So, 12:34 Uhr
22.02.2009
Überraschung war möglich
Im Viertelfinale des Thüringer Pokalwettbewerbs trafen am Freitag die Männer des NSV auf den HSV Apolda. Für den NSV war es das zweite Duell, Landesliga gegen Oberliga, binnen acht Wochen. Hier der ausführliche Bericht von Frank Ollech...
Es hätte für die Nordhäuser nicht besser kommen können. Ein Heimspiel im Pokal und noch dazu einen Primus aus der Oberliga als Gegner. Mit dem HSV Apolda stellte sich eine der spielstärksten Mannschaften aus dem Thüringer Oberhaus dem Nordhäuser Publikum vor. Dabei sind die Gäste alte Bekannte. Seit Jahren pflegen beide Vereine enge Kontakte.
Nach dem Anpfiff der beiden Männer in Schwarz, Volker Leinhos und Volker Sondermann vom Thüringer HC, war es HSV-Spieler Volker Goldmann vorbehalten den Torreigen zu eröffnen. Die postwendende Antwort, verbunden mit dem Ausgleich, kam von Sebastian Kreutz. Danach erhöhten Stefan Fuhrmann und Thomas Riemekasten zum Erstaunen der Zuschauer auf 3:1. Die Gäste nahmen anfänglich den NSV, trotz Trainer-Warnung, nicht so richtig ernst. Die individuell stärkeren HSV Spieler auf einmal mit ungewohnten Fehlern im Spielaufbau und Abschluss. Auch die stellenweise praktizierte Manndeckung gegen Kanonier Fuhrmann verpuffte. Er lies seinen Gegenspieler und zugleich den Torhüter verzweifeln. Nur selten fand der Ball den Weg nicht ins Tor. Seine Ausbeute 12 Treffer, 8 davon in der zweiten Halbzeit.
Die Nordhäuser, in diesem Spiel ohne Favoritenlast, zogen blank und warfen alles in die Waagschale, was sie aufzuweisen hatten. Und das war eine ganze Menge. Da die Gastgeber ständig vorlegten war der HSV unter Druck. Für die vielen Handballfans ein Leckerbissen, David ärgerte Goliath, dafür gab es viel Beifall. Die Nordhäuser Spieler ihrerseits bedanken sich mit einer starken Mannschaftsleistung verbunden mit der Führung (7:5).
Zwei Treffer in Folge und der HSV war mit dem 7:7 wieder dran. Marcel Effenberg und Christian Flötling stellten den alten Abstand (9:7) wieder her. Ein wenig ins Grübeln konnte man angesichts der Rollenverteilung auf dem Parkett schon kommen. Der NSV frech und abgeklärt nutzte seine Chancen, vergab dabei aber die Möglichkeit einer höheren Führung. Nach dem 14:12, kurz vor der Pause, schlugen dann die Apoldaer völlig unerwartet zu.
Die Nordhäuser mussten, erstmalig im Spiel, dem hohen Tempo Tribut zollen. Zwar stand die Deckung noch aber der Angriff hatte nun mit Ladehemmungen zu kämpfen. Die Gäste spielten ihre Erfahrung aus und drehten den Spieß um. Aus einem zwei Tore Rückstand wurde zur Halbzeit ein zwei Tore Vorsprung (14:16).
Nach dem Seitenwechsel um Anschluss bemüht, keimte bei den Hausherren mit dem 15:16 noch einmal Hoffnung. In dieser Phase war es aber nicht mehr als ein Strohfeuer. Apolda nun abgeklärt wies die aufopferungsvoll kämpfenden Südharzer in die Schranken und enteilten auf 18:27. Die Nordhäuser Bank reagierte und stellte Deckung und Angriff um, was Wirkung zeigte. Plötzlich war der NSV wieder am Drücker. So schmolz der beachtliche Vorsprung von 9 Toren der Gäste durch vier Treffer in Folge (22:28). Bis zum Schluss folgte ein offener Schlagabtausch. Am Ende siegte der HSV Apolda in einem hochklassigen und zu jeder Zeit fairen Spiel mit 33:28 Sieg und zog ins Finale ein.
Beim NSV war so richtig keine Traurigkeit zu spüren. Sie sind an ihre Grenzen gegangen und haben dem Primus aus der Oberliga zumindest 40 Spielminuten in Schach gehalten. HSV Trainer Ralf Börmel nach dem Spiel.. . ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Die Nordhäuser mit Teamgeist und klugem Spiel brachten uns mächtig in Verlegenheit.... Somit wusste der NSV auch im zweiten Spiel gegen einen Oberligavertreter zu überzeugen. Es war wieder einmal der Teamgeist, der den NSV stark machte.
