Mo, 13:37 Uhr
23.02.2009
Verbundenheit und Verantwortung
Zu einem Studienbesuch hatte das JugendSozialwerk Nordhausen seine Partner im Europäischen Freiwilligendienst eingeladen. Die Aufnahme- und Entsendeorganisationen aus Großbritannien, Estland, Polen, Spanien, den Niederlanden, Ungarn, Norwegen, Italien und Griechenland besuchten eine Woche lang die Aufnahmeprojekte des Vereins in Nordhausen, Rudolstadt und Dresden...
Die Freiwilligen Monika aus Litauen (links) und Barbara (Mitte) aus Polen mit ihrer Tutorin Frau Körber (rechts) im Kindergarten Am Frauenberg
Tief beeindruckt waren die Gäste von der Qualität und Vielfalt der Projekte sowie den mannigfaltigen Lernmöglichkeiten für die europäischen Freiwilligen. In den mit den Projektbesuchen verbundenen Diskussionsrunden fand ein reger Austausch zu verschiedensten Aspekten des Europäischen Freiwilligendienstes statt. Steve und Simon vom YMCA in Stoke on Trent, die zukünftig Freiwillige aufnehmen möchten, sagten: Was wir hier sehen und hören, ist von unschätzbarem Wert für unseren Start in den Europäischen Freiwilligendienst. Zwar haben wir viel Erfahrung in der Arbeit mit nationalen Freiwilligen, aber die Anforderungen an einen Europäischen Freiwilligendienst sind noch einmal ganz andere. Wir haben verstanden, dass der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen, Entsendeorganisation und Aufnahmeorganisation eine ungeheure Bedeutung zukommt. Wir werden versuchen, die hier geballten Erfahrungen in unserer Arbeit zu berücksichtigen, und wir hoffen auf die weitere Unterstützung der anderen Teilnehmer am Kurzstudienbesuch.
Zahlreiche konkrete Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte haben sich im Laufe der Woche herauskristallisiert. Am Ende unterschrieb jeder Teilnehmer einen Vertrag mit sich selbst, in dem er sich für die nächsten Wochen und Monate zu konkreten Schritten verpflichtete.
Alexandra (ganz rechts) aus Russland lässt die Gäste die Rothleimmühle entdecken
Die Ergebnisse der sehr intensiven und anstrengenden Diskussionen, der Besuche von Aufnahmeprojekten und Methodenbörsen wurden am Ende noch gemeinsam in eine umfangreiche Dokumentation eingebunden, die alle Partnerorganisationen bereits mit nach Hause nehmen konnten. Diese Dokumentation wird als Basis der weiteren Arbeit dienen.
In Nordhausen haben die Gäste das Jugendfreizeitprojekt Mobilé, das Jugendgäste- und Bildungshaus Rothleimmühle sowie den Kindergarten Am Frauenberg besucht. Alexandra aus Russland ließ die Gäste die Rothleimmühle mit Hilfe von Elementen der Foto-Safari erkunden. Radek aus Polen und Gerardo aus Spanien ließen die Gäste bei eisiger Kälte einige Gruppenaufgaben an den Niedrigseilelementen des Petersbergs ausprobieren.
Steve aus England, Gerardo aus Spanien, Kine aus Norwegen, Radek und Marzena aus Polen (von links nach rechts) beim Brückenbauen im Seilgarten am Petersberg
Danach hatten die Gäste im HAUS in der Domstraße Gelegenheit in ihren Landesfarben einen Stein durch Filzen zu gestalten. Gerardo berichtete anschließend über sein Vorhaben, den Spanisch- Schülern der Nordhäuser Gymnasien Sprache und Kultur seines Heimatlandes näher zu bringen.
Radek plant eine Promotion-Tour für den Europäischen Freiwilligendienst durch Nordhäuser Schulen. Vor allem Schüler von Regelschulen und Berufsschulen möchte er für diese Idee begeistern, da diese im Vergleich zu Abiturienten im Freiwilligendienst unterrepräsentiert sind.
Barbara aus Polen und Monika aus Litauen hatten Gelegenheit den Gästen einen Kindergarten im Ausnahmezustand vorzustellen. Im Kindergarten Am Frauenberg wurde Fasching gefeiert, als die Gäste kamen. Mit einem bunten Hut auf dem Kopf ließen auch diese sich von dem närrischen Treiben anstecken.
In der gemeinsamen Diskussion zu Fragen der Europäischen Staatsbürgerschaft tauschten die Teilnehmer am Kurzstudienbesuch mit den Europäischen Freiwilligen sowie Mitarbeitern des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. ihre Gedanken zu dem zumeist eher abstrakt anmutenden Gebilde Europa aus. Wenn europäische Freiwillige sich ihrer Rolle als Vertreter ihres Landes im Ausland bewusst sind, wenn sie bereit sind, sich auf die Regeln und Werte der aufnehmenden örtlichen Gemeinschaft einzulassen und diese mit Aspekten der eigenen Kultur zu bereichern, dann bekommt Europa ein Gesicht, dann kann das Gefühl von Verbundenheit und gemeinsamer Verantwortung für die Gestaltung eines besseren Europa reifen.
