Mi, 09:10 Uhr
11.02.2026
AHA fordert besseren Schutz der Gipskarstlandschaft
Gefährdete Kulturlandschaft
Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder fordert erneut und mit Nachdruck einen konsequenten, uneingeschränkten Schutz des Harzes, insbesondere der sensiblen Karstlandschaft im Südharz. Außerdem bildet sich gerade eine Regionalgruppe Nordhausen-Sangerhausen...
Im Südharz sieht der AHA diese gewachsene Natur- und Kulturlandschaft aktuell durch mehrere Vorhaben gefährdet. Dazu gehören unter anderem die Planung von 18 Windkraftanlagen, der geplante Steintagebau Harzer Grauwacke Ballenstedt, zwei Hochwasserrückhaltebecken oberhalb von Straßberg und Meisdorf sowie insbesondere der drohende Gipsabbau in der Karstlandschaft Südharz. Darüber hinaus verweist der Verein auf das bereits realisierte Tourismusprojekt TITAN RT & Gigaswing, das ebenfalls als erheblicher Eingriff bewertet wird.
Wie gravierend sich Eingriffe auswirken können, zeigte nach Darstellung des AHA eine gemeinsame Neujahres-Fahrrad- und Fußwanderung Ende Januar im Landschaftsschutzgebiet Harz und Vorländer. Auf dem Rückweg von Breitungen nach Uftrungen in der Gemeinde Südharz seien massive Waldeingriffe festgestellt worden. Demnach wurden zahlreiche jüngere, entwicklungsfähige Bäume darunter Rotbuchen, Bergahorne, Birken und Europäische Lärchen gefällt. Zudem seien Strauchschichten beschädigt, Waldböden durch Befahrung stark verdichtet und Rückegassen verwüstet worden.
Der AHA warnt vor langfristigen Folgen wie verstärkter Austrocknung, höherer Windanfälligkeit der Bestände sowie nachhaltigen Schäden an Vegetation und Bodenleben. Das Land Sachsen-Anhalt und der Landkreis Mansfeld-Südharz werden aufgefordert, die Verantwortlichen zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen.
Vor diesem Hintergrund begrüßt der Verein den Verkauf von insgesamt 1.012,70 Hektar Waldfläche im Südharz an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe. Zuvor hatte die Ritter von Kempski Privathotels GmbH unter der Geschäftsführung von Clemens Ritter von Kempski 989,70 Hektar mit öffentlichen Mitteln aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundes erworben; weitere 23 Hektar sollen aus Eigen- und Spendenmitteln folgen.
Das betroffene Gebiet liegt innerhalb mehrerer hochrangiger Schutzkulissen, darunter dem FFH-Gebiet Buchenwälder um Stolberg, den Naturschutzgebieten Großer Ronneberg-Bielstein und Pferdekopf, dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz sowie dem Landschaftsschutzgebiet Harz und Vorländer. Aus Sicht des AHA ist damit die Verpflichtung verbunden, die Flächen naturnah zu entwickeln und sie als ungestörten Lebens- und Rückzugsraum für Tiere, Pflanzen und Pilze zu sichern. Ein Rohstoffabbau insbesondere von Gips dürfe dort keinesfalls erfolgen.
Man sehe hier dringenden Handlungsbedarf, um die Karstlandschaft im Südharz dauerhaft zu bewahren, erklärte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Andreas Liste, abschließend. Der Verein kündigt an, die weitere Entwicklung des Waldgebietes im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten kritisch zu begleiten. Dazu soll auch die im Aufbau befindliche Regionalgruppe Nordhausen-Sangerhausen beitragen.
Autor: redIm Südharz sieht der AHA diese gewachsene Natur- und Kulturlandschaft aktuell durch mehrere Vorhaben gefährdet. Dazu gehören unter anderem die Planung von 18 Windkraftanlagen, der geplante Steintagebau Harzer Grauwacke Ballenstedt, zwei Hochwasserrückhaltebecken oberhalb von Straßberg und Meisdorf sowie insbesondere der drohende Gipsabbau in der Karstlandschaft Südharz. Darüber hinaus verweist der Verein auf das bereits realisierte Tourismusprojekt TITAN RT & Gigaswing, das ebenfalls als erheblicher Eingriff bewertet wird.
Wie gravierend sich Eingriffe auswirken können, zeigte nach Darstellung des AHA eine gemeinsame Neujahres-Fahrrad- und Fußwanderung Ende Januar im Landschaftsschutzgebiet Harz und Vorländer. Auf dem Rückweg von Breitungen nach Uftrungen in der Gemeinde Südharz seien massive Waldeingriffe festgestellt worden. Demnach wurden zahlreiche jüngere, entwicklungsfähige Bäume darunter Rotbuchen, Bergahorne, Birken und Europäische Lärchen gefällt. Zudem seien Strauchschichten beschädigt, Waldböden durch Befahrung stark verdichtet und Rückegassen verwüstet worden.
Der AHA warnt vor langfristigen Folgen wie verstärkter Austrocknung, höherer Windanfälligkeit der Bestände sowie nachhaltigen Schäden an Vegetation und Bodenleben. Das Land Sachsen-Anhalt und der Landkreis Mansfeld-Südharz werden aufgefordert, die Verantwortlichen zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen.
Vor diesem Hintergrund begrüßt der Verein den Verkauf von insgesamt 1.012,70 Hektar Waldfläche im Südharz an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe. Zuvor hatte die Ritter von Kempski Privathotels GmbH unter der Geschäftsführung von Clemens Ritter von Kempski 989,70 Hektar mit öffentlichen Mitteln aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundes erworben; weitere 23 Hektar sollen aus Eigen- und Spendenmitteln folgen.
Das betroffene Gebiet liegt innerhalb mehrerer hochrangiger Schutzkulissen, darunter dem FFH-Gebiet Buchenwälder um Stolberg, den Naturschutzgebieten Großer Ronneberg-Bielstein und Pferdekopf, dem Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz sowie dem Landschaftsschutzgebiet Harz und Vorländer. Aus Sicht des AHA ist damit die Verpflichtung verbunden, die Flächen naturnah zu entwickeln und sie als ungestörten Lebens- und Rückzugsraum für Tiere, Pflanzen und Pilze zu sichern. Ein Rohstoffabbau insbesondere von Gips dürfe dort keinesfalls erfolgen.
Man sehe hier dringenden Handlungsbedarf, um die Karstlandschaft im Südharz dauerhaft zu bewahren, erklärte der Vorsitzende des Arbeitskreises, Andreas Liste, abschließend. Der Verein kündigt an, die weitere Entwicklung des Waldgebietes im Rahmen seiner ehrenamtlichen Möglichkeiten kritisch zu begleiten. Dazu soll auch die im Aufbau befindliche Regionalgruppe Nordhausen-Sangerhausen beitragen.



