Fr, 08:27 Uhr
13.02.2009
Wie ein Überraschungsei
Ein bisschen gespannt ist Saskia Ortmann schon. Schließlich ist es ihre allererste Stunde als Trainerin an der Volkshochschule. Was Sie unterrichtet? Pilates, eine bestimmte Form von Gymnastik, die die komplette Muskulatur trainiert. Die nnz war neugierig und hat mehr erfahren...
Ich bin vor allem neugierig, ob viele da sind, die ich kenne. Mich haben schon oft Leute gefragt, ob ich nicht hier mal etwas anbieten kann, sagt Saskia Ortmann. Doch das klappte bislang aus Zeitmangel nie. Bis vor kurzem hat die Nordhäuserin in Quedlinburg gearbeitet. Da war ich abends immer viel zu spät hier. Ab Ende Februar wird die schlanke 25-Jährige nun jede Woche montags und freitags Pilates unterrichten – eine Premiere nicht nur für sie, sondern auch für die Kreisvolkshochschule Nordhausen, die zum ersten Mal Pilates anbietet. Entwickelt hat diese Trainingsform der gebürtige Mönchengladbacher Joseph Hubert Pilates, der Anfang der 1920er nach New York auswanderte und dort den heutigen Wellness-Trendsport begründete.
Ich bin aus Eigeninitiative auf die VHS zugekommen. Ich hab einfach ins Telefonbuch geschaut und angerufen, erinnert sich die Physiotherapeutin. Gerhard Niborn, Leiter des Gesundheitsbereichs in der Volkshochschule, freute sich auch sehr über ihren Anruf. Er hatte schon lange nach einer Pilatestrainerin gesucht. Seine erste Frage war, ob ich ein Zertifikat habe, sagt Saskia Ortmann lachend, denn die Frage konnte sie bejahen. Ich habe voriges Jahr eine dreimonatige Ausbildung zur Pilatestrainerin in Erfurt gemacht. Aber wieso ausgerechnet Pilates?
Ich hatte in Quedlinburg eine Seniorensportgruppe, was mir viel Spaß gemacht hat. Irgendwann wollte ich trotzdem mal etwas Neues ausprobieren und da habe ich mir ein Buch über Pilates gekauft, erzählt die gut aussehende junge Frau mit den dunklen kurzen Haaren, die bereits in Quedlinburg viele Kurse geleitet hat. Mir gefällt an Pilates, dass Jung und Alt mitmachen können. Dass Pilates für eine breite Altersschicht geeignet ist, zeigt sich auch in der positiven Resonanz auf das neue Kursangebot. Der Kurs montags abends ist schon komplett voll. Freie Plätze gibt´s nur noch im Kurs am Freitagabend, der am 27. Februar startet. Als Einstimmung ins Wochenende eignet sich Pilates doch prima, meint Gerhard Niborn von der VHS.
Auch Saskia Ortmann macht selbst für sich zuhause Pilates, um nach einem anstrengenden Tag zu entspannen. Für mich ist das super, um Stress abzubauen, sagt die 25-Jährige, die dann zum Beispiel ihre Lieblingsübung Mechanische Feder zu Entspannungsmusik macht. Ich mache Pilates immer zu Musik. Denn wenn die Musik läuft, atmen die Leute gleich ruhiger, die Bewegungen werden fließender und passen sich der Musik an. Und genau das ist sehr wichtig bei Pilates.
Es gibt einige Grundregeln, die man beachten muss. Das sind die Beckenboden-Bauch-Spannung, die man bei den Übungen halten sollte, und die Brustatmung. Die Atmung ist meist das Schwierigste am Anfang. Viele neigen dazu, die Luft anzuhalten, weil sie die Spannung halten wollen, gibt die inzwischen erfahrene Trainerin ihre Erfahrungen wieder. Wichtig ist auch der Bewegungsablauf. Die Bewegungen sollten immer langsam, konzentriert und fließend ablaufen. Das alles zusammen hat den Effekt, dass alles gleichzeitig trainiert wird.
Auch wenn Pilates auf den ersten Blick ruhig und entspannt aussieht, heißt das nicht, dass die Sportler nicht ins Schwitzen kommen, sagt Saskia Ortmann: Man muss ja viele Dinge auf einmal beachten und die Übungen werden immer schwieriger. Mir hat mal jemand gesagt: ‚Bei Ihnen ist es wie bei einem Kinderüberraschungsei, Sie haben drei Wünsche auf einmal. Atmen soll ich, Spannung halten und bewegen soll ich mich auch noch’.
