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Mi, 13:06 Uhr
20.05.2026
Einzelhandels- und Zentrenkonzept in Nordhausen

Grüne: Kein vorschnelles Handeln

Die Gruppe Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Nordhausen spricht sich gegen vorschnelle Änderungen oder Prüfaufträge zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept (EZK) während laufender Gerichtsverfahren aus...

Hintergrund sind mehrere Verfahren mit Streitwerten in Höhe von insgesamt rund einer Million Euro. Aus Sicht der Grünen besteht die Gefahr, dass bereits die öffentliche Diskussion über mögliche Änderungen am EZK die rechtliche Position der Stadt Nordhausen schwächen könnte. „Die aktuelle Situation rund um Herfag und die Südharz Galerie muss ernst genommen werden. Gleichzeitig dürfen wir nicht unter Zeitdruck zentrale Instrumente der Stadtentwicklung infrage stellen“, erklärt Wilma Busch in einer Presseinformation.
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Kritisch sehen die Grünen insbesondere die Forderungen der AfD nach einer kurzfristigen Überarbeitung der Sortimentsliste und der Zentrenrelevanz einzelner Sortimente. Änderungen am EZK hätten nicht nur Auswirkungen auf einen einzelnen Händler, sondern auf die gesamte zukünftige Einzelhandelsentwicklung in Nordhausen.

Mit ihrem Antrag schlagen die Grünen stattdessen einen öffentlichen Dialogprozess unter Beteiligung der Stadtverwaltung, des Rechtsamtes, der Südharz Galerie, Gewerbetreibender, Eigentümerinnen und Eigentümer, Anwohnerinnen und Anwohner sowie interessierter Bürgerinnen und Bürger vor.

„Aufgabe von Stadtrat und Stadtverwaltung ist es nicht, Lösungen für einzelne festzulegen, sondern faire und rechtssichere Rahmenbedingungen für die gesamte Innenstadt und alle Akteure zu schaffen“, so Pascal Leibbrandt abschließend.

Der Antrag ist auch Ergebnis des ersten Runden Tisches zum EZK, den die Grünen vergangene Woche abgehalten haben. Acht Gewerbetreibende hatten sich an diesem beteiligt. Leibbrandt ist mit der Resonanz und damit, dass ein so großes Interesse an der sehr spezifischen Thematik bestehe, zufrieden.
Autor: red

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Kommentare
Waldemar Ceckorr
20.05.2026, 15:23 Uhr
bei der vorgeschlagenen dialogrunde,
würde mich besonders interessieren welcher zeitraum dafür angedacht ist .
2 - 3 jahre ?
das wäre dann schon highspeed :o)

der waldi
Pascal.Leibbrandt
20.05.2026, 18:37 Uhr
Zeitschiene
Wir werden schon im nächsten Ausschuss im Juni zu dem Thema sprechen. Außerdem ist eine Besprechung mit den Beteiligten Akteuren im Juni geplant.

Eine breiter angelegte öffentliche Beteiligung muss unserer Meinung nach im Sommer erfolgen.
Querdenker
21.05.2026, 07:18 Uhr
Schnelles Handeln !
Verstehe die Intension nicht, warum versteift man sich vehement auf alte Konzepte ?

Warum geht man einfach nicht mit offenen Augen durch Stadt ? Welches Konzept gibt es denn ? In den Augen der Grünen anscheinend ,jeglicher Schwund des Mittelstandes ?

Was gibt es denn noch in der Galerie , außer dem Café in der Mitte ?, Die Galerie besteht nur noch aus Fensterscheiben mit bunten Bildern! Was gibt es für einen Einzelhandelhandel in der Rautenstraße ? Die Rautenstraße besteht nur noch aus Dienstleistern (EVN) und Krankenkassen... und Marktpassage ? Ein überschaubares Angebot, welches aber nicht zum Verweilen einlädt...

Was macht es für mich attraktiv in der Innenstadt einzukaufen? Nichts !

das Einzelhandelskonzept der Stadt ,das Angebot der Märkte , sowie die Parkmöglichkeiten zwingen einen ja dazu seine Einkäufe online zu erledigen...

Die Stadt wird zunehmen unattraktiver und so lange man an alten Strukturen festhält, wird es immer mehr bunte Bildchen auf Scheiben ohne Inhalt dahinter geben...

Die Chimere , die niemand verstehen will, ohne Einkauf, ohne Industrie,ohne Wettbewerb , keine Einnahmen / keine Steuern. Keine Attraktivität der Stadt , Wegzug von Bürgern, d.h. noch weniger Einnahmen.

Fixkosten wie Miete, Perso-Kosten bleiben (bzw. steigen dank Mind.Lohn) , Energie wird zunehmend teurer ( dank Politik der Grünen) , ergo Umlage auf Produkte um Kosten zu decken. Meistens gelingt es halt nicht.

Weils sich halt nicht jeder leisten kann. Deshalb wird der Onlinehandel immer mehr bevorzugt ... Aber diese Realitäten erkennt man eben nicht ,wenn man sein Geld nicht erwirtschaften muss
Pascal.Leibbrandt
21.05.2026, 07:39 Uhr
Unattraktiv?
Die Stadt ist unattraktiv?

Viele Grüße von den vielen kleinen und großen Händlern, die sich viel Mühe geben. Die sich immer was neues einfallen lassen. Danke, dass sie deren wertvolle Arbeit so wertschätzen.

Das EZK schützt vor allem kleine Läden gegen die großen Ketten. Ist das nicht schützenswert?

