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Mi, 16:58 Uhr
11.03.2009

Gute Aussichten für 2009

Kathleen Hahnemann ist Managerin. Sie managt einen kompletten Landkreis – mit einer Ausnahme: Die Stadt Nordhausen. Zu den Projekten, die sie betreut, gehört die etwas andere gläserne Fabrik...


Das Team (Foto: Piper) Das Team (Foto: Piper)
Von links: Alexander Pilling, zuständig für die Themen Energie, Naturschutz, LEADER-Managerin vor Ort Kathleen Hahnemann, Sören Kube, zuständig für die Themen Forst, Wirtschaft und Prof. Dr. Kunze, Projektleiter des Teams

„Die Entscheidung der Regionalen Aktionsgruppe Südharz für ein Management vor Ort war gut. Das Angebot hat sich herumgesprochen. Jeden Tag haben wir Anfragen aus Kommunen oder von Privatleuten“, sagt Kathleen Hahnemann von Büro Abraxas. Seit einem Vierteljahr arbeitet sie als LEADER-Managerin im Scheunenhof Sundhausen und berät zu Förderanträgen und EU-Förderprogrammen.

Der Landkreis Nordhausen – mit Ausnahme der Kernstadt Nordhausen – ist auch in der aktuellen Förderperiode von 2007 bis 2013 eine von 15 LEADER-Regionen in Thüringen, die von den EU-weiten Förderprogrammen für den ländlichen Raum, gespeist aus EU- und Landesmitteln, profitieren. Träger des LEADER-Prozesses ist die Regionale Aktionsgruppe (RAG) Südharz. Sie entscheidet mit dem Gremium Fachbeirat auf Grundlage der Regionalen Entwicklungsstrategie, welche Vorhaben förderwürdig sind und gibt dementsprechende Empfehlungen an die Behörden weiter, die über die eingereichten Anträge entscheiden.

„Für das Jahr 2009 können wir schon jetzt eine positive Bilanz ziehen“, so Kathleen Hahnemann, die gemeinsam mit ihren ABRAXAS-Kollegen Sören Kube, Alexander Pilling und Prof. Dr. Harald Kunze das LEADER-Management-Team bildet. Werden alle derzeit geplanten Projekte so realisiert, wird der Grundbetrag, den die LEADER-Region Südharz bekommt, voll ausgeschöpft. Im vergangenen Jahr lag der Grundbetrag für den Landkreis Nordhausen bei gut 400.000 Euro, konnte aber aufgrund der geringen Zeit nur zu einem Viertel ausgeschöpft werden. Im laufenden Jahr, für das ein ähnlicher Grundbetrag erwartet wird, stellt sich im Gegensatz dazu eher die Frage, ob sich noch Fördermittel darüber hinaus akquirieren lassen.

Gläserne Fabrik (Foto: Piper) Gläserne Fabrik (Foto: Piper) Wichtige Projekte, die 2009 auf der Agenda stehen, sind zum einen ein Entwicklungskonzept zum Thema Biogasverbund in der Region, das Modellcharakter im Bereich Einspeisung hat. Zum anderen ist es die Diversifizierung eines Eigenvermarktungsstandortes in Harzungen. Kunden sollen erleben können, woher ihre Wurst und ihr Fleisch kommen. Geplant ist eine „Gläserne Produktionsstätte“, in der Kunden sich von der artgerechten Haltung der Kühe und Schweine überzeugen können. Gleich nebenan sind die Landfleischerei und ein Biotop. Die Themen Landwirtschaft und Naturschutz können Besucher an diesem Ort gemeinsam betrachten.

Die Landwirtschaft in der Region zu stärken, ist ein wesentliches Ziel für die RAG Südharz. „Ein zentrales Leitprojekt der Entwicklungsstrategie ist außerdem die Realisierung des Naturparks Südharz – für uns ein ganz erstrebenswertes Ziel. Es geht nicht nur darum, EU- und Landesgelder sinnvoll in Einzelprojekte zu investieren, sondern auch eine strategische Infrastruktur wie den Naturpark zu installieren, der in seiner Wirkung weite Kreise zieht“, meint die LEADER-Managerin.
Auch wenn die Prognosen für 2009 insgesamt positiv aussehen, gibt Kathleen Hahnemann auch Probleme zu bedenken „Im ländlichen Wegebau haben wir im Landkreis einen enormen Nachholbedarf. Im Vergleich zu anderen Regionen wurden bei uns in den vergangenen Jahren nur wenige Wege gebaut, die Radfahrer, Fußgänger und landwirtschaftliche Fahrzeuge nutzen können, um die Straßen zu entlasten. Um den Wegebau voranzutreiben, sollten wir das Förderprogramm Ländliche Infrastruktur verstärkt nutzen“, sagt Kathleen Hahnemann.

Um zukünftig noch gezielter über die Fördermöglichkeiten von LEADER zu informieren, veröffentlicht das LEADER-Management ab dem Frühjahr ein Infoblatt, das vierteljährlich Förderprojekte aus der Region vorstellt, aus anderen LEADER-Regionen berichtet und über aktuelle Förderrichtlinien informiert. Um die Vernetzung der LEADER-Akteure im Landkreis auszubauen, veranstaltet das LEADER-Management im Mai zwei Südharz Foren, jeweils im nördlichen und im südlichen Landkreis. Bei diesen Treffen können sich private und kommunale Antragsteller informieren, mögliche Kooperationen ausloten und von den Erfahrungen andere Antragsteller profitieren. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Kontaktdaten LEADER-Management im Scheunenhof Sundhausen:
  • RAG Südharz e.V.
  • Kathleen Hahnemann
  • Uthleber Str. 24
  • 99734 Nordhausen
  • Tel.: 0 36 31 - 49 61 58
  • Internet: www.leader-rag-suedh.de
  • Email: lm-suedharz@abraxas-buero.de
Autor: nnz

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