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Di, 10:44 Uhr
23.09.2008

Schrott und Umweltbewußtsein

Seit dem Inkrafttreten des Elektro-Altgeräte-Gesetzes ist die Kommunale Sammelstelle der Nordthüringer Lebenshilfe gGmbH eine gefragte Adresse. Warum das so ist, das hat die nnz erfahren...


Der Grund: Hier können die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises ihre ausgedienten elektrischen und elektronischen Geräte aus privaten Haushalten kostenlos abgeben. In kleinen haushaltsüblichen Mengen dürfen dies auch Gewerbetreibende tun. Sind die Mengen haushaltsuntypisch, wird ein Unkostenbeitrag erhoben.

Nach nunmehr zweieinhalb Jahren kann die Sammelstelle als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb eine positive Resonanz ziehen. Täglich sind es bis zu 40 Bürger, die ihre Altgeräte hier abgeben. Im Durchschnitt werden am Tag bis zu 30 Bildschirmgeräte, 6 Waschmaschinen beziehungsweise Geschirrspüler, 6 Herde und Mikrowellen, 8 Kühlschränke, 270 kg Rechentechnik und rund 330 kg Haushaltskleingeräte abgegeben.

Ein entsprechender Vertrag zwischen dem Landkreis Nordhausen und der Nordthüringer Lebenshilfe gGmbH regelt Aufgaben und Pflichten der Partner, wobei der Kreis als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger fungiert und seiner Pflicht zur Beratungs- und Öffentlichkeitsarbeit gegenüber den Bürgern nachkommt. Die Nordthüringer Lebenshilfe als Auftragnehmer schafft die personellen wie materiellen Voraussetzungen zur Erfüllung der abfallwirtschaftlichen Aufgaben.

Nicht selten wird den Mitarbeitern um Klaus Stamm und Marc Schwarz die Frage gestellt, was eigentlich mit dem Elektro- und Elektronikschrott geschieht? Neben der Entgegennahme gehören die Demontage, die Verwertung und die Entsorgung zu den Aufgaben. Die Sammelstelle sorgt zudem für die sortengerechte Trennung und Aufbereitung der Fraktionen sowie für die Weiterverarbeitung gemäß gesetzlicher Vorgaben. Insgesamt sind es täglich rund 1,5 Tonnen, die von den dort tätigen Menschen mit Behinderung fachgerecht demontiert werden. So wird dafür gesorgt, dass alle anfallenden Wertstoffe dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt werden.

„Die Zusammenarbeit zwischen unserer Behörde und der Sammelstelle ist beispielhaft und völlig problemlos. Wir pflegen ständigen Kontakt zueinander und stimmen uns über anfallende Aufgaben gut ab“, beschreibt Kathrin Materlik, Fachgebietsleiterin Abfallwirtschaft, die Situation. Ähnlich sieht es auch Karsten Sochurek, Werkstattleiter der Nordthüringer Lebenshilfe, und lobt die gute Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und den Firmen, die in der Entsorgungskette eingebunden sind. Besonders stolz ist er darauf, dass die Bevölkerung die Sammelstelle gut angenommen hat und aus seiner Sicht bei den Menschen ein gewachsenes Umweltbewusstsein zu spüren ist.

Die Kommunale Annahmestelle befindet sich Hinter der Steinmühle 6 / Einfahrt Straße der Genossenschaften in Nordhausen. Sie ist montags bis freitags von 7.30 bis 16.00 Uhr, donnerstags sogar bis 18.00 Uhr, geöffnet. Bei Anlieferung größerer Mengen wird um eine telefonische Vorinformation unter 03631 / 928162 oder 03631 / 928253 gebeten. Klaus Stamm und Marc Schwarz beantworten gern alle Fragen, die mit ihrer Tätigkeit zusammen hängen.
Autor: nnz

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