Fr, 09:18 Uhr
29.05.2026
Dank Zigarettenverzicht halbe Million Euro ansparen
ETF statt Kippe
Zigaretten schaden nicht nur der Gesundheit, sondern werden auch immer teurer. Durchschnittliche Preissteigerungen eingerechnet, geben Raucher mit einem Konsum von einer Schachtel pro Tag in den nächsten 30 Jahren rund 186.000 Euro für Zigaretten aus. Würden sie dieses Geld stattdessen in einen ETF-Sparplan investieren, könnten sie...
Kippen (Symbolbild) (Foto: Nabil Maaizi from Pixabay)
auf diese Weise im selben Zeitraum mehr als eine halbe Million Euro Depotvermögen ansparen. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox zum Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai.
100.000 Euro Zigarettenkosten in 20 Jahren
Ein Päckchen mit 20 Zigaretten der meistkonsumierten Marke in Deutschland kostet aktuell 9,40 Euro. Für Raucher mit einem Konsum von einer Schachtel pro Tag ergeben sich dadurch Tabakkosten von gut 3.400 Euro im Jahr.
Nach 10 Jahren summieren sich die Gesamtkosten bereits auf gut 40.800 Euro, nach 20 auf über 100.000 Euro und nach 30 Jahren auf 186.000 Euro. Für diese Hochrechnung hat Verivox unterstellt, dass die Zigaretten jedes Jahr um 3,8 Prozent teurer werden. Das entspricht der durchschnittlichen Preissteigerung in den letzten 20 Jahren.
Dank Rauchstopp eine halbe Million Euro Vermögen ansparen
Wer den Tabakkonsum hinter sich lässt, kann das eingesparte Geld nutzen, um damit ein stattliches Vermögen aufzubauen, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.
Raucher mit einem Konsum von 20 Zigaretten pro Tag sparen beim aktuellen Preis rund 286 Euro im Monat, wenn sie ihre Nikotinsucht besiegen und künftig rauchfrei leben. Wer dieses Geld nicht einfach ausgibt, sondern klug investiert, kann in 30 Jahren ein Depotvermögen von rund 549.000 Euro erwirtschaften.
In der Modellrechnung von Verivox wird das eingesparte Geld in einen ETF auf den Welt-Aktienindex MSCI World investiert. Gerechnet wurde mit einer Rendite von jährlich 7,5 Prozent. Das entspricht der historischen Durchschnittsrendite des MSCI World abzüglich 0,2 Prozent jährliche Kosten, die an den ETF-Anbieter gehen. Entsprechend der durchschnittlichen Preissteigerung für Zigaretten steigen auch die monatlichen Sparbeträge jedes Jahr um 3,8 Prozent.
Die Macht des Zinseszins-Effekts
Für einen möglichst effektiven Vermögensaufbau sind thesaurierende ETFs die beste Wahl, empfiehlt Oliver Maier. Bei diesen Indexfonds werden Dividenden nicht ausgeschüttet, sondern gleich wieder in neue ETF-Anteile investiert. So entfaltet der Zinseszins-Effekt seine volle Wirkung. Er ist für Anleger der mächtigste Verbündete beim Vermögensaufbau.
Grafik (Foto: Verivox)
Je länger der Sparplan läuft, desto größer sind die Auswirkungen: Schon nach 10 Jahren hat der Ex-Raucher ETF-Anteile im Wert von rund 58.800 Euro im Depot – 69 Prozent dieser Summe hat er selbst investiert, der Rest entfällt auf die Rendite. Nach 30 Jahren hat sich das Verhältnis umgekehrt: Jetzt entfällt nur noch rund ein Drittel (34 Prozent) des Depotwerts von insgesamt 549.000 Euro auf eigene Einzahlungen und gut 363.000 Euro auf den Wertzuwachs durch Rendite und Zinseszins-Effekt.
