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So, 06:55 Uhr
15.02.2026
NNZ-Forum: Bauturbo

Vertagung war richtig

Die Vertagung des Bauturbo-Beschlusses im Stadtrat war die richtige Entscheidung. Der OB hat den Verwaltungsantrag zurückgezogen – nach Kritik von CDU und AfD an den zu engen Leitlinien und weil die Kommunen „überrumpelt“ wurden...

Das gibt Zeit, die Sache richtig zu machen. Aber genau hier liegt die Gefahr: Der Turbo darf kein Freibrief für Investoren werden, die nur maximalen Profit im Blick haben. Statt Wohnungen für Nordhäuser Familien und Normalverdiener drohen teure Luxusprojekte, Bodenspekulation und Verdrängung – wie man es bei manchen Vorhaben schon sieht (Stichwort Seelano: jahrelanger Stillstand, aber nicht wegen fehlendem Turbo, sondern fehlender sozialer Priorität).
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Die Überarbeitung der Leitlinien in den Ausschüssen muss jetzt klare Vorgaben bringen: Mindestquoten für geförderten Mietwohnungsbau, Schutz von Grünflächen und Nachbarschaftsrechten sowie echte Bürgerbeteiligung – bevor irgendwelche renditestarken Projekte beschleunigt durchgewunken werden.

Nordhausen braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, nicht mehr Spekulation. Nutzen wir die Vertagung, um den Turbo wirklich im Sinne der Bürger zu zähmen – nicht im Sinne gieriger Investoren!

Ein Nordhäuser Bürger

Anm. der Redaktion: Der Name des Autors ist der Redaktion bekannt.
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Graue Eminenz
15.02.2026, 13:23 Uhr
Klare Regeln müssem her
Es müssn unbedingt ein paar Leitplanken her und das eintscheidende Kriterium muss sein: Mietwohnungsbau. Und die entscheidende Frage muss sein: Ensteht wirklich und auf Dauer neuer Wohnraum oder kassieren uns Investeroren nur ab wie seinerzeit mit der Treuhand? Ansonsten wird der Willkür Tür und Tor geöffmet und einige Wemige bereichern sich. Gut, das die AfD da nicht mitmacht.
Marko Rossmann
15.02.2026, 19:13 Uhr
Vertagung der Bauturbo-Entscheidung war notwendig
Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag lieber unbekannter Nordhäuser Bürger!

Der Bauturbo ist als bis 2030 befristete "Experimentierklausel" gedacht, um dort schneller Wohnraum zu schaffen, wo sinnvolle Innenentwicklung blockiert wird. Er ist aber kein Ersatz für die kommunale Bauleitplanung und schon gar kein Instrument, um bestehende Planungen über Einzelfälle auszuhebeln.

Genau hier lag der zentrale Konflikt im Stadtrat. Insbesondere CDU und AfD stehen für eine möglichst uneingeschränkte Anwendung des Bauturbos und versuchen, ihn auch auf Konstellationen anzuwenden, die mit echter Wohnraumschaffung wenig zu tun haben.

Konkret geht es um Fälle, in denen längst errichtete Ferienhäuser nachträglich zu Wohnhäusern umgenutzt werden sollen – fernab einer grundsätzlichen stadträtlichen Entscheidung und faktisch durch die Hintertür einzelner Ausschussentscheidungen. Das ist keine strategische Wohnraumpolitik, sondern eine Zweckentfremdung des Instruments für Einzelfälle. In den Augen der Lobbyisten von CDU & AfD sowie von Teilen der Stadtverwaltung erscheint dies zwar praktikabel - aber Praktikabilität darf nie vor Bürgerbeteiligung stehen! Deshalb gehören Bauturboentscheidungen in den Stadtrat - nicht in den Ausschuss!

Man muss sich ernsthaft fragen: Sieht so die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum aus? Hilft es wirklich bei der Schließung innerstädtischer Nachfragelücken, etwa im Bereich familiengerechter Vier-Raum-Wohnungen im Bereich um 100 Quadratmeter?

Nordhausen braucht tatsächlich mehr bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum. Aber dafür gibt es klare städtebauliche Leitlinien, etwa im ISEK 2030. Der Fokus muss auf Nachverdichtung, Lückenschließung und sozial verträglichem Neubau liegen – nicht auf punktuellen Nutzungsänderungen, die bestehende Planungen unterlaufen.

Der Bauturbo kann ein sinnvolles Werkzeug sein, wenn er sich an den gesamtstädtischen Entwicklungszielen orientiert. Genau deshalb ist es richtig, die Leitlinien fortzuschreiben und die Fachverwaltung sowie die kommunalen Wohnungsunternehmen einzubeziehen, bevor weitreichende Entscheidungen getroffen werden.

Stadtentwicklung braucht Tempo – aber vor allem Bürgerbeteiligung und klare Regeln für Alle!
Caesar
15.02.2026, 23:43 Uhr
AfD und Seelano?
Wie jetzt? Die AfD will dem Bauturbo, um aus Ferienhäusern jetzt Wohnhäuser zu machen? Das glaube ich nicht. Ich hatte das so verstanden, dass sie dagegen sind. Um was für Ferienhäuser geht es überhaupt, um Seelano? Könnte die Redaktion der nnz das mal aufkläre.
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