eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
So, 18:58 Uhr
10.05.2009

Forderungen des VdK zur Wahl

Der Sozialverband VdK Deutschland gab am 5. Mai in Berlin den Startschuss für eine Kampagne zur Bundestagswahl mit der Kernforderung: "Die Finanzkrise darf nicht zu Sozialkürzungen führen." Welchen Forderungen gestellt werden erfahren Sie in diesem Bericht von Klaus Henze...

Rentner, Arbeitnehmer, Menschen mit Behinderung, Kranke und Pflegebedürftige hätten von den gigantischen Gewinnen der internationalen Finanzjongleure nicht profitiert und die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht verursacht. Deshalb dürften sie jetzt auch nicht deren Opfer werden, erklärte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Weiterer Sozialabbau würde die Kaufkraft der Bürger schmälern und die Konjunktur schwächen. Mascher betonte: "Gerade in Krisenzeiten muss in das Soziale investiert werden. Die Schere zwischen Arm und Reich darf nicht noch weiter auseinandergehen. Tatsächliche und gefühlte soziale Ungerechtigkeit fördert die Politik- und Demokratieverdrossenheit und gefährdet den sozialen Frieden."

Der VdK will im Rahmen seiner Kampagne alle Bundestagskandidaten und die breite Öffentlichkeit mit seinem Forderungskatalog "Gute Besserung" konfrontieren. Durch Aktionen und Veranstaltungen in seinen 9.000 Orts- und Kreisverbänden will der VdK auf seine Forderungen zu den Themen Rente, Gesundheit, Pflege, Menschen mit Behinderung und Armut aufmerksam machen. Für unseren VdK-Kreisverband Nordthüringen ist das die Fortsetzung der im Rahmen der Aktionswoche um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen geführten Diskussion unter dem Thema: "In welcher Gesellschaft wollen wir leben?" Dazu fanden bereits Diskussionsrunden mit Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Altersgruppen vom Grundschüler bis zum Rentner sowie Verantwortungsträgern statt.

Diskussionen wurden in Federführung der VdK-Ortsverbände u. a. geführt in Artern, Bad Frankenhausen, Oldisleben Roßleben, Sondershausen und Bleicherode. An diese Diskussionen werden die Mitglieder des Sozialverbandes anknüpfen in den Gesprächen mit den Kandidaten - nicht nur für den Bundestag - sondern auch zu den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl, zur Wahl der Mitglieder des Kreistages und Landtags, denn auch ihre Unterstützung ist gefragt, diese Forderungen umzusetzen. Die Forderungen des Sozialverbandes VdK sind:
  • 1. Rente muss Altersarmut verhindern. Deshalb brauchen wir höhere Renten für Geringverdiener und Arbeitslose sowie ungekürzte Rentenanpassungen für alle Rentner.
  • 2. Gesundheit muss für alle bezahlbar bleiben. Der Teufelskreis "Höhere Beiträge bei geringeren Leistungen" muss durchbrochen werden.
  • 3. Pflege muss menschenwürdig sein. Pflegebedürftige und deren Angehörige dürfen vom Staat nicht im Stich gelassen werden.
  • 4. Behinderung darf kein Nachteil sein. Menschen mit Handikap brauchen Chancengleichheit und Barrierefreiheit in Alltag, Schule und Beruf. Sie sind keine Menschen zweiter Klasse.
  • 5. Armut in allen Altersgruppen muss nachhaltig bekämpft werden. Wachsende Armut ist ein Armutszeugnis für ein reiches Land wie Deutschland.

Auf die Antworten der künftigen Interessenvertreter in den kommunalen Parlamenten bis zum Bundestag sind sicherlich nicht nur die über 1.000 VdK-Mitglieder des Kreisverbandes Nordthüringen in den Kreisen Nordhausen und Kyffhäuserkreis gespannt.
Klaus Henze
Autor: nnz/kn

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)