Allerdings können Anleger nach einem Verkauf der Anteile nicht das gesamte Depotvermögen für sich vereinnahmen. Ihre Kursgewinne müssen sie versteuern. Doch auch nach Abzug von 26,375 Prozent für Abgeltungssteuer plus Soli blieben dem Ex-Raucher in der Modellrechnung bei einem Verkauf sämtlicher Anteile nach 30 Jahren noch gut 482.000 Euro.
ETF-Renditen sind nicht garantiert
Was Anleger beachten sollten: Die Modellrechnung zeigt auf Basis historischer Kursdaten, welche Wertzuwächse durch die Macht des Zinseszins-Effekts an der Börse realistisch möglich sind. Aber in der Praxis vermehrt sich das Kapital an den Aktienmärkten nicht fortlaufend und linear mit konstanten Jahresrenditen. Börsenkurse unterliegen Schwankungen und können mitunter auch empfindlich einbrechen. Deshalb ist ein langer Atem bei der Geldanlage ganz entscheidend. Dann können Anleger vorübergehende Kursrücksetzer einfach aussitzen.
Beim ETF-Sparen sind Ausdauer und Regelmäßigkeit Trumpf, sagt Oliver Maier. Besonders unklug wäre es, ausgerechnet in Krisenzeiten mit dem Sparen auszusetzen. Denn nach einem Crash sind Wertpapiere billig. Somit erwerben Anleger mit der gleichen Sparrate mehr ETF-Anteile. Das macht sich bezahlt, sobald die Kurse wieder nach oben gehen.
Die Erfahrung zeigt: Selbst nach schwersten Einbrüchen haben sich die Kurse immer wieder erholt. Wer 16 Jahre oder länger mit einem Sparplan regelmäßig in den Weltaktienindex MSCI World investiert hat, hat noch nie Minus gemacht.
Methodik
Die Berechnung der Zigarettenkosten basiert auf Angaben des Deutschen Zigarettenverbands zur Preisentwicklung in den letzten 20 Jahren.
Nach Berechnungen von Christian W. Röhl, Chef-Ökonom bei Scalable Capital, liegt die historische Durchschnittsrendite des MSCI World bei 7,7 Prozent. Für die Sparplan-Berechnung wurden davon ETF-Kosten in Höhe von 0,2 Prozent abgezogen. So hoch ist die Kostenquote beim weltweit größten thesaurierenden ETF auf den MSCI World.
Autor: psg
Kippen (Symbolbild) (Foto: Nabil Maaizi from Pixabay)
auf diese Weise im selben Zeitraum mehr als eine halbe Million Euro Depotvermögen ansparen. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox zum Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai.
100.000 Euro Zigarettenkosten in 20 Jahren
Ein Päckchen mit 20 Zigaretten der meistkonsumierten Marke in Deutschland kostet aktuell 9,40 Euro. Für Raucher mit einem Konsum von einer Schachtel pro Tag ergeben sich dadurch Tabakkosten von gut 3.400 Euro im Jahr.
Nach 10 Jahren summieren sich die Gesamtkosten bereits auf gut 40.800 Euro, nach 20 auf über 100.000 Euro und nach 30 Jahren auf 186.000 Euro. Für diese Hochrechnung hat Verivox unterstellt, dass die Zigaretten jedes Jahr um 3,8 Prozent teurer werden. Das entspricht der durchschnittlichen Preissteigerung in den letzten 20 Jahren.
Dank Rauchstopp eine halbe Million Euro Vermögen ansparen
Wer den Tabakkonsum hinter sich lässt, kann das eingesparte Geld nutzen, um damit ein stattliches Vermögen aufzubauen, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.
Raucher mit einem Konsum von 20 Zigaretten pro Tag sparen beim aktuellen Preis rund 286 Euro im Monat, wenn sie ihre Nikotinsucht besiegen und künftig rauchfrei leben. Wer dieses Geld nicht einfach ausgibt, sondern klug investiert, kann in 30 Jahren ein Depotvermögen von rund 549.000 Euro erwirtschaften.