Haben Sie mal mit betroffenen gesprochen? Wie schon. Und deshalb dieser Antrag.
Querdenker
21.05.2026, 09:05 Uhr
Beispiel Herr Doktor?
Nennen Sie mir bitte Beispiele für flurierenden Einzelhandel in der Rautenstraße ? Der mich bewegt , von der Galerie auf dem Weg zur Marktpassage zu Fuß zu verweilen ?

ich helfe Ihnen gern , eine Modeboutique- nicht mein Geschmack - ein Schokoladengeschäft ( wenn es noch existiert ) , weitere Bitte ...

was gibt es in der Bahnhofstraße ? Auch da helfe ich gern, Hörgeräte , Brillen, und m.E. Super leckeres Eis, aber letzteres ist der einzige Grund der mich dorthin zieht ...

Weitere Beispiele bitte, ohne Floskeln, die mich dazu bringen an einem freien Samstag
Nachmittag in der Innenstadt "shoppen" zu gehn ...
Pascal.Leibbrandt
21.05.2026, 10:13 Uhr
Alles schlecht?
Sie zeichnen hier ein Bild unserer Innenstadt, was ich bei weitem nicht teile. Alles ist nur schlecht?

Wenn Ihnen die Angebote nicht in den Kram passen, ist das nicht das Problem der Angebote, sondern vielleicht ihrer Perspektive. Niemand sagt, dass es den Läden allen super geht, aber die vielen engagierten Händlerinnen und Händler, mit denen wir gesprochen haben, tun wirklich ihr Bestes. Das Angebot richtet sich immer nach der Nachfrage. Ich gehe gerne in der Bahnhofstraße Blumen kaufen oder Spielwaren oder Eis. Auch in der Südharz Galerie gibt es gute Sportartikel, Herrenmode, Lebensmittel und so weiter. Sie können die Stadt gerne schlecht reden oder einfach mal den lokalen Einzelhandel unterstützen.

Vielleicht noch mal zurück zum Thema: meinen Sie wirklich, dass es für die Innenstadt hilfreich ist, wenn die Südharz Galerie durch den Weggang von Herfag noch weiter an Attraktivität verliert?
Querdenker
21.05.2026, 11:10 Uhr
Es geht nicht um Schlecht reden !
Wer redet denn den Handel und die einzelnen Unternehmer schlecht ?

Aber Fakt ist, dass sich die Unternehmen , Einzelhändler und der der Bürger selbst, die steigenden Mieten , Energiekosten und Personalkosten schlicht weg nicht leisten können?!

Warum gehen die Geschäfte aus der Galerie ? Warum ist der Leerstand so hoch ?

Bestimmt nicht weil Mieten so günstig sind, als Unternehmen muss man Kosten decken.
Wenn die Mieten nicht passen , muss man den Standort ändern ! Konzepte aufbrechen , neu ausrichten...

Attraktiv und der größte Passus einer Firma ist , die Lage, die Lage und nochmal die Lage in Verbund mit den Kosten , der Laden kann schön sein wie er will, wenn ich Ihn mir nicht leisten kann...

Das habe ich aber bereits erwähnt, dass hat mit Schlecht reden gar nichts zu , aber Grüne Ideologie bringt eben kein essen auf den Tisch !
Schniedel Castro
21.05.2026, 14:46 Uhr
Gesetzt den Fall, ich wäre Einzelhändler,
und würde, weil ich mir den aktuellen Laden wegen der Betriebskosten nicht mehr leisten kann, mir etwas Anderes suchen.
Dann kommt die Stadtverwaltung mit ihrem Zentrumskonzept und sagt dein gewählter Standort passt uns nicht ins Konzept, dann muss ich mir halt was Anderes suchen, mit dem Ergebnis das mein Laden für die Stadt komplett verloren ist, und sich nicht nur an anderer Stelle befindet.
Falls das die Intention der Stadtverwaltung ist, nur weiter so.
Ihr schafft das.

euer Schniedel Castro
Kobold2
21.05.2026, 18:03 Uhr
Ist mir noch gar nicht
aufgefallen, dass grüne Ideologie den Einzelhandel bestimmt. Ladenmieten richten sich n.m.K. immer noch nach dem Immobilienmarkt. Aber hier scheint man bei Quer aufgehört zuhaben und spielt die lässt sich hon ausgelieferten Platte von ( widerlegten)Energiepreisen, den Grünen, den fehlenden Parkplätze , und hohen Personalkosten auf Grund des Mindestlohns. Gleichzeitig jammert man , dass man sich das ja als Kunde nicht mehr leisten kann. Ja mit weniger als Mindestlohn erst recht nicht!
Man sollte den Händlern auch mal eine Chance geben, denn in so einer Strukturschwachen Region, kann man nicht immer so ein umfangreiches Angebot vorhalten.
Nur mal als Beispiel.... wir waren 3 mal bei unserem örtlichen Fahrradhändler, bis wir ein passendes Bike gefunden haben. Natürlich nicht mit dem Auto. Zum Brückentag stand ein lange geplanter Besuche in der Landeshauptstadt an. Das hätten wir auch dort sicher an dem einen Tag noch erfolgreich mit untergebracht. Aber damit wäre dem Händler in unserer Stadt nicht geholfen. Für die meisten Einkäufe in der Innenstadt benötigen wir sicher Vieles, aber Auto und Parkplätze stehen da ganz unten auf der Liste. Es ist mehr die Bequemlichkeit und fehlende Weitsicht der Kunden, die dem Einzelhandel schadet, als die leeren Phrasen mit denen man die Ursache gern bei den anderen sieht. Ohne Kunden funktioniert nun mal kein Geschäft. Man wird nicht gezwungen im Netz zu bestellen, das jedem freigestellt und am Ende seine Entscheidung.
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