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Do, 11:59 Uhr
07.05.2026
Linke veröffentlicht zweite Podcast-Folge zum Geschehen im Stadtrat

404 - die Zweite

Die Fraktion der Linken im Stadtrat Nordhausen hat die zweite Folge ihres Podcasts „404“ veröffentlicht. Unter dem Titel „Was war los im Stadtrat?“ sprechen Martina Degenhart, Alexander Scharff und Hannelore Haase über die vergangene Stadtratssitzung, zentrale politische Debatten in Nordhausen und Themen, die auch im Hintergrund weiterwirken…

Die Fraktion sieht ihr Podcast-Projekt als Angebot zur Transparenz, eine erste Folge hatte man im Februar veröffentlicht, die nnz berichtete. Die persönlichen Rückmeldungen zum ersten Gehversuch in Sachen Podcast seien erfreulich und überraschend positiv ausgefallen, sagt Alexander Scharff, inzwischen habe man auch noch verbleibende technische Hürden nehmen können, der Podcast sei nun auf allen gängigen Plattformen abrufbar.

v.l.: Martina Degenhardt und Alexander Scharff bei der Aufnahme zu ihrem Stadtrats-Podcast (Foto: Linke Kreisverband Nordhausen) v.l.: Martina Degenhardt und Alexander Scharff bei der Aufnahme zu ihrem Stadtrats-Podcast (Foto: Linke Kreisverband Nordhausen)

Nach der Stadtratssitzung vom 22. April wurde nun die zweite Folge „404“ veröffentlicht. Die Partei meldet dazu folgendes:

In gut einer Stunde werden unter anderem die Debatten rund um Seelano, den sogenannten „Bauturbo“, die HERFAG und das Zentrenkonzept besprochen. Außerdem stellt die Fraktion ihr neues Mitglied Hannelore Haase vor. Ein weiteres Thema ist die Frage, warum Parteien mit Infoständen vor Schulen nichts zu suchen haben. Anlass ist unter anderem ein Infostand der AfD vor einer Nordhäuser Schule vor zwei Wochen.

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Einen Schwerpunkt der aktuellen Folge bildet die Entwicklung der Unterstadt. Die Fraktion DIE LINKE hatte hierzu einen Antrag eingebracht, der im Stadtrat eine einstimmige Mehrheit gefunden hat. Ziel ist es, im zweiten Halbjahr 2027 mit Quartierskonferenzen zu beginnen und daraus konkrete Schritte für die weitere Entwicklung abzuleiten.

Alexander Scharff erklärt dazu: „Die Unterstadt ist ein Quartier mit Geschichte, Substanz und Potenzial. Sie ist geprägt von wertvollen Gründerzeitbauten, von sozialer Infrastruktur, Gewerbe, Einzelhandel und Vereinsleben. Zugleich sehen wir ein zunehmend schwieriges Image, Investitionshemmnisse und die Gefahr, dass ein zentraler Bereich unserer Stadt unter seinen Möglichkeiten bleibt. Genau deshalb wollen wir nicht nur beschreiben, was nicht funktioniert, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort Perspektiven entwickeln.“

Im Podcast geht es dabei auch um die Frage, was Städtebau und Stadtentwicklung in einer Stadt wie Nordhausen leisten müssen. DIE LINKE nimmt in diesem Zusammenhang ausdrücklich auch die Bevölkerungsentwicklung in den Blick. Sinkende Einwohnerzahlen, eine älter werdende Bevölkerung und veränderte Einkommensstrukturen dürfen aus Sicht der Fraktion nicht nur verwaltet werden. Sie müssen Anlass sein, Stadtentwicklung strategischer, sozialer und vorausschauender zu denken.

Martina Degenhart erklärt: „Wenn wir über die Unterstadt sprechen, sprechen wir auch über die Zukunft Nordhausens. Stadtentwicklung muss dazu beitragen, Menschen in der Stadt zu halten, Rückkehr zu erleichtern und neue Wohnangebote zu schaffen. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, barrierearme und barrierefreie Wohnungen, eine gute soziale Infrastruktur und Quartiere, in denen unterschiedliche Menschen wieder stärker zusammenkommen. Städtebau ist kein Selbstzweck. Er muss helfen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und Nordhausen attraktiver zu machen.“

„Politik muss verständlich erklären, was im Stadtrat passiert und warum Entscheidungen wichtig sind. Genau dafür ist unser Podcast da.“, ergänzt Hannelore Haase, „Wir wollen Einblicke geben, Hintergründe erklären und zeigen, dass Kommunalpolitik ganz konkret mit dem Alltag der Menschen zu tun hat.“

Die zweite Folge von „404“ ist ab sofort online und überall abrufbar, wo es Podcasts gibt.

Warum „404“?
Der Titel des Podcasts ist bewusst gewählt: 404 steht im Internet für eine Fehlermeldung, für Inhalte oder Hintergründe, die nicht gefunden werden. Für die Linksfraktion ist „404“ deshalb ein Synonym für das, was in der kommunalpolitischen Debatte oft fehlt: nachvollziehbare Erklärungen, Einordnung und Zugang zu den Hintergründen von Entscheidungen.

Mit dem Podcast will DIE LINKE insbesondere Menschen erreichen, die nicht ohne Weiteres an Stadtratssitzungen teilnehmen können. Dazu gehören Menschen mit Schichtarbeit, Menschen mit Care-Arbeit, Alleinerziehende, wenig mobile Menschen oder Bürgerinnen und Bürger, die kommunalpolitische Debatten zeitlich nicht live verfolgen können. „404“ soll ihnen die Möglichkeit geben, tiefer in die Inhalte des Stadtrates einzutauchen und politische Entscheidungen besser nachvollziehen zu können.

Zuvor war DIE LINKE mit mehreren Vorstößen für mehr Transparenz im Stadtrat gescheitert. Dazu zählten Anträge zur Übertragung der Stadtratssitzungen per Livestream, wie es beispielsweise im Kreistag bereits möglich ist, sowie Sozialraumkonferenzen mit Beteiligungsmöglichkeiten zu Einsparungen und Kürzungsplänen im Rahmen der Haushaltsberatung. Auch die von der Linksfraktion vorgesehene Veröffentlichung der ohnehin aufzuzeichnenden Audioprotokolle von Stadtratssitzungen auf der Internetseite der Stadt scheiterte an kommunalrechtlichen Vorgaben.

Die Fraktion wollte sich damit jedoch nicht abfinden. Deshalb wendet sie nunmehr nahezu ihre gesamten finanziellen Mittel für die technische und inhaltliche Ausgestaltung dieses Formats auf.

„Wenn Transparenz im Stadtrat an Grenzen stößt, schaffen wir selbst einen Zugang. Unser Podcast ist der Versuch, kommunalpolitische Inhalte verständlich, niedrigschwellig und dauerhaft abrufbar zu machen“, erklärt die Fraktion.
Autor: red

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