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Sa, 13:30 Uhr
09.05.2026
ThüringenForst

Der Borkenkäfer hat wieder Saison

Mit solchen Borkenkäferfallen kontrollieren Forstexperten, hier Mathias Stürtz (re.) und Dr. Horst Sproßmann, den Schwarmflug des Käfers. Ort, Zeitpunkt, Richtung und Intensität können so festgestellt werden (Foto: ThüringenForst) Mit solchen Borkenkäferfallen kontrollieren Forstexperten, hier Mathias Stürtz (re.) und Dr. Horst Sproßmann, den Schwarmflug des Käfers. Ort, Zeitpunkt, Richtung und Intensität können so festgestellt werden (Foto: ThüringenForst)
Der Fichtenborkenkäfer ist auch in Thüringens Wäldern in die Saison gestartet. Bei Tagestemperaturen über 20 Grad hat der Käfer seine Winterquartiere im Boden oder unter der Rinde verlassen und fliegt stehende und liegende Fichtenstämme an...

Bei erfolgreichem Einbohren in die Rinde verrichtet er dort sein Brutgeschäft, bohrt sich wieder aus und befällt weitere Fichten. Es ist zu befürchten, dass die seit März anhaltende Trockenheit viele der flachwurzelnden Fichten in ihrer natürlichen Abwehrkraft geschwächt hat.

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Waldbesitzende sind aufgerufen, am stehenden und liegenden Fichtenholz intensiv auf Bohrmehlsuche zu gehen. Insbesondere Fichtenbestände mit letztjährigem Befall oder an sonnenexponierten Süd- und Südwesthängen sind gefährdet. Wird Befall festgestellt, muss umgehend gehandelt werden: Sofortige Fällung, Aufarbeitung und der Abtransport des Holzes sind notwendig. Die konsequente Bekämpfung der ersten Borkenkäferwelle ist entscheidend wichtig, senkt sie doch die Population nachfolgender Generationen. Bei warmem Witterungsverlauf können Fichtenborkenkäfer in der Saison bis zu drei Generationen und damit etwa 160.000 Nachkommen produzieren.

Die 2018 einsetzende klimawandelbedingte Borkenkäferplage hatte 2023 in Thüringen ihren Höhepunkt erreicht. 2024 und 2025 sind die Schadholzmengen deutlich, auch auf Grund der eingeleiteten Forstschutzmaßnahmen, zurückgegangen. Die Waldexperten der ThüringenForst-AöR warnen allerdings vor lokal hohen Käferpopulationen, die wieder stärkeren Befall auslösen könnten.
Autor: red

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