Di, 18:02 Uhr
17.02.2009
nnz-Forum: Enteignungen
Im Moment wird viel über das Thema Verstaatlichung von Banken geredet. Wie nicht anders zu erwarten, wird plötzlich das Thema Verstaatlichung auch von den großen Volksparteien als Mittel aus der Krise gepriesen. Dazu die Anmerkung einer nnz-Leserin...
Um so erstaunlicher, da dies bisher von genau den selben Politikern als Schreckgespenst des Sozialismus angeprangert wurde. Die Hinweise von Seiten der Linken insbesondere für eine bessere Kontrolle der Finanzsysteme wurden in den Wind geschlagen.
Ich will hier auch nur einmal daran erinnern, dass bereits seit Gründung der Bundesrepublik offiziell immer das Gemeinwohl vor Eigennutz geht. Aus diesem Grund musste auch meine Gaststätte dem Autobahnbau der A 38 weichen. Uneinsichtige Grundstücksbesitzer können per Gesetz enteignet werden, wenn sie nicht bereit sind, ihre Ländereien an den Staat zu verkaufen.
Ja und wenn man nach Großbritannien oder die USA blickt, denen wohl kein Politiker sozialistische Ambitionen unterstellt, so haben diese Staaten viel eher als wir erkannt, was im Notfall zu tun ist. Ich bin der Meinung, wenn wir mit unseren Steuergeldern Banken helfen sollen, die jahrelang Misswirtschaft betrieben haben und deren Führungsetage sich traut, sich dies mit Bonizahlungen zu honorieren, habe auch ich über die Regierung das Recht deren Tätigkeit endlich angemessen zu kontrollieren und über die Verwendung hoffentlich irgendwann erzielbarer Gewinne mit zu entscheiden.
Ich bin im Übrigen auch der Auffassung, dass es viele Bereiche gibt, in denen der Staat seine Kontrollfunktion wesentlich stärker wahrnehmen muss, als bisher geschehen. Dabei fallen mir insbesondere der Energiemarkt und das Gesundheitswesen ein.
Heike Winkler, Sollstedt
Autor: nnzUm so erstaunlicher, da dies bisher von genau den selben Politikern als Schreckgespenst des Sozialismus angeprangert wurde. Die Hinweise von Seiten der Linken insbesondere für eine bessere Kontrolle der Finanzsysteme wurden in den Wind geschlagen.
Ich will hier auch nur einmal daran erinnern, dass bereits seit Gründung der Bundesrepublik offiziell immer das Gemeinwohl vor Eigennutz geht. Aus diesem Grund musste auch meine Gaststätte dem Autobahnbau der A 38 weichen. Uneinsichtige Grundstücksbesitzer können per Gesetz enteignet werden, wenn sie nicht bereit sind, ihre Ländereien an den Staat zu verkaufen.
Ja und wenn man nach Großbritannien oder die USA blickt, denen wohl kein Politiker sozialistische Ambitionen unterstellt, so haben diese Staaten viel eher als wir erkannt, was im Notfall zu tun ist. Ich bin der Meinung, wenn wir mit unseren Steuergeldern Banken helfen sollen, die jahrelang Misswirtschaft betrieben haben und deren Führungsetage sich traut, sich dies mit Bonizahlungen zu honorieren, habe auch ich über die Regierung das Recht deren Tätigkeit endlich angemessen zu kontrollieren und über die Verwendung hoffentlich irgendwann erzielbarer Gewinne mit zu entscheiden.
Ich bin im Übrigen auch der Auffassung, dass es viele Bereiche gibt, in denen der Staat seine Kontrollfunktion wesentlich stärker wahrnehmen muss, als bisher geschehen. Dabei fallen mir insbesondere der Energiemarkt und das Gesundheitswesen ein.
Heike Winkler, Sollstedt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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