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Do, 10:32 Uhr
18.12.2008

Erholung im Wald

Wald ist Wirtschaft, Wald ist aber auch ein Kulturgut, ist Raum für Erholung und Tourismus. In dieser Wochen sind die Erholungskarten übergeben worden. Auf wie viel Kilometer im Landkreis Nordhausen künftig gewandert, gelernt, gefahren und geritten werden darf, das hat die nnz erfahren...


In einer Gemeinschaftsarbeit zwischen dem Thüringer Landwirtschaftsministerium und dem Regionalverbund Thüringer Wald e.V. wurde das auf § 6 des Thüringer Waldgesetzes basierende Projekt „Forsten und Tourismus“ im Jahr 2008 in Thüringen fortgeschrieben. Die Verbindung der Erholungs-, Kultur- und Sozialfunktion soll unter Berücksichtigung der Bewirtschaftung weiter entwickelt und nachhaltig gesichert werden. Die Vorzüge des Gemeinschaftsforstamtes ermöglichen dabei eine Integration der Erholungs- und Sozialfunktion in den Wirtschaftsbetrieb.

Die Waldeigentümer wurden direkt vom Forstamt Bleicherode- Südharz mit einbezogen. Ebenso wurden bei der Modifizierung im Wegenetzangebot realisierbare Vorschläge der Verwaltungsgemeinschaften, Einheitsgemeinden und Städte berücksichtigt. Im Frühjahr 2008 begann das Forstamt mit der Sammlung aller notwendigen Informationen und Änderungswünsche zu den Nutzungsarten der Erholungswege (Wandern, Reiten, Radfahren u.a.). Alle realisierbaren Anregungen wurden anschließend in das bis dato vorliegende Konzept integriert.

Im August erfolgte die öffentliche Auslegung des geänderten Erholungswegenetzes (4 Wochen) im Landratsamt, in den VG’s, Einheitsgemeinden, Städten und im Forstamt Bleicherode-Südharz. Dabei konnte jeder Bürger Einsicht nehmen und nochmals Änderungsvorschläge einbringen. Im Anschluss erfolgte im Oktober eine Endabwägung im Forstamt aller Änderungswünsche.

Insgesamt wurden im Bereich des Landkreises Nordhausen nachfolgende Wegekategorien ausgeschieden:
Kategorieim Staatswaldim Privatwaldim Kommunalwald
Wanderweg145 km134 km108 km
Reitwege75 km69 km39 km
Radwanderwege34 km32 km15 km
Lehrpfad3 km40 km117 km



Am Dienstag dieser Woche konnten schließlich in einem würdigen Rahmen die Erholungskarten an die einzelnen Verwaltungszentren übergeben werden. Das Projekt „Forsten und Tourismus“ unterliegt einem ständigen Veränderungsprozess, der durch regelmäßige Fortschreibungen der sich im Laufe der Jahre ändernden touristischen Entwicklungen, Freizeittrends u. a. Rechnung tragen soll. Einzeländerungen sind dabei jederzeit möglich. Dennoch wird alle vier Jahre der Gesamtbestand der Erholungswege auf den Prüfstand gestellt.
Autor: nnz

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