eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 15:05 Uhr
06.02.2026
Neues aus dem Südharz-Klinikum

Mehr ambulante Operationen

Professor Torben Glatz (Foto: SHK) Professor Torben Glatz (Foto: SHK) Die Zahl der ambulanten Operationen ist im Nordhäuser Südharz Klinikum in den zurückliegenden zwölf Monaten sukzessive gestiegen und wird weiter steigen. Warum das so ist, erklärt Professor Torben Glatz, der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie...

Diese Entwicklung stößt bei vielen Patienten teilweise auf Irritationen, da diese Operationen in der Vergangenheit regelhaft stationär durchgeführt wurden und Sorgen vor möglichen Komplikationen bestehen.

Hintergrund und Treiber dieser Entwicklung sind die Vorgaben der Krankenkassen, die Kliniken bundesweit zu ambulanten Eingriffen drücken. Ein Beispiel: Ein junger Mann, so um die 30 Jahre, kommt mit einem Leistenbruch ins Klinikum. Bislang verweilte der Patient zwei bis drei Tage stationär im Krankenhaus. Aktuell begibt er sich in die Außenstelle des Südharz Klinikums in die Nordhäuser Behringstraße um 9 Uhr zum OP-Termin und kann am Nachmittag die Räumlichkeiten wieder verlassen.

“Wir Mediziner schauen uns dabei wie immer jeden Patienten sehr genau an und entscheiden nach reiflicher Überlegung, welche Art des Aufenthaltes möglich und notwendig ist. Die Leistungen, die wir im ambulanten OP-Bereich erbringen, stehen denen im stationären Umfeld in keinster Weise qualitativ nach. Im Nachgang einer erfolgreichen ambulanter OP sind Mediziner des Klinikums rund um die Uhr für die entlassenen Patienten erreichbar”, ergänzt der Chefarzt.

“Wir können uns dem finanziellen Druck der Kassen nicht entziehen, die eine Verkürzung der Verweildauer zur Folge haben”, sagt Klinik-Geschäftsführer Guido Hage und ergänzt: Wir steuern in unserem Haus nicht primär nach dem finanziellen Erlös, sondern nach dem jeweiligen Bedarf. Wir nehmen deshalb auch schon mal ein temporäres Defizit in Kauf, weil wir wirtschaftlich in der Lage sind, dies kurzfristig wieder auszugleichen.”
Anzeige Refinery (lang)

Für den Chefarzt Prof. Glatz kommt der Trend zu mehr ambulanten Eingriffen zur rechten Zeit. Hintergrund dieser Aussage ist der Fakt, dass sich in seinem Verantwortungsbereich zum Beispiel die Zahl der zu operierenden Patienten mit onkologischen Diagnosen von 2022 zu 2025 de facto verdoppelt hat. “Es spricht sich über Nordthüringen hinaus herum, dass unser Krankenhaus nicht nur über das notwendige Personal und die entsprechende Technik wie die zwei OP-Roboter, sondern auch über geprüfte und anerkannte Zentren verfügt, die in einem Netzwerk für Onkologie zusammengeführt werden. Wir wollen unsere stationären Ressourcen den Patienten zur Verfügung stellen, die sie wirklich brauchen und allen anderen einen möglichst reibungslosen ambulanten Eingriff ermöglichen!”
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
HisMastersVoise
06.02.2026, 18:08 Uhr
Russisch Roulette !
Wie existenziell wichtig die professionelle Nachsorge bei Operationen ist, weiß jeder Mediziner. Vielleicht wäre es an der Zeit ,wieder mehr Geld in die Schwestern und Pfleger zu investieren. Das Bettenhaus ist mehr als groß genug . Denn dann würden sich viele Probleme der Nachsorge und Folgeerkrankungen verhindern lassen. Viele Nordhäuser können ein Klagelied davon singen !!
Wanderwölfin
07.02.2026, 15:08 Uhr
Ambulante OP
Wenn es in unserem Gesundheitswesen so weiter geht, dann steht das "Schwarze Taxi "noch öfters vor der Tür. Die Rentenversicherung freut sich, dass sie sparen kann.
murmeltier
07.02.2026, 18:44 Uhr
Vielleicht haben es die Vorkommentatoren nicht verstanden.
Die Kassen als Geldgeber finanzieren längere Lieferzeiten nicht. Da können noch soviel Pflegekräfte beschäftigt werden. DRG heißt das.
Wanderwölfin
07.02.2026, 19:01 Uhr
Murmeltier
Das hängt aber auch mit den 2 Millionen zusammen,welche zu uns kamen.
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)