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Sa, 09:58 Uhr
28.02.2009

Schnäppchen für Energiesparer

„Von 2004 bis 2008 waren wir in Thüringen der Landkreis mit den meisten Anträgen in der Wohnungsbauförderung. Im vergangenen Jahr haben wir Anträge mit einem Darlehensvolumen von insgesamt rund einer Million Euro bewilligt“, sagt Marion Nolte. Sie arbeitet mit ihren Kolleginnen Gabriele Gröger und Iris Mock in der Wohnungsbauförderung im Landratsamt Nordhausen.


„Wir merken immer wieder, dass viele unsere Programme gar nicht kennen.“ Mit „unseren Programmen“ meint Marion Nolte drei Angebote des Landes Thüringen, die unter bestimmten Voraussetzungen eine zinsgünstige Finanzierung über die Thüringer Aufbaubank ermöglichen, die unter dem üblichen Marktniveau liegt.

Fördern (Foto: Piper) Fördern (Foto: Piper)

Neu ist in diesem Jahr das Modernisierungsdarlehen Öko-Plus. Damit können Eigentümer von Häusern und selbst genutzten Wohnungen speziell Maßnahmen von 10.000 bis 50.000 Euro finanzieren, die helfen, Energie einzusparen. Dazu zählen unter anderem die Wärmedämmung von Hauswänden und Dach, Lüftungsanlagen, neue Fenster, Türen oder Heizungen, die zum Beispiel erneuerbare Energien oder Kraft-Wärme-Kupplung nutzen. Da es ein politisches, wie auch wirtschaftliches und gesellschaftliches Ziel ist, Energie einzusparen, ist der Zinssatz bei Öko-Plus besonders niedrig. Der feste Zinssatz für zehn Jahre liegt aktuell bei nominal 2,65 Prozent, für fünf Jahre bei 2,3 Prozent.

Weiter im Angebot hat die Wohnungsbauförderung zwei Fördermaßnahmen: zum einen das Modernisierungsdarlehen, mit dem von 10.000 bis 35.000 EUR alles gefördert wird, was zum
Grundstück gehört, als zum Beispiel auch eine Terrasse oder Garage. „Wer viel selbst machen will, kann bei uns auch nur das Material abrechnen. Eine Muskelhypothek gibt es aber nicht“, sagt Marion Nolte. Zum anderen bietet das Thüringer Familienbaudarlehen die Möglichkeit, bis zu 100.000 Euro bzw. 30 Prozent der Gesamtkosten eines Neubaus, Ausbaus oder Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung zu finanzieren. „Eine wesentliche Zielsetzung dieser Programme ist, dass die jungen Leute in Thüringen bleiben und neben Arbeit ist ja Eigentum eine gute Möglichkeit, sie hier zu halten.“

Damit ein Antrag Aussicht auf Erfolg hat, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Mit den Darlehen soll eine tragbare Belastung erreicht werden. So müssen in aller Regel für die erste Person eines Haushaltes 660 EUR und für jede weitere Person zusätzlich 220 EUR im Monat zum Lebensunterhalt verbleiben. Im Gegenzug gibt es eine Einkommensobergrenze, bis zu der eine Förderung gewährt wird. Diese liegt zum Beispiel für eine vierköpfige Familie bei 60.900 Euro, wobei jedoch je nach den persönlichen Verhältnissen verschiedene Frei- und Pauschbeträge abgezogen werden können.

Finanziert werden bei Öko-Plus und beim Modernisierungsdarlehen bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten, jedoch unter Beachtung der Höchstgrenzen bzw. Mindestbeträge. Die einzelnen Programme lassen sich auch miteinander kombinieren. „Es gibt bei uns die Möglichkeiten der Möglichkeit, es gibt kein festes Strickmuster“, sagt Iris Mock.

Der angebotene Zinssatz bewegt sich in Abhängigkeit vom Leitzins wie bei Banken und Sparkassen auch. „Die aktuell gültigen Zahlen werden uns über die Thüringer Aufbaubank Erfurt zugeleitet“, sagt Marion Nolte. Die Darlehen bieten einen festen Zinssatz für fünf, zehn oder fünfzehn Jahre. Bei den beiden Modernisierungsprogrammen sind auch innerhalb der Laufzeit Sondertilgungen möglich.

Bei den Mitarbeiterinnen der Wohnungsbauförderung im Landratsamt finden die Antragsteller immer ein offenes Ohr. „Die Unterlagen sind wie so oft nicht so einfach auszufüllen. Wir lassen die Leute natürlich nicht allein mit dem Wust an Formularen, sondern bieten unsere Hilfe an“, so Marion Nolte. „Die Thüringer Aufbaubank erstellt dann ein Angebot. Das gilt zwei Wochen, wenn der Interessent diese verstreichen lässt, wird ein neues aktuelles zugestellt.“

Auch wenn es während der Laufzeit des Darlehens zu Problemen kommt beispielsweise bei der Ratenzahlung oder bei einer Trennung der Darlehensnehmer, können sich die Hausbesitzer bei der Wohnungsbauförderung melden. Genauere Informationen und die entsprechenden Anträge sind im Landratsamt, Behringstraße 3, im Dachgeschoss Zimmer 409 und 411 oder telefonisch unter 03631/ 911 -452 und -448 erhältlich.
Autor: nnz

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