Frank Ollech
Karsten Scholz/ Sören Ahlert/ Michael Spieß 2/ Marcel Effenberger 1/ Stefan Fuhrmann 12/ Thomas Riemekasten 2/ Sebastian Kreutz 5/ Marco Holznagel 1/ Christian Flötling 2/ Christian Müller 2/ Martin Stritzel 1/ Holger Kühne/ Tristan Schuhmann
Autor: nnzEs hätte für die Nordhäuser nicht besser kommen können. Ein Heimspiel im Pokal und noch dazu einen Primus aus der Oberliga als Gegner. Mit dem HSV Apolda stellte sich eine der spielstärksten Mannschaften aus dem Thüringer Oberhaus dem Nordhäuser Publikum vor. Dabei sind die Gäste alte Bekannte. Seit Jahren pflegen beide Vereine enge Kontakte.
Nach dem Anpfiff der beiden Männer in Schwarz, Volker Leinhos und Volker Sondermann vom Thüringer HC, war es HSV-Spieler Volker Goldmann vorbehalten den Torreigen zu eröffnen. Die postwendende Antwort, verbunden mit dem Ausgleich, kam von Sebastian Kreutz. Danach erhöhten Stefan Fuhrmann und Thomas Riemekasten zum Erstaunen der Zuschauer auf 3:1. Die Gäste nahmen anfänglich den NSV, trotz Trainer-Warnung, nicht so richtig ernst. Die individuell stärkeren HSV Spieler auf einmal mit ungewohnten Fehlern im Spielaufbau und Abschluss. Auch die stellenweise praktizierte Manndeckung gegen Kanonier Fuhrmann verpuffte. Er lies seinen Gegenspieler und zugleich den Torhüter verzweifeln. Nur selten fand der Ball den Weg nicht ins Tor. Seine Ausbeute 12 Treffer, 8 davon in der zweiten Halbzeit.
Die Nordhäuser, in diesem Spiel ohne Favoritenlast, zogen blank und warfen alles in die Waagschale, was sie aufzuweisen hatten. Und das war eine ganze Menge. Da die Gastgeber ständig vorlegten war der HSV unter Druck. Für die vielen Handballfans ein Leckerbissen, David ärgerte Goliath, dafür gab es viel Beifall. Die Nordhäuser Spieler ihrerseits bedanken sich mit einer starken Mannschaftsleistung verbunden mit der Führung (7:5).
Zwei Treffer in Folge und der HSV war mit dem 7:7 wieder dran. Marcel Effenberg und Christian Flötling stellten den alten Abstand (9:7) wieder her. Ein wenig ins Grübeln konnte man angesichts der Rollenverteilung auf dem Parkett schon kommen. Der NSV frech und abgeklärt nutzte seine Chancen, vergab dabei aber die Möglichkeit einer höheren Führung. Nach dem 14:12, kurz vor der Pause, schlugen dann die Apoldaer völlig unerwartet zu.
Die Nordhäuser mussten, erstmalig im Spiel, dem hohen Tempo Tribut zollen. Zwar stand die Deckung noch aber der Angriff hatte nun mit Ladehemmungen zu kämpfen. Die Gäste spielten ihre Erfahrung aus und drehten den Spieß um. Aus einem zwei Tore Rückstand wurde zur Halbzeit ein zwei Tore Vorsprung (14:16).
Nach dem Seitenwechsel um Anschluss bemüht, keimte bei den Hausherren mit dem 15:16 noch einmal Hoffnung. In dieser Phase war es aber nicht mehr als ein Strohfeuer. Apolda nun abgeklärt wies die aufopferungsvoll kämpfenden Südharzer in die Schranken und enteilten auf 18:27. Die Nordhäuser Bank reagierte und stellte Deckung und Angriff um, was Wirkung zeigte. Plötzlich war der NSV wieder am Drücker. So schmolz der beachtliche Vorsprung von 9 Toren der Gäste durch vier Treffer in Folge (22:28). Bis zum Schluss folgte ein offener Schlagabtausch. Am Ende siegte der HSV Apolda in einem hochklassigen und zu jeder Zeit fairen Spiel mit 33:28 Sieg und zog ins Finale ein.
Beim NSV war so richtig keine Traurigkeit zu spüren. Sie sind an ihre Grenzen gegangen und haben dem Primus aus der Oberliga zumindest 40 Spielminuten in Schach gehalten. HSV Trainer Ralf Börmel nach dem Spiel.. . ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Die Nordhäuser mit Teamgeist und klugem Spiel brachten uns mächtig in Verlegenheit.... Somit wusste der NSV auch im zweiten Spiel gegen einen Oberligavertreter zu überzeugen. Es war wieder einmal der Teamgeist, der den NSV stark machte.
Frank Ollech
Karsten Scholz/ Sören Ahlert/ Michael Spieß 2/ Marcel Effenberger 1/ Stefan Fuhrmann 12/ Thomas Riemekasten 2/ Sebastian Kreutz 5/ Marco Holznagel 1/ Christian Flötling 2/ Christian Müller 2/ Martin Stritzel 1/ Holger Kühne/ Tristan Schuhmann









