Vor rund zwei Wochen berichteten wir über ein besonderes Kunstprojekt der Caritas, für das man mehrere hundert Statisten suchte, die sich heute im Theater einfinden sollten. Man wollte ein Zeichen gegen häusliche Gewalt setzen und den Frauen Mut machen, die oft allzu lang im Dunkel bleiben…
Volles Haus auf der Bühne im Theateranbau, eingeladen hatte die Interventionsstelle häusliche Gewalt der Caritas (Foto: agl)
Bekommt man in Nordhausen 300 Leute für eine Kunstaktion zusammen? Mitten in der Woche, kurz vor den Sommerferien und dann auch noch zu einem Thema wie häuslicher Gewalt? Die Antwort wurde heute im Theateranbau gegeben und wurde mehr als deutlich mit Ja beantwortet.
Kurz vor 17 Uhr stand man vor dem Einlass Schlange, drinnen waren die 317 Sitzplätze schnell belegt und auch auf den Aufgängen wurde es eng. Dem Aufruf der Interventionsstelle für häusliche Gewalt sich am Projekt Ans Licht zu beteiligen, der in den letzten Wochen durch die sozialen Medien und auch die nnz gegangen war, stieß auf enorme Resonanz.
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Gebraucht wurden die Hundertschaften spezifisch für die letzte Einstellung der Videoinszenierung. Nach Dunkel, Verzweiflung und Angst stehen Licht, Hoffnung und eine Gesellschaft, die Gewalterfahrungen und das Schicksal unzähliger Frauen nicht kaltlässt, eine Gemeinschaft, die Rückhalt und Unterstützung bietet. Repräsentiert wird der Umbruch vom Dunkel ins Licht durch den Blick der Kamera in den vollen Theatersaal, so der Plan und die Hoffnung. Beides ging voll auf, der Zulauf sei überwältigend, sagte Steffi Mayer, die Leiterin der Interventionsstelle auf der Bühne. Auch Gastgeber Daniel Klajner war ebenso freudig überrascht und bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen.
Wie das fertige Kunstwerk letztlich aussehen wird, ist noch nicht zu sagen, der Drehtag auf der Bühne sei aber gut gelaufen, erzählt Ausstattungsleiter Wolfgang Rauschnig am Rande, der zusammen mit einigen Theaterkollegen heute freiwillig bei der Realisierung geholfen hat und sich als Kameramann versuchen durfte. Die finale Einstellung konnte sich in jedem Fall sehen lassen, wenn aus dem Vielen ein Ganzes geworden ist und präsentiert werden kann, wird auch die nnz wieder berichten. Angelo Glashagel