Di, 13:21 Uhr
12.05.2009
Arbeitsmarkt ist Politik
Die unterschiedlichen Aspekte der regionalen Arbeitsmarktpolitik standen im Mittelpunkt des jüngsten Klubgespräches des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV). Der Vorstand hatte den Vorsitzenden der Geschäftsführung des Nordhäuser Arbeitsagentur, Dr. Klaus Stein, und den Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises Nordhausen, Hans-Georg Müller, eingeladen.
Dr. Klaus Stein merkte zu Beginn seiner Ausführungen an, dass es möglich sei, dass der Landkreis Nordhausen nicht so stark von den Auswirkungen der derzeitigen Krise betroffen ist. Ursache dafür sei die Struktur der Wirtschaft, des Handwerks und des sonstigen Gewerbes. Danach erläuterte der Experte die aktuellen Trends am Arbeitsmarkt, die momentan nicht dafür sprechen, dass es eine dramatische Entwicklung am Arbeitsmarkt gibt.
Dr. Stein stellte den Unternehmern die Aufgaben und Möglichkeiten des Arbeitgeberservice der Agentur vor und stellte die Sicherung der Fachkräfte in den Firmen in den Mittelpunkt. Die demografische Entwicklung und die personelle Struktur vieler Unternehmen würden ein gemeinsames Handeln zwischen Agentur und Wirtschaft dringend erforderlich machen. Darüber hinaus erläuterte Dr. Stein die vielfältigen Fördermöglichkeiten wie das Kurzarbeitergeld, die seitens der Agentur angeboten werden.
Hans-Georg Müller (Foto: NUV)
Danach stellte Hans-Georg Müller die Aufgaben der ARGE vor und verdeutlichte die enormen Kosten, die für die Grundsicherung jährlich aufgebracht werden. Allein 17 Millionen Euro musste der Landkreis Nordhausen für die Kosten der Unterkunft von Hilfebedürftigen zur Verfügung stellen. Um die Hilfebedürftigkeit zu senken, stehen der ARGE verschiedene Instrumente zur Verfügung. Darüber hinaus berichtete der Geschäftsführer über die Struktur der Hilfebedürftigen. So seien 1.600 Frauen und Männer im Landkreis Nordhausen nicht in der Lage, durch ihr Einkommen für den Unterhalt für sich selbst oder ihre Familie zu sorgen.
In der Diskussion kamen konkrete Fragen von den Unternehmern, die dann auch beantwortet wurden. Zum Beispiel hinsichtlich der Einstellung von Schwerbehinderten. Unmut wurde deutlich, dass große Konzerne die aktuellen Regelungen und Förderungen wie das Kurzarbeitergeld schamlos ausnutzen würden, der regionale Mittelstand jedoch auf der Strecke bleiben würde.
Autor: nnzDr. Klaus Stein merkte zu Beginn seiner Ausführungen an, dass es möglich sei, dass der Landkreis Nordhausen nicht so stark von den Auswirkungen der derzeitigen Krise betroffen ist. Ursache dafür sei die Struktur der Wirtschaft, des Handwerks und des sonstigen Gewerbes. Danach erläuterte der Experte die aktuellen Trends am Arbeitsmarkt, die momentan nicht dafür sprechen, dass es eine dramatische Entwicklung am Arbeitsmarkt gibt.
Dr. Stein stellte den Unternehmern die Aufgaben und Möglichkeiten des Arbeitgeberservice der Agentur vor und stellte die Sicherung der Fachkräfte in den Firmen in den Mittelpunkt. Die demografische Entwicklung und die personelle Struktur vieler Unternehmen würden ein gemeinsames Handeln zwischen Agentur und Wirtschaft dringend erforderlich machen. Darüber hinaus erläuterte Dr. Stein die vielfältigen Fördermöglichkeiten wie das Kurzarbeitergeld, die seitens der Agentur angeboten werden.
Hans-Georg Müller (Foto: NUV)
Danach stellte Hans-Georg Müller die Aufgaben der ARGE vor und verdeutlichte die enormen Kosten, die für die Grundsicherung jährlich aufgebracht werden. Allein 17 Millionen Euro musste der Landkreis Nordhausen für die Kosten der Unterkunft von Hilfebedürftigen zur Verfügung stellen. Um die Hilfebedürftigkeit zu senken, stehen der ARGE verschiedene Instrumente zur Verfügung. Darüber hinaus berichtete der Geschäftsführer über die Struktur der Hilfebedürftigen. So seien 1.600 Frauen und Männer im Landkreis Nordhausen nicht in der Lage, durch ihr Einkommen für den Unterhalt für sich selbst oder ihre Familie zu sorgen.In der Diskussion kamen konkrete Fragen von den Unternehmern, die dann auch beantwortet wurden. Zum Beispiel hinsichtlich der Einstellung von Schwerbehinderten. Unmut wurde deutlich, dass große Konzerne die aktuellen Regelungen und Förderungen wie das Kurzarbeitergeld schamlos ausnutzen würden, der regionale Mittelstand jedoch auf der Strecke bleiben würde.


