Im April 2026 musste ein durchschnittlicher Arbeitnehmer für einen Liter Kraftstoff etwa 5 Minuten arbeiten. Dies zeigt eine Berechnung des ifo Instituts mit Blick auf die Entwicklung der Löhne und Spritpreise...
Arbeitszeit pro Liter Benzin. (Foto: Ifo-Institut)Die gestiegenen Spritpreise belasten die Arbeitnehmer in Deutschland nach Ansicht der Experten nicht mehr als in vergangenen Jahren. Die Schließung der Straße von Hormus erhöhte zwar die Preise, die Belastung für den durchschnittlichen Arbeitnehmer in Deutschland fällt im historischen Vergleich aber dennoch nicht ungewöhnlich hoch aus, sagt Marcel Thum, Leiter der ifo Niederlassung Dresden.
Anzeige symplr (mr_1)
Grund dafür ist, dass die stetig gestiegenen Löhne der letzten Jahrzehnte den starken Anstieg der Spritpreise abdämpfen. In den letzten 35 Jahren musste man zwischen 3 und 6 Minuten für einen Liter Kraftstoff arbeiten. Der Arbeitsaufwand für einen Liter Benzin liegt trotz gestiegener Preise aktuell noch immer in diesem Bereich. Für einen Liter Diesel liegt die benötigte Arbeitszeit zwar eher am oberen Ende, aber keineswegs in neuen Dimensionen. Selbst bei Spritpreisen von 240 Cent pro Liter Super oder 250 Cent pro Liter Diesel liegt die benötigte Arbeitszeit meist unter den Werten der Jahre 2006 bis 2013, sagt Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der ifo Niederlassung Dresden.
Die Autoren betonen, dass die Belastung für einzelne Haushalte unterschiedlich stark ausfallen kann. Natürlich stellen die hohen Spritpreise vor allem für Haushalte mit niedrigem Einkommen, die auf das Auto angewiesen sind, eine stärkere Belastung dar. Pauschale Entlastungen wie Tankrabatte kommen aber in gleichem Maße Haushalten mit mittlerem und hohem Verbrauch zugute. Gleichzeitig fallen Steuerausfälle an, die die Allgemeinheit tragen muss, sagt Thum. Mobilitäts- und Steuerdaten zeigen, dass ein höherer Kraftstoffverbrauch mit einem höheren Einkommen einhergeht. Für hohe Verbrauchsmengen (100 Liter im Monat) ergeben sich Mehrkosten von etwa 40 bis 60 Euro pro Monat durch die jüngsten Preissteigerungen.
Grundlage der Berechnung ist die Entwicklung der Spritpreise gemessen an den Nettolöhnen und dem Arbeitsvolumen aller Arbeitnehmer nach der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zwischen den Jahren 1991 und 2025. Für das Jahr 2026 wurde ein Lohnanstieg von 2 Prozent unterstellt, da noch keine offiziellen Daten vorliegen.
Ist arbeiten für Leute im Niedriglohn Sektor noch sinnvoll? Vor allem Pendler trifft es stark,es sind nicht nur die Spritpreise auch Abnutzung von Verschleißteile am Fahrzeug sind auch teurer geworden durch höhere Spritpreise.
Geht man heute arbeiten zum Leben oder zum Überleben? Wenn man nur arbeitet zum Überleben braucht man nicht arbeiten, dann braucht man sich nicht zu wundern wenn viele nicht mehr arbeiten wollen.
Und was für Tankrabatt? Verdummung der Bevölkerung?
Allerdings wurden bei den Berechnungen Durchschnittslöhne heran gezogen.
Wie ich früher schon anmerkte, sind die Spreizungen im Nominallohnbereich in den letzten Jahrzehnten immens. 4000€ plus 10% gegenüber 2000€ plus 10%....und das über Jahre.
Die Geringverdiener leiden immer unter der Berechnung mit Durchschnittslöhnen.
Natürlich gibt es keine 10% Zuwachs. Aber ein Kollege hat nach 30 Jahren bei uns ein Netto von 1910€ !!!! DAS sollte man als Berechnung heranziehen !!!!
Denn Gutverdiener konnten immer noch solche Entwicklungen besser abfedern.