eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
So, 12:01 Uhr
16.11.2008

nnz-Betrachtung: Was wäre wenn...

Nein, es geht jetzt nicht schon wieder um die neue Kommentarfunktion in der nnz. Es geht um die – für viele – schönste Nebensache der Welt. Um Fussball...


Noch ist Wacker Nordhausen der Tabellenführer in der Thüringenliga. Das könnte sich heute schon ändern, aber: Nehmen wir mal an, dieser Platz wäre auch der Platz in der Tabelle am letzten Spieltag in dieser Saison. Dann würde der Fussball an der Parkallee in die Oberliga aufsteigen. Dort angekommen, worüber man in Fan- und Präsidiumskreisen schon immer mal wieder spricht.

Ob die Mannschaft und der Verein dafür schon bereit sind, kann und will ich hier nicht analysieren. Die Mannschaft in ihrer jetzigen Verfassung könnte auch eine Etage höher mithalten. Beim Verein sieht das schon anders aus. Noch gibt es Nachwirkungen aus vergangenen Jahren. Nachzahlungen an Finanzamt, Krankenkassen und Berufsgenossenschaften beschäftigten die Präsidialen mehr als ihnen recht war und belasteten die Kasse.

Auch müssen nach der Wahl im Dezember neue, zukunftsträchtige Strukturen in der Geschäftsführung her, solche Strukturen, die tauglich für die Oberliga sind. Man wird sehen, wie es nach der Wahl sein wird.

Bei dieser Wahl müssen meiner Meinung nach auch die Weichen für die finanzielle Zukunft gestellt werden. Will heißen, die Beiträge müssen angehoben werden. Das wird schwer vermittelbar sein, ist aber ein Erfordernis der Zeit. Vor allem im Nachwuchsbereich, in dem es immer mehr Probleme zu geben scheint, muss deutlich gemacht werden, dass mit einem monatlichen Beitrag von 2,50 Euro bis 3 Euro nicht mehr viel zu holen ist. Für drei Euro im Monat werden die Nachwuchskicker mehrmals in der Woche betreut, werden zu Auswärtsspielen begleitet. Die Sportbekleidung wird gewaschen...

Das Wichtigste aus meiner Sicht ist der Umstand, dass ein derartiger Verein eine wichtige, für viele allerdings nicht unmittelbar wahrgenommene, Funktion hat: Eine soziale. Er gibt Kindern und Jugendlichen eine vernünftige Freizeitbeschäftigung, er vermittelt ihnen oftmals ein zweites Zuhause. Und das ist einfach mehr als 3 Euro wert. Vor allem dann, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel eine Kinokarte nicht unter zwei Monatsbeiträgen bei Wacker zu haben ist.

Das ist die eine Seite der Medaille. Oberliga spielen bedarf zudem einer wirtschaftlichen und politischen Unterstützung auf anderem Niveau. Da muss einfach mehr Geld fließen. Schreibt sich einfach, ist schwer in der Umsetzung. Doch die Wackeren werden dann ihre Sponsoren bis nach Bautzen oder Leipzig tragen.

Es bedarf aber auch der politischen Unterstützung. Gewiss, da ist in den zurückliegenden Monaten sehr viel passiert. Wacker Nordhausen hat wieder eine Lobby im Rathaus. Die aber muss sich manifestieren und bitteschön nicht nur im nächsten Wahlkampfjahr. Schließlich hört man aus dem Polit-Nordhausen immer und immer wieder, dass die Stadt die reichste Kommune in Nordthüringen ist, die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung vergleichbarer Thüringer Kommunen hat und am liebsten als Oberzentrum eingestuft sein möchte. Die fussballerischen Oberzentren (abgesehen von Erfurt und Jena) befinden sich aber derzeit in Meuselwitz und Pößneck. Und mit sportlichem Verlaub: Das muss doch nicht auf alle Ewigkeit so sein?

Fazit: Wacker Nordhausen muss ein Gemeinschaftswerk werden, es muss funktionieren von unten nach oben. So müssen im Nachwuchsbereich Spielgemeinschaften gebildet werden, müssen mehr Sponsoren gefunden werden, müssen im Verein effektivere Strukturen geschaffen werden.

Dann wird es funktionieren und der eventuelle Aufstieg avanciert dann nicht zum Alptraum.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Der Roland
16.11.2008, 12:54 Uhr
Ob das klappt?
Ich wünsche es den vielen Anhängern von Wacker Nordhausen, dass Ihre Mannschaft aufsteigt. Ich glaube aber nicht, dass eine Region geschlossen dahinter stehen wird. Da gibt es zu viele Befindlichkeiten und viele Vereine haben ihre Lobby in Verwaltungen und politischen "Vereinen". Ich habe zwei Kindern, verdiene "nicht die Welt", aber ich würde für eine solche Vereinsarbeit auch fünf Euro im Monat zahlen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)