Di, 16:32 Uhr
05.05.2026
Bürgergeld-Projekt im Kreis Nordhausen
Arbeitspflicht soll ausgeweitet werden
Im Landkreis Nordhausen soll das nicht ganz unumstrittene Pilotprojekt für arbeitslose Jugendliche ausgeweitet werden. Landrat Matthias Jendricke (SPD) kündigte jetzt an, die bislang auf unter 25-Jährige ausgerichtete Maßnahme ab Mai auch auf ältere Bürgergeld-Bezieher auszuweiten...
Das Projekt war im Herbst 2025 gemeinsam mit dem Jobcenter und dem Horizont-Verein gestartet worden. Ziel ist es, junge Arbeitslose durch verpflichtende Arbeitseinsätze, engmaschige Betreuung sowie konsequente Kontrollen wieder an Ausbildung oder Beschäftigung heranzuführen. Teilnehmer arbeiten dabei unter anderem in den Werkstätten des Horizont-Vereins und unterstützen Kommunen, etwa bei Reparaturen auf Spielplätzen.
Für Aufmerksamkeit sorgt vor allem das konsequente Vorgehen: Weil zu Beginn viele Jugendliche nicht erschienen, wurden sie teils vom Kreiseigenen Vollzugsdienst zu Hause aufgesucht. Bei mangelnder Mitwirkung folgten Sanktionen. In rund 30 Fällen griff das Jobcenter ein, bei einigen wurden Leistungen zeitweise ganz eingestellt.
Nach Angaben Jendrickes zeigt das Projekt erste Wirkungen. Zwar brach mehr als die Hälfte der rund 70 zugewiesenen Teilnehmenden die Maßnahme vorzeitig ab, einzelne fanden jedoch Arbeit oder Praktika. Zudem sei die Zahl junger Leistungsbezieher im Kreis zuletzt deutlich gesunken, entgegen dem landesweiten Trend.
Vor diesem Hintergrund will der Landkreis das Konzept nun ausweiten. Das kündigte Jendricke in einem Gastbeitrag auf der Onlineplattform "Kommunal" an. Künftig sollen also nicht nur junge Arbeitslose, sondern auch ältere Leistungsbezieher stärker in vergleichbare Maßnahmen eingebunden werden. Wie diese konkret aussehen soll, ließ er in dem Gastbeitrag offen. Ziel bleibe es, mehr Menschen aus dem Bürgergeldbezug in Arbeit zu bringen.
Jendricke verteidigte das Vorgehen gegen Kritik und forderte zugleich strengere Regeln: Es dürfe keine Karriere im Sozialsystem geben, Mitwirkung müsse konsequent eingefordert werden.
Autor: sscDas Projekt war im Herbst 2025 gemeinsam mit dem Jobcenter und dem Horizont-Verein gestartet worden. Ziel ist es, junge Arbeitslose durch verpflichtende Arbeitseinsätze, engmaschige Betreuung sowie konsequente Kontrollen wieder an Ausbildung oder Beschäftigung heranzuführen. Teilnehmer arbeiten dabei unter anderem in den Werkstätten des Horizont-Vereins und unterstützen Kommunen, etwa bei Reparaturen auf Spielplätzen.
Für Aufmerksamkeit sorgt vor allem das konsequente Vorgehen: Weil zu Beginn viele Jugendliche nicht erschienen, wurden sie teils vom Kreiseigenen Vollzugsdienst zu Hause aufgesucht. Bei mangelnder Mitwirkung folgten Sanktionen. In rund 30 Fällen griff das Jobcenter ein, bei einigen wurden Leistungen zeitweise ganz eingestellt.
Nach Angaben Jendrickes zeigt das Projekt erste Wirkungen. Zwar brach mehr als die Hälfte der rund 70 zugewiesenen Teilnehmenden die Maßnahme vorzeitig ab, einzelne fanden jedoch Arbeit oder Praktika. Zudem sei die Zahl junger Leistungsbezieher im Kreis zuletzt deutlich gesunken, entgegen dem landesweiten Trend.
Vor diesem Hintergrund will der Landkreis das Konzept nun ausweiten. Das kündigte Jendricke in einem Gastbeitrag auf der Onlineplattform "Kommunal" an. Künftig sollen also nicht nur junge Arbeitslose, sondern auch ältere Leistungsbezieher stärker in vergleichbare Maßnahmen eingebunden werden. Wie diese konkret aussehen soll, ließ er in dem Gastbeitrag offen. Ziel bleibe es, mehr Menschen aus dem Bürgergeldbezug in Arbeit zu bringen.
Jendricke verteidigte das Vorgehen gegen Kritik und forderte zugleich strengere Regeln: Es dürfe keine Karriere im Sozialsystem geben, Mitwirkung müsse konsequent eingefordert werden.
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