eic kyf msh nnz uhz tv nt
Sa, 09:24 Uhr
09.05.2009

Giftige Dämpfe am Taschenberg

Hinter der Nordhäuser Berufsfeuer liegt ein neunstündiger Einsatz. Auslöser dessen waren vermutlich Vandalen, die mit einer giftigen Flüssigkeit hantierten. Die nnz mit dem Protokoll des Einsatzes.

Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz) Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)

Seit 1.15 Uhr waren rund 30 Kameraden der Nordhäuser Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Nordhausen-Mitte am Taschenberg in Einsatz. Was als eine normale Beseitigung einer Ölspur begann, entpuppte sich nach 20 Minuten als Gefahrguteinsatz.

Zur Vorgeschichte: Vermutlich drei Jugendliche waren am Taschenberg unterwegs. Auf einem abgestellten Lkw entdeckten sie mehrere Behälter mit einer klebrigen Flüssigkeit. Die schütteten sie auf einen Audi (siehe Foto), der am Straßenrand geparkt war. Da die Flüssigkeit sehr ätzend wirkte, schütteten sie den restlichen Inhalt auf die Straße. Diese Spur wiederum bemerkte der Angestellte eines Wachschutzdienstes, der die Polizei und die Feuerwehr informierte.

Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz) Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)

Wie Feuerwehr-Chef Gerd Jung der nnz sagte, handelte es sich um eine giftige Harzlösung. Die wurde von den Kameraden unter größter Vorsicht mit einem Bindemittel aufgenommen. Am Vormittag wurde die gesamte Straße des Taschenberges im Bereich der alten Brauerei mit einer Seifenlösung gereinigt, damit der Straßenbelag wieder griffig wird.

Beim Einsatz mit dabei waren neben den Feuerwehren auch die Rettungsdienste, ein Notarzt, die Kriminalpolizei, die untere Wasserbehörde und der Stadtentwässerungsbetrieb. Fünf Feuerwehrleute und der Mitarbeiter des Wachschutzes, die etwa 20 Minuten den Dämpfen der Flüssigkeit ausgesetzt waren, sind ins Südharz-Krankenhaus zur Beobachtung gebracht worden. Gerd Jung: „Dabei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, bislang zeigen sich bei unseren Kollegen keine Symptome einer Vergiftung.“

Unbestätigten Informationen zufolge soll einer der mutmaßlichen Täter sich bereits im Krankenhaus mit Vergiftungserscheinungen gemeldet haben. Die anderen sollten sich ebenfalls melden. Dazu wurde auch eine Rundfunkwarnung herausgegeben.
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Einsatz am Nordhäuser Taschenberg (Foto: nnz)
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Bommel
09.05.2009, 12:13 Uhr
auweia
Da hab ich ja Glück gehabt, bin da eine Stunde vorher an dem LKW vorbeigelaufen,da sah aber noch alles normal aus. *erleichtert*
Okieh
09.05.2009, 17:20 Uhr
Kostenrechnung
Ich frage mich nur was der kopmplette Einsatz aller Kräfte inkl. Sachschaden kostet. Vor allem wer den "SPASS" dann bezahlen muss. Normalerweise der/die Verursacher??? Aber meist sind solche Subjekte nicht in der Lage für ihren Mist finanziell aufzukommen. Also dann doch wieder der Steuerzahler. Die Täter bekommen eventuell auch noch HarzIV, zahlt ja auch der Steuerzahler.

Bitte nicht wieder die Ausrede, sie hätten Frust gehabt, weil unsere Gesellschaft ja so schlecht ist.

In diesem Sinne ein friedliches Wochenende...
Real Human
10.05.2009, 11:16 Uhr
Dumm gelaufen!
Hoffentlich entstehen aus der Blödsinns-Tat keine langfristigen Schäden – zum Beispiel für die Feuerwehrleute oder für Boden und Grundwasser! Auch die finanziellen Schäden für unser Gemeinwesen sind beträchtlich. Die Verursacher werden hoffentlich schnell ermittelt. Aber – erst nach der Vernehmung der Täter und einer „gerichtlichen Würdigung“ der Tat sollte man „pädagogische“ Schlussfolgerungen ziehen.

Eine Spekulation darüber, ob diese „Subjekte“ (übrigens Stasi- und SED-Jargon) wirklich Hartz-IV-Empfänger waren, sollte man sich bis zur Aufklärung der Tat verkneifen. Außerdem ganz vorsichtig formuliert:

Nicht jeder Arbeitslosengeld-II-Empfänger ist ein „Assi“ und deswegen noch lange kein potenzieller Straftäter!
Okieh
10.05.2009, 20:49 Uhr
doch etwas mehr als nur Blödsinn
Diese Tat als "Blödsinn" ab zu tun ist doch etwas untertrieben. Wenn sogar Menschenleben dabei in Gefahr geraten ist es nach meiner Meinung nicht mehr als "Blödsinn" zu betiteln. „pädagogische Schlussfolgerungen“ stehen mir hierbei nicht zu, da haben bereits Andere versagt. Auch muss solch eine Tat nicht "gerichtlich gewürdigt" werden. So etwas bedarf keiner Würdigung, sonder mehr einer Ahndung nach gesetzlicher Sachlage.

Eine Klassifizierung als "Subjekt" ist absichtlich gewählt, da bisher nicht ersehbar ist um welche Täter es sich hadelt. Ob sie männlich, weilich, jugendlich oder im welchem Alter auch immer. Ich kenne zwar nicht den "Stasi- und SED-Jargon", aber eventuell haben ja ehemalige IM´s da ja mehr Erfahrung.

Ich wollte hier lediglich zum Ausdruck bringen, dass solch eine Tat weit über "Blödsinn" hinaus geht. Heute ist es ein Kanister mit einer giftigen Lösung, morgen brennt dann eventuell ein Auto oder ein Haus. Anarchie hat noch keiner Gesellschaftsordnung gut getan.
Contra
12.05.2009, 13:33 Uhr
an alle
Hier wird was von der Stasi erzählt und da fällt mir nichts mehr ein!!!! Die Gefahr die alle Feuerwehrleute ausgesetzt waren egal ob beruflich oder freiwillig ist doch Grund genug sich sorgen zu machen! Wie auch immer das zustande kam oder wer es verursacht hat mit Stasi oder pädagogische Gedanken nichts zu tun! Ich hoffe dass die Verursacher noch gesund sind und sich einen Arzt vorgestellt haben! Mit diesen Harzlöser ist nämlich nicht zu spaßen!!!
stimme-der-wahrheit
20.05.2009, 22:28 Uhr
Die Tücke eines Photos - Fehlende Schutzausrüstung
Der Brandamtmann der BF wird sicherlich vor den giftigen Dämpfen durch das Tragen seiner Schirmmütze geschützt, als er seinen Einsatzkräften, welche unter schweren Atemschutz und Kontaminationschutzanzügen arbeiten, den Weg weist.

Zur Erinnerung: Zu dem Zeitpunkt lagen mehrere Personen (davon 4 Berufsfeuerwehrleute) zum Ausschluss von Vergiftungserscheinungen bereits im Krankenhaus!!!

Das ist mehr als leichtsinnig!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)