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Di, 11:47 Uhr
18.11.2008

Welt-Aids-Tag in Nordhausen

Unter dem Motto "Vergessen ist ansteckend" wird am 1. Dezember zum Welt-Aids-Tag ein Infostand in der Kreisstadt aufklären. Wo der steht und wer die Aktion initiiert erfahren Sie im nachfolgenden Beitrag.

Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember gestalten die Aidsberatung des Gesundheitsamtes Nordhausen gemeinsam mit der AIDS-Hilfe Unstrut-Hainich e.V. aus Mühlhausen und mit Schülern der Nordhäuser Regelschule Ost einen Info- und Aktionsstand im Herkulesmarkt in Nordhausen von 12 – 17 Uhr.

Schüler der Regelschule Ost führen eine Bürgerbefragung zum Wissen um das Thema „HIV und Aids“ durch, welche später auch in der Presse ausgewertet wird. Am Glücksrad können kleine Preise gewonnen werden. Gutscheine aus dem Kino, Theater, Badehaus und der Bowlingbahn Salza warten auf ihre Gewinner beim Quiz.

Außerdem findet die Aktion „Factpoints – stolpern dringend erwünscht“ statt. Das heißt, es werden verschiedene aufgesprühte Slogans auf den Pflastersteinen der Fußgängerzonen für einige Tage zu lesen sein. Ein lustiges Kondom-Männchen in Lebensgröße, hergestellt von Jugendlichen der Jugendkunstschule e.V., bereichert die Aids-Präventionsaktion auf ansprechende Weise. Einen Namen hat das „Riesenkondom“ noch nicht, deshalb werden Vorschläge zum Welt-Aids-Tag am Infostand entgegengenommen. Die originellste Idee wird später prämiert.

Des Weiteren werden Aidsschleifen verteilt. Die Rote Schleife ist das weltweit bekannte Symbol für Solidarität mit HIV-Positiven und Aidskranken, aber auch für den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit. Die New Yorker Künstlergruppe Visual AIDS entwickelte sie im Frühjahr 1991. Nach Europa kam sie 1992, als bei einem Gedenkkonzert für den an den Folgen von Aids verstorbenen Sänger Freddie Mercury über 100.000 Rote Schleifen verteilt wurden.

„Gemeinsam gegen Aids“ lautet das deutsche Motto zum Welt-Aids-Tag, welches verdeutlicht: Jeder und jede Einzelne trägt Verantwortung – für sich und andere. So soll dieses Motto auch für dieses Jahr in Nordhausen gelten.

Trotz aller Mühen im Kampf gegen Aids haben sich nach Schätzung der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr weltweit jeden Tag 5.700 Menschen mit HIV infiziert. Auf das ganze Jahr übertragen sind das 2,5 Millionen Neuinfektionen. Über zwei Millionen Menschen starben an den Folgen von Aids. Weltweit sind ca. 33 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Auch wenn die Entwicklungsländer davon am stärksten betroffen sind, so wurde doch auch in Deutschland im vergangenen Jahr die Diagnose „HIV-positiv“ rund 2.750-mal gestellt. Das bedeutet eine Zunahme zum Jahr 2006 von 5 %. Ende 2007 lebten etwa 59.000 Menschen in Deutschland mit HIV und AIDS. Obgleich diese Zahl im internationalen Vergleich eine relativ geringe Zahl darstellt, gibt es keinen Anlass zur Entwarnung, im Gegenteil: Die steigende Zahl der Neuinfektionen zeigt deutlich, dass die von Aids ausgehende Bedrohung nicht nur weiter besteht, sondern sogar wächst.

Jedes Jahr wird am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen – ein Tag der Solidarität mit Menschen, die HIV und Aids haben und denen, die ihnen nahe stehen. Es ist auch ein Tag der Mahnung an Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft, ihre Verantwortung für die Aidsprävention wahr zu nehmen.
Autor: nnz

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