Di, 12:45 Uhr
17.02.2009
Spuren im Schnee von Salza
An der Salza sind Spuren eines seltenen Gastes entdeckt worden. Nein, es ist nicht der Yeti, der dort im Schnee herumtrampelte. Die nnz kann für Sie das Geheimnis lüften.
Die Untere Naturschutzbehörde hat in Obersalza eine neue Spur vom Eurasischen Fischotter gefunden. Der Otter erobert sich seine alten, angestammten Lebensbereiche zurück und wandert die Zorge herauf. Das geschieht auf natürliche Weise, ohne dass Tiere ausgesetzt wurden, sagt Matthias Piontek, im Landratsamt verantwortlich für den kontrollierenden Artenschutz.
Im Landkreis Nordhausen waren die Fischotter durch Jagd auf ihr sehr dichtes Fell und verschmutzte Flüsse jahrelang von der Bildfläche verschwunden. Nun wandern sie nach und nach wieder von Osten her ein. Das zeigt, dass die Flüsse wieder sauberer und naturnaher werden. Beides sind Voraussetzungen, die der Fischotter zum Leben braucht. Die Bejagung ist schon seit 1968 verboten, sagt Matthias Piontek.
Fischotter sind sehr gut ans Leben im Wasser angepasst. Das zeigt sich zum Beispiel im stromlinienförmigen Körper oder an den Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Ihr Fell ist mit bis zu 50.000 Haaren pro Quadratzentimeter eines der dichtesten Felle im Tierreich überhaupt. Es hält viel Luft zusammen, die den Ottern als Isolationsschicht dient und sie so vor kaltem Wasser schützt. Die ausgezeichneten Schwimmer können bis zu sieben, acht Minuten unter Wasser bleiben. Mit Hilfe ihrer Barthaare orientieren sie sich und spüren sie Nahrung im trüben Wasser auf. Je nach Jahreszeit und Futterangebot variiert das Nahrungsspektrum von kleineren Fischarten über Frösche und Flusskrebse bis hin zu Bisamratten, Blesshühnern und Enten. Da Otter vor allem geschwächte Tiere fressen, übernehmen sie auch die Rolle der Gesundheitspolizei bei den Fischbeständen.
Vor rund acht Jahren hat die Untere Naturschutzbehörde erste Otterspuren im Landkreis entdeckt. Jetzt haben wir Trittsiegel und Losungen an einer neuen Stelle gefunden, sagt Matthias Piontek. Für ihn ein Zeichen dafür, dass sich die Eurasischen Fischotter weiter im Landkreis ausbreiten. Otter markieren ihr Revier. Durch diese Losungen können die Wassermarder anhand der Duftstoffe erkennen, welches Tier hier entlang gekommen ist, ob es sich beispielsweise um ein Männchen oder Weibchen handelt oder ob sich ein paarungsbereites Tier im Revier befindet. Wir haben auf diese Weise den Nachweis für die Anwesenheit der Tiere bei uns im Landkreis, so Biologe Matthias Piontek.
Die Tiere selbst bekommen die amtlichen Naturschützer in der Regel nicht zu Gesicht. Otter sind besonders aktiv in der Dämmerung und nachts, allerdings können auch tagsüber Aktivitätsphasen auftreten. Auf der Suche nach Nahrung legen Otter weite Strecken zurück. In einer Nacht können Fischotter bis zu 20 Kilometer oder auch noch mehr wandern. Das Revier eines Männchens kann bis zu 40 Kilometer Flusslauf umfassen, das von Weibchen 20 Kilometer. Aufgrund dieser großen Revierausdehnungen gestalten sich Populationsabschätzungen häufig schwierig.
Wer Hinweise auf die Anwesenheit von Fischottern oder ein totes Tier gefunden hat, meldet dies bitte der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Nordhausen.
Autor: nnzDie Untere Naturschutzbehörde hat in Obersalza eine neue Spur vom Eurasischen Fischotter gefunden. Der Otter erobert sich seine alten, angestammten Lebensbereiche zurück und wandert die Zorge herauf. Das geschieht auf natürliche Weise, ohne dass Tiere ausgesetzt wurden, sagt Matthias Piontek, im Landratsamt verantwortlich für den kontrollierenden Artenschutz.
Im Landkreis Nordhausen waren die Fischotter durch Jagd auf ihr sehr dichtes Fell und verschmutzte Flüsse jahrelang von der Bildfläche verschwunden. Nun wandern sie nach und nach wieder von Osten her ein. Das zeigt, dass die Flüsse wieder sauberer und naturnaher werden. Beides sind Voraussetzungen, die der Fischotter zum Leben braucht. Die Bejagung ist schon seit 1968 verboten, sagt Matthias Piontek.
Fischotter sind sehr gut ans Leben im Wasser angepasst. Das zeigt sich zum Beispiel im stromlinienförmigen Körper oder an den Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Ihr Fell ist mit bis zu 50.000 Haaren pro Quadratzentimeter eines der dichtesten Felle im Tierreich überhaupt. Es hält viel Luft zusammen, die den Ottern als Isolationsschicht dient und sie so vor kaltem Wasser schützt. Die ausgezeichneten Schwimmer können bis zu sieben, acht Minuten unter Wasser bleiben. Mit Hilfe ihrer Barthaare orientieren sie sich und spüren sie Nahrung im trüben Wasser auf. Je nach Jahreszeit und Futterangebot variiert das Nahrungsspektrum von kleineren Fischarten über Frösche und Flusskrebse bis hin zu Bisamratten, Blesshühnern und Enten. Da Otter vor allem geschwächte Tiere fressen, übernehmen sie auch die Rolle der Gesundheitspolizei bei den Fischbeständen.
Vor rund acht Jahren hat die Untere Naturschutzbehörde erste Otterspuren im Landkreis entdeckt. Jetzt haben wir Trittsiegel und Losungen an einer neuen Stelle gefunden, sagt Matthias Piontek. Für ihn ein Zeichen dafür, dass sich die Eurasischen Fischotter weiter im Landkreis ausbreiten. Otter markieren ihr Revier. Durch diese Losungen können die Wassermarder anhand der Duftstoffe erkennen, welches Tier hier entlang gekommen ist, ob es sich beispielsweise um ein Männchen oder Weibchen handelt oder ob sich ein paarungsbereites Tier im Revier befindet. Wir haben auf diese Weise den Nachweis für die Anwesenheit der Tiere bei uns im Landkreis, so Biologe Matthias Piontek.
Die Tiere selbst bekommen die amtlichen Naturschützer in der Regel nicht zu Gesicht. Otter sind besonders aktiv in der Dämmerung und nachts, allerdings können auch tagsüber Aktivitätsphasen auftreten. Auf der Suche nach Nahrung legen Otter weite Strecken zurück. In einer Nacht können Fischotter bis zu 20 Kilometer oder auch noch mehr wandern. Das Revier eines Männchens kann bis zu 40 Kilometer Flusslauf umfassen, das von Weibchen 20 Kilometer. Aufgrund dieser großen Revierausdehnungen gestalten sich Populationsabschätzungen häufig schwierig.
Wer Hinweise auf die Anwesenheit von Fischottern oder ein totes Tier gefunden hat, meldet dies bitte der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Nordhausen.



