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Di, 10:00 Uhr
21.04.2009

Ein Kapitän übergibt die Brücke

Mit Holger verlässt eines der letzten Handball-Urgesteine die Brücke. Der Kapitän des NSV-Flaggschiffes wollte am Samstag das letzte Mal sein Team in heimischen Gefilden zum Sieg führen.

Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese) Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)

Leider wurde es ein Abgang mit Hindernissen. Zu der von vielen Nordhäusern erhofften Abschiedsvorstellung mussten die Südharzer erst gar nicht auslaufen, denn der Gegner SV Petkus Wutha-Farnroda verließ den sicheren Heimathafen gar nicht erst. Sie stahlen sich mit einer Spielabsage aus der Verantwortung, in Angesicht einer zu erwartenden herben Niederlage. Damit verteidigte der Kapitän Holger Kühne und seine Mannschaft die Vize-Meisterschaft auch in der Saison 08/09.

Aufgrund der Absage hatten die Südharzer nun ein richtiges Problem. Sie wollten „dem ältesten Kapitän des NSV“ seine letzte Schlacht vor heimischer Kulisse nicht nehmen. Keine leichte Aufgabe zwei Stunden vor Spielbeginn. Die Handballer nahmen die Herausforderung aber an. Besonders Roy Grob und Peter Riemekasten machten das undenkbare möglich. Binnen kürzester Zeit stellten sie eine schlagkräftige Mannschaft aus alten Haudegen und jungen Kämpfern zusammen. Auch Torwart Urgestein Heiko Alert ließ sich wie alle nicht lange bitten.

Nach der Ehrung der Verbandsligisten kam der traditionelle Einlauf der Mannschaft zum Saisonende, doch diesmal ohne ihren Kapitän. Dieser fing langsam an zu ahnen was da auf ihn zukommt. Der letzte Einlauf wurde ihm nicht leicht gemacht. Ein Meer von mehr als 60 kleinen und großen Handballern, mit leuchtenden Wunderkerzen in Hand, bildeten eigens für ihn ein Spalier. Die Zuschauer, mitgerissen von der Stimmung, hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen.

Heil auf dem Parkett angekommen ließen es sich viele nicht nehmen persönlich adieu zu sagen. Mit kleinen und großen Geschenken dankten sie ihm für 683 Spiele im Dress der Nordhäuser Handballer.

Nach dem offiziellen Teil dürfte er natürlich seine Mannschaft in die letzte heimische Schlacht führen. Das es dabei nur gegen seine alten Kameraden ging kümmerte keinen. Beide Teams versuchten Handball für die Galerie zu spielen. Dabei ließen die Kempen des Flaggschiffes die Zügel etwas lockerer und setzten ihren „Küken“ in Szene. Dieser bedankte sich mit schönen Toren.

Die erste Halbzeit ging dabei eindeutig an die von Grob und Riemekasten betreute Mannschaft. Zu verdanken haben sie einen 15:10 Halbzeitstand aber nur der galanten Zurückhaltung der Ersten. Auch hatte der Schiedsrichter nicht unbedingt sein schwerstes Spiel zu leiten. Da auch diese von der Spielabsage informiert wurden, sprang kurzerhand Mannschaftskamerad Sebastian Kreutz ein.

In den zweiten 20 Spielminuten zeigte zuerst Stefan Fuhrmann warum er der Kanonier der Liga ist. Mit knallhart und gezielten Würfen aus dem Rückraum gab er den Startschuss für sein Team. Diese lösten die Bremsen und nahmen auch noch die Bremsklötze weg und zeigten einige Minuten ihr Können. Am Ende, wie nicht anders zu erwarten, stand ein 24:24 an der Anzeigetafel.

Nach dem Spiel stand wieder Holger Kühne im Mittelpunkt. Danksagungen von allen Seiten nahm der sichtlich gezeichnete „Ex-Kapitän“ noch eine ganze Weile entgegen.
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Kapitän nimmt Abschied (Foto: Sven Briese)
Autor: nnz

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