angeboten werden, lediglich in Petersdorf öffnet der Hort wie gewohnt.
Verbeamtete Lehrkräfte dürfen als Ersatz nicht einspringen. Hinzu kommt, dass derzeit viele Hortkräfte krankheitsbedingt ausgefallen sind. Für zahlreiche Schulen bleibt da heute nur eins: den Hortbetrieb vollständig einstellen.
Die Nordhäuser Bertolt-Brecht-Grundschule informierte Eltern auf ihrer Internetseite, dass am Donnerstag weder Frühhort noch Nachmittagsbetreuung stattfinden können. Wir können ausschließlich die Unterrichtszeiten inklusive Gleitzeit von 7.30 Uhr bis 12.40 Uhr abdecken, heißt es dort.
Auch an der Grundschule Am Förstemannweg in Nordhausen-Ost kann keine Betreuung angeboten werden. Wir haben die Eltern bereits am vergangenen Freitag informiert, sodass sie über das Wochenende Zeit hatten, die Betreuung für Donnerstag zu organisieren, sagte Schulleiterin Christin Braunert. Viele Eltern hätten Verständnis für den Arbeitskampf gezeigt, schildert Braunert.
Einschränkungen gibt es auch an der Albert-Kuntz-Grundschule in Salza sowie an der Käthe-Kollwitz-Grundschule. Nach Angaben deren stellvertretenden Schulleiterin Caroline Biller konnte für fast alle Eltern eine Lösung gefunden werden. Für ganz wenige Kinder sei eine Notbetreuung eingerichtet worden.
Dass eine solche Notbetreuung jedoch keine Pflicht ist, betonte Nordthüringens Schulamtsleiterin Ines Börner. Natürlich ist das für Eltern schwierig, die Betreuung sicherzustellen. Grundsätzlich haben die Beschäftigten aber das Recht zu streiken, sagte sie. Die Rückmeldungen aus den Schulen, welche und wie viele Kolleginnen und Kollegen nicht da waren, erhalten wir erst am Donnerstag, so Börner.
Übersicht über die Schulen in Nordhausen
Die zentrale Streikveranstaltung findet am Donnerstag in Leipzig statt. Von Nordhausen aus starten am Morgen zwei Busse in die sächsische Metropole. Nach Angaben der GEW ist die Beteiligung hoch, sodass kurzfristig ein zusätzlicher Bus organisiert werden musste. Es streiken vor allem Hortner und Lehrer-Quereinsteiger, so die GEW.
In der aktuellen Tarifrunde der Länder fordert die GEW unter anderem eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Zudem sollen Auszubildende und Praktikanten 200 Euro mehr im Monat erhalten. Auch eine Weiterentwicklung der Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte steht auf der Forderungsliste.
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder war am 16. Januar in Potsdam ohne ein konkretes Angebot der Arbeitgeber beendet worden. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den Zeitraum vom 11. bis 13. Februar geplant, ebenfalls in Potsdam.
Susanne Schedwill
Autor: sscVor allem durch die Beteiligung von Hortnerinnen und Hortnern kann an den Schulen in der Rolandstadt keine Betreuung vor und nach dem Unterricht angeboten werden, lediglich in Petersdorf öffnet der Hort wie gewohnt.
Verbeamtete Lehrkräfte dürfen als Ersatz nicht einspringen. Hinzu kommt, dass derzeit viele Hortkräfte krankheitsbedingt ausgefallen sind. Für zahlreiche Schulen bleibt da heute nur eins: den Hortbetrieb vollständig einstellen.
Die Nordhäuser Bertolt-Brecht-Grundschule informierte Eltern auf ihrer Internetseite, dass am Donnerstag weder Frühhort noch Nachmittagsbetreuung stattfinden können. Wir können ausschließlich die Unterrichtszeiten inklusive Gleitzeit von 7.30 Uhr bis 12.40 Uhr abdecken, heißt es dort.
Auch an der Grundschule Am Förstemannweg in Nordhausen-Ost kann keine Betreuung angeboten werden. Wir haben die Eltern bereits am vergangenen Freitag informiert, sodass sie über das Wochenende Zeit hatten, die Betreuung für Donnerstag zu organisieren, sagte Schulleiterin Christin Braunert. Viele Eltern hätten Verständnis für den Arbeitskampf gezeigt, schildert Braunert.
Einschränkungen gibt es auch an der Albert-Kuntz-Grundschule in Salza sowie an der Käthe-Kollwitz-Grundschule. Nach Angaben deren stellvertretenden Schulleiterin Caroline Biller konnte für fast alle Eltern eine Lösung gefunden werden. Für ganz wenige Kinder sei eine Notbetreuung eingerichtet worden.
Dass eine solche Notbetreuung jedoch keine Pflicht ist, betonte Nordthüringens Schulamtsleiterin Ines Börner. Natürlich ist das für Eltern schwierig, die Betreuung sicherzustellen. Grundsätzlich haben die Beschäftigten aber das Recht zu streiken, sagte sie. Die Rückmeldungen aus den Schulen, welche und wie viele Kolleginnen und Kollegen nicht da waren, erhalten wir erst am Donnerstag, so Börner.
Übersicht über die Schulen in Nordhausen
- GS "Albert Kuntz" Salza | keine Hortbetreuung
- GS "Bertolt Brecht" | keine Hortbetreuung, Abholung bis 12:40 Uhr
- GS "Käthe Kollwitz" | keine Hortbetreuung
- GS Niedersalza | "eingeschränkt, von 7:45 -14:00 Uhr"
- GS "Am Förstemannweg" |"nur Abdeckung Unterrichtszeiten, 7:30 - 12:20 Uhr"
- GS Petersdorf | Hortbetreuung kann wie gehabt gewährleistet werden
Die zentrale Streikveranstaltung findet am Donnerstag in Leipzig statt. Von Nordhausen aus starten am Morgen zwei Busse in die sächsische Metropole. Nach Angaben der GEW ist die Beteiligung hoch, sodass kurzfristig ein zusätzlicher Bus organisiert werden musste. Es streiken vor allem Hortner und Lehrer-Quereinsteiger, so die GEW.
In der aktuellen Tarifrunde der Länder fordert die GEW unter anderem eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Zudem sollen Auszubildende und Praktikanten 200 Euro mehr im Monat erhalten. Auch eine Weiterentwicklung der Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte steht auf der Forderungsliste.
Die zweite Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder war am 16. Januar in Potsdam ohne ein konkretes Angebot der Arbeitgeber beendet worden. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den Zeitraum vom 11. bis 13. Februar geplant, ebenfalls in Potsdam.
Susanne Schedwill



