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Mi, 15:52 Uhr
10.06.2026
Aus dem Stadtrat

Ein großartiger Erfolg für Familien im Landkreis

Die Fraktion Die Linke im Nordhäuser Stadtrat forderte die Rücknahme der im Jahr 2025 beschlossenen Erhöhung der Hortgebühren und konnte damit erst im Kreistag und jetzt auch in der jüngsten Stadtratssitzung eine Mehrheit erzielen. Für die Familien im Kreis sei das ein "großartiger Erfolg", teilt die Fratkion mit...

Weiterführend spricht sich die Fraktion perspektivisch für eine vollständige Gebührenfreiheit aus. „Die 2025 getroffene Entscheidung zur Anhebung der Gebühren stand unter der klaren Erwartung, dass das Land Thüringen die Hortgebühren zeitnah abschaffen wird. Diese Perspektive war ein zentraler politischer Rahmen für unsere damalige Entscheidung – deren Grundlage nun allerdings entfallen ist und somit auch die wichtigste politische Begründung, die die zwischenzeitliche Erhöhung für uns überhaupt tragbar erschienen ließ“, erklärt Fraktionsvorsitzender Alexander Scharff. Was als Übergang gedacht war, wurde zu einer dauerhaften Mehrbelastung für Familien, die aus Sicht der Linken sozialpolitisch nicht hinnehmbar ist. Bildung und Betreuung dürfen nicht vom Einkommen der Eltern abhängen und dafür kämpfte die Fraktion, trotz kräftiger Gegenstimmen. Diese argumentierten, dass die finanzielle Entlastung der Familien auf Kosten anderer Investitionen gehen wird. Aber eine Stadt funktioniert nicht allein aus Beton, Pflastersteinen, Parkplätzen und Haushaltsansätzen. Es sollte in erster Linie um die Menschen gehen, die dort leben!

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„Hortbetreuung ist ein zentraler Bestandteil öffentlicher Daseinsvorsorge und muss allen Kindern, unabhängig vom Einkommen der Eltern, offenstehen. Es ist großartig, dass wir durch die Senkung der Gebühren Familien wieder entlasten können“, bekräftigt Fraktionsmitglied Martina Degenhart. Gerade angesichts steigender Lebenshaltungskosten bedeutet jede zusätzliche Gebühr eine spürbare Belastung für viele Familien. Die Argumentation, Gebühren würden vom Sozialamt des Landkreises übernommen, greift hier zu kurz. Dies stellt eine bürokratische Hürde dar, die mit Scham und sozialer Ausgrenzung verbunden ist. Viele Eltern liegen zudem knapp über der Einkommensgrenze für eine Bezuschussung, haben aber trotzdem kaum Spielraum für zusätzliche Ausgaben. Die Senkung der Hortbeiträge entlastet nun alle Eltern.

Damit allen Kindern gleichermaßen der Zugang zu einer Betreuung ermöglicht werden kann, ist jedoch ein vollständiger Wegfall der Hortgebühren anzustreben. Gebührenfreie Hortplätze würden zudem unsere Stadt für junge Familien attraktiver machen und somit den Zuzug von Fachkräften mit ihren Kindern sichern und zum Erhalt von Schulstandorten beitragen. Stadt und Landkreis müssen hier gemeinsam verstärkt politischen Druck auf das Land Thüringen ausüben, die vollständige Kostenübernahme endlich umzusetzen. Die Fraktion Die Linke im Stadtrat Nordhausen fordert daher Stadt und Landkreis zur Zusammenarbeit auf, gemeinsam verstärkten politischen Druck auf das Land Thüringen auszuüben, endlich seiner Verantwortung nachzukommen und eine vollständige Finanzierung sicherzustellen. „Die aktuelle Situation verlangt kein Festhalten an überholten Annahmen, sondern den Mut zur Korrektur. Dieser Mut sollte jetzt aufgebracht werden“, fordert Scharff.
Autor: red

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Kommentare
Herr Fuchs
10.06.2026, 16:56 Uhr
Aaaaaber:
Es soll doch auch erwähnt werden, dass die AfD genau so dafür gekämpft hat, schon vor euch, und ohne deren Stimmen wäre es so nicht gekommen. Das sollte man doch nicht einfach unter den Teppich kehren, ihr Linken.
Wilma Busch
10.06.2026, 18:48 Uhr
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