In der Modellrechnung von Verivox wird das eingesparte Geld in einen ETF auf den Welt-Aktienindex MSCI World investiert. Gerechnet wurde mit einer Rendite von jährlich 7,5 Prozent. Das entspricht der historischen Durchschnittsrendite des MSCI World abzüglich 0,2 Prozent jährliche Kosten, die an den ETF-Anbieter gehen. Entsprechend der durchschnittlichen Preissteigerung für Zigaretten steigen auch die monatlichen Sparbeträge jedes Jahr um 3,8 Prozent.
Die Macht des Zinseszins-Effekts
Für einen möglichst effektiven Vermögensaufbau sind thesaurierende ETFs die beste Wahl, empfiehlt Oliver Maier. Bei diesen Indexfonds werden Dividenden nicht ausgeschüttet, sondern gleich wieder in neue ETF-Anteile investiert. So entfaltet der Zinseszins-Effekt seine volle Wirkung. Er ist für Anleger der mächtigste Verbündete beim Vermögensaufbau.
Grafik (Foto: Verivox)
Je länger der Sparplan läuft, desto größer sind die Auswirkungen: Schon nach 10 Jahren hat der Ex-Raucher ETF-Anteile im Wert von rund 58.800 Euro im Depot – 69 Prozent dieser Summe hat er selbst investiert, der Rest entfällt auf die Rendite. Nach 30 Jahren hat sich das Verhältnis umgekehrt: Jetzt entfällt nur noch rund ein Drittel (34 Prozent) des Depotwerts von insgesamt 549.000 Euro auf eigene Einzahlungen und gut 363.000 Euro auf den Wertzuwachs durch Rendite und Zinseszins-Effekt.
Allerdings können Anleger nach einem Verkauf der Anteile nicht das gesamte Depotvermögen für sich vereinnahmen. Ihre Kursgewinne müssen sie versteuern. Doch auch nach Abzug von 26,375 Prozent für Abgeltungssteuer plus Soli blieben dem Ex-Raucher in der Modellrechnung bei einem Verkauf sämtlicher Anteile nach 30 Jahren noch gut 482.000 Euro.
ETF-Renditen sind nicht garantiert
Was Anleger beachten sollten: Die Modellrechnung zeigt auf Basis historischer Kursdaten, welche Wertzuwächse durch die Macht des Zinseszins-Effekts an der Börse realistisch möglich sind. Aber in der Praxis vermehrt sich das Kapital an den Aktienmärkten nicht fortlaufend und linear mit konstanten Jahresrenditen. Börsenkurse unterliegen Schwankungen und können mitunter auch empfindlich einbrechen. Deshalb ist ein langer Atem bei der Geldanlage ganz entscheidend. Dann können Anleger vorübergehende Kursrücksetzer einfach aussitzen.
Beim ETF-Sparen sind Ausdauer und Regelmäßigkeit Trumpf, sagt Oliver Maier. Besonders unklug wäre es, ausgerechnet in Krisenzeiten mit dem Sparen auszusetzen. Denn nach einem Crash sind Wertpapiere billig. Somit erwerben Anleger mit der gleichen Sparrate mehr ETF-Anteile. Das macht sich bezahlt, sobald die Kurse wieder nach oben gehen.
Die Erfahrung zeigt: Selbst nach schwersten Einbrüchen haben sich die Kurse immer wieder erholt. Wer 16 Jahre oder länger mit einem Sparplan regelmäßig in den Weltaktienindex MSCI World investiert hat, hat noch nie Minus gemacht.
Methodik
Die Berechnung der Zigarettenkosten basiert auf Angaben des Deutschen Zigarettenverbands zur Preisentwicklung in den letzten 20 Jahren.
Nach Berechnungen von Christian W. Röhl, Chef-Ökonom bei Scalable Capital, liegt die historische Durchschnittsrendite des MSCI World bei 7,7 Prozent. Für die Sparplan-Berechnung wurden davon ETF-Kosten in Höhe von 0,2 Prozent abgezogen. So hoch ist die Kostenquote beim weltweit größten thesaurierenden ETF auf den MSCI World.

