Do, 06:41 Uhr
29.01.2026
Neue Ausstellung
PowerFrauen in der Stadtbibliothek
Die Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange Nordhausen zeigt vom 7. Februar bis zum 28. März 2026 zahlreiche weibliche Portraits des gebürtigen Nordhäusers Marcus Hellwing (*1989). Unter dem Titel PowerFrauen präsentiert der Maler auf den Ausstellungsflächen der Bibliothek Werke der letzten Jahre auf Leinwand und Papier in verschiedenen Medien und Formaten...
Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am 7. Februar, ab 11 Uhr in der Stadtbibliothek Nordhausen. Über sieben Wochen umrahmt die Ausstellung den Internationalen Frauentag am 8. März mit zahlreichen portraitierten Frauen.
Als der Künstler im Jahr 2007 sein Studium in Erfurt begann, kursierte auf dem
Campus das Gerücht, dass die Erfurter Universität als die Uni mit den meisten Frauen Deutschlands prämiert worden sei. Ob es an dem war oder nicht mehr als
bloßes Gerede, hinterfragte niemand. Aber es war offensichtlich, dass die Frauen an der Universität durchaus in beträchtlicher Zahl vertreten waren. Die zahlreichen Begegnungen mit dem schönen Geschlecht inspirierten Marcus Hellwing immer wieder zu neuen Portraits. Und eben diese Personen, Individuen wurden zu einem zentralen Thema seines Werkes.
Dabei war und ist es ihm wichtig, die Portraitierten klar und deutlich auf den Bildträger zu bringen. Genaue, naturgetreue Proportionen, jedoch statt zart verblendeter Rosa-Töne kräftige Farbkontraste in Gelb und Violett, Rot und Grün mit expressionistischen Pinselstrichen. Nachdenkliche Augen, verträumte Blicke, verschmitzte Lächeln.
Ausdrucksstärke und Intensität charakterisieren die Momentaufnahmen. Auch wenn die Farben abstrakt wirken, die Bilder bleiben realistisch. Über 100 Jahre nach den kraftvollen Portraits der Expressionisten reaktiviert Marcus Hellwing die Energie der Farbe in seinen Darstellungen.
Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem, aber auch die Rückbesinnung zu alten Formen spiegeln sich in Hellwings Portraits wider. Verlorene Blicke, Nachdenklichkeit, Freude, alles Themen, die sowohl die dargestellten Frauen als auch die Betrachter der Bilder jederzeit ergreifen. Anhand von Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken veranschaulicht die Ausstellung den enormen Facettenreichtum sowohl des Künstlers als auch der abgebildeten Frauen. Malstil, Kompositionen und Farbwahl erfassen das Wesen der Portraitierten. Nicht nur die den Betrachtenden zugewandte Frontalansicht, sondern ebenso der fast verlorene Blick in die Ferne im (Halb-)Profil stellt erstaunlich eine beinahe existenzielle Dimension aller Menschen dar. Sie wirken geradezu verwirrend vielgestaltig.
Die Werke sind während der regulären Öffnungszeiten in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange zu sehen.
Autor: redEröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am 7. Februar, ab 11 Uhr in der Stadtbibliothek Nordhausen. Über sieben Wochen umrahmt die Ausstellung den Internationalen Frauentag am 8. März mit zahlreichen portraitierten Frauen.
Als der Künstler im Jahr 2007 sein Studium in Erfurt begann, kursierte auf dem
Campus das Gerücht, dass die Erfurter Universität als die Uni mit den meisten Frauen Deutschlands prämiert worden sei. Ob es an dem war oder nicht mehr als
bloßes Gerede, hinterfragte niemand. Aber es war offensichtlich, dass die Frauen an der Universität durchaus in beträchtlicher Zahl vertreten waren. Die zahlreichen Begegnungen mit dem schönen Geschlecht inspirierten Marcus Hellwing immer wieder zu neuen Portraits. Und eben diese Personen, Individuen wurden zu einem zentralen Thema seines Werkes.
Dabei war und ist es ihm wichtig, die Portraitierten klar und deutlich auf den Bildträger zu bringen. Genaue, naturgetreue Proportionen, jedoch statt zart verblendeter Rosa-Töne kräftige Farbkontraste in Gelb und Violett, Rot und Grün mit expressionistischen Pinselstrichen. Nachdenkliche Augen, verträumte Blicke, verschmitzte Lächeln.
Ausdrucksstärke und Intensität charakterisieren die Momentaufnahmen. Auch wenn die Farben abstrakt wirken, die Bilder bleiben realistisch. Über 100 Jahre nach den kraftvollen Portraits der Expressionisten reaktiviert Marcus Hellwing die Energie der Farbe in seinen Darstellungen.
Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem, aber auch die Rückbesinnung zu alten Formen spiegeln sich in Hellwings Portraits wider. Verlorene Blicke, Nachdenklichkeit, Freude, alles Themen, die sowohl die dargestellten Frauen als auch die Betrachter der Bilder jederzeit ergreifen. Anhand von Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken veranschaulicht die Ausstellung den enormen Facettenreichtum sowohl des Künstlers als auch der abgebildeten Frauen. Malstil, Kompositionen und Farbwahl erfassen das Wesen der Portraitierten. Nicht nur die den Betrachtenden zugewandte Frontalansicht, sondern ebenso der fast verlorene Blick in die Ferne im (Halb-)Profil stellt erstaunlich eine beinahe existenzielle Dimension aller Menschen dar. Sie wirken geradezu verwirrend vielgestaltig.
Die Werke sind während der regulären Öffnungszeiten in den Räumlichkeiten der Stadtbibliothek Rudolf Hagelstange zu sehen.



