Do, 16:38 Uhr
26.02.2009
In der Krise an die Zukunft denken
Der Arbeitsmarkt bleibt weiter unter Druck. 151.054 Arbeitslose – 3.785 mehr als im Januar – verzeichnete die Agentur für Arbeit im Februar für den Freistaat Thüringen. Die Arbeitslosenquote beträgt 12,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (13,0 Prozent) ist die registrierte Arbeitslosigkeit aber um 6.225 gesunken. Und was sagt die Wirtschaft?
Trotz steigender Arbeitslosenzahl schlägt der Konjunktureinbruch nicht eins zu eins auf die Beschäftigung durch. Ein Teil des Anstiegs geht auch auf das Konto des frostigen Wetters, schätzt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die aktuellen Daten ein. Zwar wären laut jüngster Konjunkturumfrage die Beschäftigungspläne der Unternehmer für die nächsten Monate deutlich zurückgegangen. Allerdings seien sie immer noch merklich besser als in den Re-zessionsjahren 1993 oder 2003.
Zwei Drittel der Firmenchefs haben vor, auch in der aktuellen Krise zumindest an ihrer Stammbelegschaft festzuhalten, informiert Grusser. Schließlich würden nach Beendigung der Wirtschaftsflaute wieder Fachkräfte benötigt. Der demografische Wandel mit sinkenden Schülerzahlen und verringertem Erwerbstätigenpotential mache die Suche nach geeigneten Mitarbeitern dann zu einem Problem.
Unternehmer, die in ihrer Personalplanung vorausschauend handeln, sind künftig gut gerüstet und haben einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, merkt der IHK-Chef an und begrüßt die verstärkte Nutzung der Kurzarbeiterregelung. Dieses Instrument habe bisher einen weitaus stärkeren Anstieg der Arbeitslosenzahl verhindert. In Thüringen seien allein im Januar 2009 mehr als 17.000 Kurzarbeiter registriert worden. Grusser weist zudem darauf hin, dass die Zeit der Kurzarbeit keine verlorene Zeit ist, wenn sie für die Qualifizierung des Personals genutzt wird.
Nichtsdestotrotz müssen wir leider davon ausgehen, dass bei einem längeren Andauern der Konjunkturflaute die Zahl der Arbeitslosen weiter ansteigt, gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer mit Blick auf die kommenden Monate zu bedenken.
Autor: nnz/knTrotz steigender Arbeitslosenzahl schlägt der Konjunktureinbruch nicht eins zu eins auf die Beschäftigung durch. Ein Teil des Anstiegs geht auch auf das Konto des frostigen Wetters, schätzt Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, die aktuellen Daten ein. Zwar wären laut jüngster Konjunkturumfrage die Beschäftigungspläne der Unternehmer für die nächsten Monate deutlich zurückgegangen. Allerdings seien sie immer noch merklich besser als in den Re-zessionsjahren 1993 oder 2003.
Zwei Drittel der Firmenchefs haben vor, auch in der aktuellen Krise zumindest an ihrer Stammbelegschaft festzuhalten, informiert Grusser. Schließlich würden nach Beendigung der Wirtschaftsflaute wieder Fachkräfte benötigt. Der demografische Wandel mit sinkenden Schülerzahlen und verringertem Erwerbstätigenpotential mache die Suche nach geeigneten Mitarbeitern dann zu einem Problem.
Unternehmer, die in ihrer Personalplanung vorausschauend handeln, sind künftig gut gerüstet und haben einen deutlichen Wettbewerbsvorteil, merkt der IHK-Chef an und begrüßt die verstärkte Nutzung der Kurzarbeiterregelung. Dieses Instrument habe bisher einen weitaus stärkeren Anstieg der Arbeitslosenzahl verhindert. In Thüringen seien allein im Januar 2009 mehr als 17.000 Kurzarbeiter registriert worden. Grusser weist zudem darauf hin, dass die Zeit der Kurzarbeit keine verlorene Zeit ist, wenn sie für die Qualifizierung des Personals genutzt wird.
Nichtsdestotrotz müssen wir leider davon ausgehen, dass bei einem längeren Andauern der Konjunkturflaute die Zahl der Arbeitslosen weiter ansteigt, gibt der IHK-Hauptgeschäftsführer mit Blick auf die kommenden Monate zu bedenken.