Der Studienbesuch wurde gefördert aus EU-Mitteln im Rahmen des Programms Jugend in Aktion.
Autor: nnzDie Freiwilligen Monika aus Litauen (links) und Barbara (Mitte) aus Polen mit ihrer Tutorin Frau Körber (rechts) im Kindergarten Am Frauenberg
Tief beeindruckt waren die Gäste von der Qualität und Vielfalt der Projekte sowie den mannigfaltigen Lernmöglichkeiten für die europäischen Freiwilligen. In den mit den Projektbesuchen verbundenen Diskussionsrunden fand ein reger Austausch zu verschiedensten Aspekten des Europäischen Freiwilligendienstes statt. Steve und Simon vom YMCA in Stoke on Trent, die zukünftig Freiwillige aufnehmen möchten, sagten: Was wir hier sehen und hören, ist von unschätzbarem Wert für unseren Start in den Europäischen Freiwilligendienst. Zwar haben wir viel Erfahrung in der Arbeit mit nationalen Freiwilligen, aber die Anforderungen an einen Europäischen Freiwilligendienst sind noch einmal ganz andere. Wir haben verstanden, dass der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Freiwilligen, Entsendeorganisation und Aufnahmeorganisation eine ungeheure Bedeutung zukommt. Wir werden versuchen, die hier geballten Erfahrungen in unserer Arbeit zu berücksichtigen, und wir hoffen auf die weitere Unterstützung der anderen Teilnehmer am Kurzstudienbesuch.
Zahlreiche konkrete Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte haben sich im Laufe der Woche herauskristallisiert. Am Ende unterschrieb jeder Teilnehmer einen Vertrag mit sich selbst, in dem er sich für die nächsten Wochen und Monate zu konkreten Schritten verpflichtete.
Alexandra (ganz rechts) aus Russland lässt die Gäste die Rothleimmühle entdecken
Die Ergebnisse der sehr intensiven und anstrengenden Diskussionen, der Besuche von Aufnahmeprojekten und Methodenbörsen wurden am Ende noch gemeinsam in eine umfangreiche Dokumentation eingebunden, die alle Partnerorganisationen bereits mit nach Hause nehmen konnten. Diese Dokumentation wird als Basis der weiteren Arbeit dienen.
In Nordhausen haben die Gäste das Jugendfreizeitprojekt Mobilé, das Jugendgäste- und Bildungshaus Rothleimmühle sowie den Kindergarten Am Frauenberg besucht. Alexandra aus Russland ließ die Gäste die Rothleimmühle mit Hilfe von Elementen der Foto-Safari erkunden. Radek aus Polen und Gerardo aus Spanien ließen die Gäste bei eisiger Kälte einige Gruppenaufgaben an den Niedrigseilelementen des Petersbergs ausprobieren.
Steve aus England, Gerardo aus Spanien, Kine aus Norwegen, Radek und Marzena aus Polen (von links nach rechts) beim Brückenbauen im Seilgarten am Petersberg
Danach hatten die Gäste im HAUS in der Domstraße Gelegenheit in ihren Landesfarben einen Stein durch Filzen zu gestalten. Gerardo berichtete anschließend über sein Vorhaben, den Spanisch- Schülern der Nordhäuser Gymnasien Sprache und Kultur seines Heimatlandes näher zu bringen.
Radek plant eine Promotion-Tour für den Europäischen Freiwilligendienst durch Nordhäuser Schulen. Vor allem Schüler von Regelschulen und Berufsschulen möchte er für diese Idee begeistern, da diese im Vergleich zu Abiturienten im Freiwilligendienst unterrepräsentiert sind.
Barbara aus Polen und Monika aus Litauen hatten Gelegenheit den Gästen einen Kindergarten im Ausnahmezustand vorzustellen. Im Kindergarten Am Frauenberg wurde Fasching gefeiert, als die Gäste kamen. Mit einem bunten Hut auf dem Kopf ließen auch diese sich von dem närrischen Treiben anstecken.
In der gemeinsamen Diskussion zu Fragen der Europäischen Staatsbürgerschaft tauschten die Teilnehmer am Kurzstudienbesuch mit den Europäischen Freiwilligen sowie Mitarbeitern des JugendSozialwerk Nordhausen e.V. ihre Gedanken zu dem zumeist eher abstrakt anmutenden Gebilde Europa aus. Wenn europäische Freiwillige sich ihrer Rolle als Vertreter ihres Landes im Ausland bewusst sind, wenn sie bereit sind, sich auf die Regeln und Werte der aufnehmenden örtlichen Gemeinschaft einzulassen und diese mit Aspekten der eigenen Kultur zu bereichern, dann bekommt Europa ein Gesicht, dann kann das Gefühl von Verbundenheit und gemeinsamer Verantwortung für die Gestaltung eines besseren Europa reifen.
Der Studienbesuch wurde gefördert aus EU-Mitteln im Rahmen des Programms Jugend in Aktion.





