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Di, 12:07 Uhr
18.11.2008

Nur 3 von 140 Tarifen "Sehr gut"

Schlechte Nachrichten für Leute mit schlechten Zähnen. Der neue Verkaufsschlager der privaten Krankenversicherer - Privatpolicen zum Zahnersatz - ist oftmals kein Volltreffer und eher was für den hohlen Zahn.

Privatpolicen für Zahnersatz sind zum Verkaufsschlager der privaten Krankenversicherer geworden. Doch viele Angebote bieten nur "ausreichende" oder allenfalls "befriedigende" Leistungen. Bei einem Test der Zeitschrift Finanztest bekamen nur 3 von rund 140 Tarifen das Urteil "Sehr gut". Oft merkt der Patient erst im Leistungsfall, dass sein Versicherer viel weniger zahlt als erwartet. Die Verträge sind kompliziert und undurchsichtig.

Dennoch lohnt sich eine private Zusatzversicherung, denn sie übernimmt einen Teil der Kosten, die noch beim Patienten verbleiben, nachdem die gesetzliche Kasse gezahlt hat. Am wichtigsten sind dabei die Zuschüsse zum Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate, denn hier zahlen die Krankenkassen nur noch einen Festzuschuss.

Finanztest hat 80 Tarife, die allen gesetzlich Krankenversicherten zugänglich sind, und 60 Angebote, die nur den Versicherten bestimmter Kassen angeboten werden, getestet. Dabei stellte sich heraus, dass derjenige, der bessere Leistungen in einem Zahntarif wünscht, auch mehr bezahlen muss. Für die leistungsstärksten Tarife muss man beim Eintritt mit 43 Jahren als Frau 24 Euro und als Mann rund 20 Euro pro Monat bezahlen. Die Angebote der gesetzlichen Krankenkassen sind von der Leistung her nicht automatisch erste Wahl. Viele Kassenangebote vermitteln ihren Versicherten Policen, deren Zahnersatzleistungen nur "befriedigende" oder "ausreichend" sind.

Die Tarife mit dem Urteil "Sehr gut" sind die central.prodent der Central Krankenversicherung, ZG der Barmenia Krankenversicherung und die Tarifkombination flexiZETop+ZB der Schweizer Gesellschaft CSS.

Der ausführliche Test findet sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.


Autor: nnz

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Kommentare
Beate
18.11.2008, 13:49 Uhr
Frechheit!
Ich finde die eigentliche Frechheit ist, dass man so etwas überhaupt braucht.
Zahlt man nicht schon so Unsummen in die Krankenversicherung ein? Das wir dann schön verbraten für Verwaltung, Kuren und irgendwelchen anderen fragwürdigen Quatsch.
bseplus
18.11.2008, 17:18 Uhr
Es wird langsam "Sicko" ...
... wenn der private Anteil an den Versicherungen weiter ansteigt. Grundversorgung hier in Deutschland ist schon nur noch ein kleiner Teil der Grundversorgung in Frankreich oder Großbritannien. Aber weil es immer noch viel besser ist als in den USA, hält sich das Jammern in Grenzen. Einfach mal den (zugegeben sehr subjektiven) Film "Sicko" von Michael Moore anschauen und weitere Gedanken machen. Denn Lobbyisten gibt es verstärkt auch in Deutschland.
Dieter
19.11.2008, 14:58 Uhr
Bravo Beate !
Zu dem Thema müsste man Tag und Nacht weinen oder schreien. Das ist nicht nur eine Frechheit, sondern auch eine Aufforderung zum Betrug.
Nicht genug der Krankenkassen, die keiner mehr durchschauen kann ausser deren horrende Kosten.
Wer ist noch in der Lage die Privatversicherungen zu überschauen und zu kontrollieren. Wie in der Politik, vor der Wahl Versprechungen zum Stimmenfang und danach ???
Wie nennt sich das System doch gleich ?
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