Autor: nnzIch bin vor allem neugierig, ob viele da sind, die ich kenne. Mich haben schon oft Leute gefragt, ob ich nicht hier mal etwas anbieten kann, sagt Saskia Ortmann. Doch das klappte bislang aus Zeitmangel nie. Bis vor kurzem hat die Nordhäuserin in Quedlinburg gearbeitet. Da war ich abends immer viel zu spät hier. Ab Ende Februar wird die schlanke 25-Jährige nun jede Woche montags und freitags Pilates unterrichten – eine Premiere nicht nur für sie, sondern auch für die Kreisvolkshochschule Nordhausen, die zum ersten Mal Pilates anbietet. Entwickelt hat diese Trainingsform der gebürtige Mönchengladbacher Joseph Hubert Pilates, der Anfang der 1920er nach New York auswanderte und dort den heutigen Wellness-Trendsport begründete.
Ich bin aus Eigeninitiative auf die VHS zugekommen. Ich hab einfach ins Telefonbuch geschaut und angerufen, erinnert sich die Physiotherapeutin. Gerhard Niborn, Leiter des Gesundheitsbereichs in der Volkshochschule, freute sich auch sehr über ihren Anruf. Er hatte schon lange nach einer Pilatestrainerin gesucht. Seine erste Frage war, ob ich ein Zertifikat habe, sagt Saskia Ortmann lachend, denn die Frage konnte sie bejahen. Ich habe voriges Jahr eine dreimonatige Ausbildung zur Pilatestrainerin in Erfurt gemacht. Aber wieso ausgerechnet Pilates?
Ich hatte in Quedlinburg eine Seniorensportgruppe, was mir viel Spaß gemacht hat. Irgendwann wollte ich trotzdem mal etwas Neues ausprobieren und da habe ich mir ein Buch über Pilates gekauft, erzählt die gut aussehende junge Frau mit den dunklen kurzen Haaren, die bereits in Quedlinburg viele Kurse geleitet hat. Mir gefällt an Pilates, dass Jung und Alt mitmachen können. Dass Pilates für eine breite Altersschicht geeignet ist, zeigt sich auch in der positiven Resonanz auf das neue Kursangebot. Der Kurs montags abends ist schon komplett voll. Freie Plätze gibt´s nur noch im Kurs am Freitagabend, der am 27. Februar startet. Als Einstimmung ins Wochenende eignet sich Pilates doch prima, meint Gerhard Niborn von der VHS.
Auch Saskia Ortmann macht selbst für sich zuhause Pilates, um nach einem anstrengenden Tag zu entspannen. Für mich ist das super, um Stress abzubauen, sagt die 25-Jährige, die dann zum Beispiel ihre Lieblingsübung Mechanische Feder zu Entspannungsmusik macht. Ich mache Pilates immer zu Musik. Denn wenn die Musik läuft, atmen die Leute gleich ruhiger, die Bewegungen werden fließender und passen sich der Musik an. Und genau das ist sehr wichtig bei Pilates.
Es gibt einige Grundregeln, die man beachten muss. Das sind die Beckenboden-Bauch-Spannung, die man bei den Übungen halten sollte, und die Brustatmung. Die Atmung ist meist das Schwierigste am Anfang. Viele neigen dazu, die Luft anzuhalten, weil sie die Spannung halten wollen, gibt die inzwischen erfahrene Trainerin ihre Erfahrungen wieder. Wichtig ist auch der Bewegungsablauf. Die Bewegungen sollten immer langsam, konzentriert und fließend ablaufen. Das alles zusammen hat den Effekt, dass alles gleichzeitig trainiert wird.
Auch wenn Pilates auf den ersten Blick ruhig und entspannt aussieht, heißt das nicht, dass die Sportler nicht ins Schwitzen kommen, sagt Saskia Ortmann: Man muss ja viele Dinge auf einmal beachten und die Übungen werden immer schwieriger. Mir hat mal jemand gesagt: ‚Bei Ihnen ist es wie bei einem Kinderüberraschungsei, Sie haben drei Wünsche auf einmal. Atmen soll ich, Spannung halten und bewegen soll ich mich auch noch’.






