Mi, 13:01 Uhr
25.02.2009
22.000 zu 1
Weltweit beschäftigt die Knauf-Unternehmensgruppe fast 22.000 Mitarbeiter, aber nur einen Förster. Der hat seinen Arbeitsplatz in Rottleberode. Aber eigentlich hat der Mann mehr im Landkreis Nordhausen zu tun. Was genau, das hat die nnz erfahren...
Lars Kothe kümmert sich als Abteilungsleiter Forst der Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode um die insgesamt 1.200 Hektar Wald, die das Unternehmen deutschlandweit besitzt. Mit rund 900 Hektar am Standort Rottleberode, also in Sachsen-Anhalt (Landkreis Mansfeld-Südharz) und Thüringen (Landkreis Nordhausen), befinden sich zwei Drittel der bewaldeten Fläche in unmittelbarer Nähe seines Büros.
60 Prozent dieser 900 Hektar sind Laubwald, 40 Prozent gehört der Fichte. Und genau diese Baumart ist am Standort fehl am Platze. Die 600 Liter Niederschlag, die wir über viele Jahre hier gemessen haben und messen, sind für Fichten einfach zu wenig. Mindestens 200 Liter mehr müssten es sein, erklärt Lars Kothe. Die zu geringe Feuchtigkeit, die von den Nadelbäumen aufgenommen werden kann, ist letztlich auch eine der Ursachen für den Borkenkäferbefall. Die Wälder werden vor allem im Randbereich krank, der einfallende Wind im Winter hat eine hervorragende Angriffsfläche. Im kommenden Jahr dreht sich die Spirale weiter.
Aufgehalten wird sie durch eine Umstrukturierung der firmeneigenen Wälder. Rund 25 Hektar des einstigen Nadelwaldbestandes sind in den vergangenen zwei Jahren in naturnahe Laubmischwälder umgewandelt worden. Wo einst die Fichte dominierte, findet man jetzt Buche, Bergahorn oder Eiche. Eine Eiche zum Beispiel benötigt bis zur Ernte rund 200 Jahre. Das, was jetzt gepflanzt wird, wird acht Generationen nach uns verarbeitet, erläutert Kothe.
Die Forstarbeit der Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode ist Bestandteil des unternehmerischen Gesamtkonzepts, das sich ständig zwischen Ertrag, Natur und Rohstoff bewegt. Auf vier Hektar rekultivierte Fläche kommt ein Hektar für die Inanspruchnahme durch die Rohstoffgewinnung. Von den 100 Hektar aufgebrochene Fläche, die nach dem Erwerb von Knauf mit übernommen worden waren, sind in den 19 Jahren noch 80 Hektar übrig geblieben.
Allein in den vergangenen zwei Jahren haben Lars Kothe und seine beiden Forstwirte die Pflanzung von 120.000 neuen Bäumen veranlasst, in diesem und in den nächsten Jahren wird dieser Prozess weitergehen. Gewinne werden mit der Waldbewirtschaftung nicht erzielt, die Kosten jedoch gedeckt.
Und nicht zuletzt leisten die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode in dieser sensiblen Region um den Alten Stolberg herum einen wesentlichen Beitrag für ein intaktes Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Und das kann nicht in Zahlen ausgedrückt werden.
Autor: nnzLars Kothe kümmert sich als Abteilungsleiter Forst der Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode um die insgesamt 1.200 Hektar Wald, die das Unternehmen deutschlandweit besitzt. Mit rund 900 Hektar am Standort Rottleberode, also in Sachsen-Anhalt (Landkreis Mansfeld-Südharz) und Thüringen (Landkreis Nordhausen), befinden sich zwei Drittel der bewaldeten Fläche in unmittelbarer Nähe seines Büros.
60 Prozent dieser 900 Hektar sind Laubwald, 40 Prozent gehört der Fichte. Und genau diese Baumart ist am Standort fehl am Platze. Die 600 Liter Niederschlag, die wir über viele Jahre hier gemessen haben und messen, sind für Fichten einfach zu wenig. Mindestens 200 Liter mehr müssten es sein, erklärt Lars Kothe. Die zu geringe Feuchtigkeit, die von den Nadelbäumen aufgenommen werden kann, ist letztlich auch eine der Ursachen für den Borkenkäferbefall. Die Wälder werden vor allem im Randbereich krank, der einfallende Wind im Winter hat eine hervorragende Angriffsfläche. Im kommenden Jahr dreht sich die Spirale weiter.
Aufgehalten wird sie durch eine Umstrukturierung der firmeneigenen Wälder. Rund 25 Hektar des einstigen Nadelwaldbestandes sind in den vergangenen zwei Jahren in naturnahe Laubmischwälder umgewandelt worden. Wo einst die Fichte dominierte, findet man jetzt Buche, Bergahorn oder Eiche. Eine Eiche zum Beispiel benötigt bis zur Ernte rund 200 Jahre. Das, was jetzt gepflanzt wird, wird acht Generationen nach uns verarbeitet, erläutert Kothe.
Die Forstarbeit der Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode ist Bestandteil des unternehmerischen Gesamtkonzepts, das sich ständig zwischen Ertrag, Natur und Rohstoff bewegt. Auf vier Hektar rekultivierte Fläche kommt ein Hektar für die Inanspruchnahme durch die Rohstoffgewinnung. Von den 100 Hektar aufgebrochene Fläche, die nach dem Erwerb von Knauf mit übernommen worden waren, sind in den 19 Jahren noch 80 Hektar übrig geblieben.
Allein in den vergangenen zwei Jahren haben Lars Kothe und seine beiden Forstwirte die Pflanzung von 120.000 neuen Bäumen veranlasst, in diesem und in den nächsten Jahren wird dieser Prozess weitergehen. Gewinne werden mit der Waldbewirtschaftung nicht erzielt, die Kosten jedoch gedeckt.
Und nicht zuletzt leisten die Knauf Deutsche Gipswerke KG Rottleberode in dieser sensiblen Region um den Alten Stolberg herum einen wesentlichen Beitrag für ein intaktes Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Und das kann nicht in Zahlen ausgedrückt werden.


