So, 13:28 Uhr
16.11.2008
nnz-intern: Es ging nicht anders
Eine kleine Änderung in der nnz produzierte in den vergangenen Tagen viel Aufregung. Jetzt hilft nur noch eines: Zensur.
Die nnz ist weder ein Tummelplatz für Radikale, noch eine demokratische Zeitung. Keine Zeitung ist demokratisch, nur soviel erst einmal. Eine Zeitung, auch die nnz, kann vielleicht überparteilich oder unabhängig sein. Das ist in vielen Zeitungsköpfen zu lesen.
So weit – so gut. Auch in der nnz haben die Herausgeber, die Verantwortlichen das Sagen. Eben – Chefredakteursprinzip. Dieses Prinzip jedoch bedingt auch ein hohes Maß an Verantwortung. Verantwortung vor den Lesern. Und ein wenig vor uns selbst.
Seit dem vergangenen Montag gibt es die Kommentarfunktion in der nnz. Sofort wurde sie von führenden Vertretern der Nordhäuser NPD geentert. Wo in Foren, auch in der Kommentarfunktion von Spiegel-Online, fast immer mit Nick-Namen gearbeitet wird, so outeten sich die NPD’ler mit ihrem Klarnamen. Auch darin lag schon ein kleiner Teil der Provokation. Im gleichen Atemzug wie man die nnz als Plattform nutzte, wurde die selbe auf diversen braunen Seiten diffamiert.
Da hört selbst bei Toleranten der Spaß auf. Wie also dem entgegenwirken. Account löschen? Das ist in etwa so wie das Märchen von Hase und Igel, wobei die nnz immer der Hase gewesen wäre. Sie können es glauben, liebe nnz-Leser, Volker Franke und ich – wir haben in den vergangenen Tagen das gesamte Monatskontingent unseres Mobilnetzbetreibers vertelefoniert.
Fazit der Plauderei: Die Kommentare sind nicht mehr sofort online, sie werden erst einmal begutachtet. Einige werden jetzt vielleicht den Begriff der Zensur gebrauchen. Wegen mir, doch mit dieser Zensur schützen wir das Projekt, das wir zusammen in den vergangenen acht Jahren aufgebaut haben. Dieses Projekt soll keine Plattform für eine Partei sein, deren Programm sich gegen Ausländer wendet, deren Anhänger den Holocaust leugnen. Die Liste ließe sich noch unendlich fortsetzen.
Doch – und das müssen wir auch sagen. Die nnz wird nicht in der Lage sein all die zu sperren, die sich mit der NPD verbunden fühlen und deren Kommentare keine menschenverachtenden Inhalte haben. Genauso wenig wie auch etablierte Parteien – selbst in Nordhausen – davor gefeit sind, von den Braunen unterwandert zu werden.
Andererseits könnte dieses Forum eine Diskussionsplattform für die Menschen sein, die sich demokratischen Parteien verbunden fühlen oder die sich einfach mal zu einem Thema äußern wollen. Für die ist diese Kommentarfunktion geschaffen worden. Man wird sehen, wie es sich entwickelt, nun, da es Regeln gibt, die wir aufgestellt haben.
Ich kann Sie nur einladen, die nnz zur Kommunikation zu nutzen. Mit wachem Verstand und Interesse an politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sportlichen Geschehnissen rund um Nordhausen herum.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzDie nnz ist weder ein Tummelplatz für Radikale, noch eine demokratische Zeitung. Keine Zeitung ist demokratisch, nur soviel erst einmal. Eine Zeitung, auch die nnz, kann vielleicht überparteilich oder unabhängig sein. Das ist in vielen Zeitungsköpfen zu lesen.
So weit – so gut. Auch in der nnz haben die Herausgeber, die Verantwortlichen das Sagen. Eben – Chefredakteursprinzip. Dieses Prinzip jedoch bedingt auch ein hohes Maß an Verantwortung. Verantwortung vor den Lesern. Und ein wenig vor uns selbst.
Seit dem vergangenen Montag gibt es die Kommentarfunktion in der nnz. Sofort wurde sie von führenden Vertretern der Nordhäuser NPD geentert. Wo in Foren, auch in der Kommentarfunktion von Spiegel-Online, fast immer mit Nick-Namen gearbeitet wird, so outeten sich die NPD’ler mit ihrem Klarnamen. Auch darin lag schon ein kleiner Teil der Provokation. Im gleichen Atemzug wie man die nnz als Plattform nutzte, wurde die selbe auf diversen braunen Seiten diffamiert.
Da hört selbst bei Toleranten der Spaß auf. Wie also dem entgegenwirken. Account löschen? Das ist in etwa so wie das Märchen von Hase und Igel, wobei die nnz immer der Hase gewesen wäre. Sie können es glauben, liebe nnz-Leser, Volker Franke und ich – wir haben in den vergangenen Tagen das gesamte Monatskontingent unseres Mobilnetzbetreibers vertelefoniert.
Fazit der Plauderei: Die Kommentare sind nicht mehr sofort online, sie werden erst einmal begutachtet. Einige werden jetzt vielleicht den Begriff der Zensur gebrauchen. Wegen mir, doch mit dieser Zensur schützen wir das Projekt, das wir zusammen in den vergangenen acht Jahren aufgebaut haben. Dieses Projekt soll keine Plattform für eine Partei sein, deren Programm sich gegen Ausländer wendet, deren Anhänger den Holocaust leugnen. Die Liste ließe sich noch unendlich fortsetzen.
Doch – und das müssen wir auch sagen. Die nnz wird nicht in der Lage sein all die zu sperren, die sich mit der NPD verbunden fühlen und deren Kommentare keine menschenverachtenden Inhalte haben. Genauso wenig wie auch etablierte Parteien – selbst in Nordhausen – davor gefeit sind, von den Braunen unterwandert zu werden.
Andererseits könnte dieses Forum eine Diskussionsplattform für die Menschen sein, die sich demokratischen Parteien verbunden fühlen oder die sich einfach mal zu einem Thema äußern wollen. Für die ist diese Kommentarfunktion geschaffen worden. Man wird sehen, wie es sich entwickelt, nun, da es Regeln gibt, die wir aufgestellt haben.
Ich kann Sie nur einladen, die nnz zur Kommunikation zu nutzen. Mit wachem Verstand und Interesse an politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sportlichen Geschehnissen rund um Nordhausen herum.
Peter-Stefan Greiner

