Di, 14:16 Uhr
12.05.2009
Gavin Taylor als Don Giovanni
Wenn der britische Bariton Gavin Taylor in seinem kleinen Heimatdorf in Brandenburg spazieren geht oder einkauft, dann passiert es immer wieder, dass ihm die Kinder ein fröhliches Hallo, Daddy zurufen. Und wie ist das in Nordhausen?
Das haben sie sich von seiner achtjährigen Tochter Leandra abgeguckt, die ihren Vater natürlich mit Daddy anspricht. Seit nunmehr zehn Jahren lebt er in Deutschland, hat hier seine große Liebe gefunden und eine Familie gegründet.
Gavin Taylor stammt aus dem Süden Englands, wurde 1969 dort geboren. In jungen Jahren nahm er Unterricht in Klavier und Oboe. Doch für einen Pianisten fühlte er sich nicht gut genug und eines Tages als Oboe-Lehrer anderen das Instrument beizubringen, das war es für ihn auch nicht. Die Mutter riet ihm, zu singen. Sein Lehrer Robert Alderson brachte ihn schließlich zum Gesang. Professionelle Ausbildung erhielt Gavin Taylor am renommierten Royal Northern College of Music in Manchester bei Ryland Davies. Studienbegleitend besuchte er Meisterklassen bei Sherill Milnes, Chris Merritt, Francisco Araiza, Fedora Barbieri und Giuseppe Taddei.
1997 führte ihn sein Weg erstmals nach Deutschland. Als junger Bariton wurde er von Siegfried Matthus für die schwierige Partie des Huldbrand in E.T.A. Hoffmanns Undine an die Kammeroper Schloss Rheinsberg verpflichtet. Weitere Gastengagements führten den Engländer nach Frankreich, Polen und an größere Theater in Deutschland sowie nach Salzburg. Zu seinen wichtigsten Partien zählen neben Escamillo in Carmen und Don Giovanni auch viele zeitgenössische Partien, so der Kaiser von Atlantis von Ullmann und der Prinz von Homburg von Hans Werner Henze. Als Don Giovanni können ihn nun die Nordhäuser Theaterbesucher ab kommenden Freitag erleben. Gavin Taylor singt die Titelpartie in der Inszenierung von Kerstin Weiß.
In Nordhausen ist der Engländer kein Unbekannter mehr. Bereits in der vergangenen Spielzeit trat er in Hoffmanns Erzählungen gleich in vier Partien auf. Für Gavin Taylor war es eine sehr spannende Zeit. Nicht nur, weil die Oper ihm gesanglich viel abverlangte. Auch wenn er gerade nicht auf der Bühne zu sehen war, es gab für ihn keine Pause. Denn für jede Partie gab es eine neue Maske und ein neues Kostüm. In der nächsten Spielzeit dürfen sich die Theaterbesucher auf zwei weitere Opern mit Gavin Taylor freuen, auf Ein Maskenball von Giuseppe Verdi und Der Wildschütz von Albert Lortzing.
In der aktuellen Oper Don Giovanni werden die Zuschauer Gavin Taylor auch von seiner sportlichen Seite kennen lernen. Im ersten Akt greift er zum Degen und zeigt, dass er den Umgang damit beherrscht. Die Fechtszene weckt bei ihm Erinnerungen an eine sehr schöne Zusammenarbeit mit Placido Domingo in Cyrano de Bergerac im Royal Opera House Covent Garden in London. Auch mit Domingo studierte er eine große Fechtszene ein. Er erlebte Domingo in der Zusammenarbeit nicht nur als großen Sänger, sondern auch als einen ganz normalen Kollegen.
Wenn Gavin Taylor mal nicht zwischen Nordhausen und seinem Heimatdorf hin und her pendelt, verbringt er seine freie Zeit gern mit seiner Familie, die sich inzwischen durch die Zwillinge Leonie und Franziska, die sie als Pflegekinder aufgenommen hat, erweitert hat. In Haus, Hof und Garten gibt es darüber hinaus auch immer etwas zu tun, wobei der Opernsänger gern seiner Frau zur Hand geht.
Autor: nnz/knDas haben sie sich von seiner achtjährigen Tochter Leandra abgeguckt, die ihren Vater natürlich mit Daddy anspricht. Seit nunmehr zehn Jahren lebt er in Deutschland, hat hier seine große Liebe gefunden und eine Familie gegründet.
Gavin Taylor stammt aus dem Süden Englands, wurde 1969 dort geboren. In jungen Jahren nahm er Unterricht in Klavier und Oboe. Doch für einen Pianisten fühlte er sich nicht gut genug und eines Tages als Oboe-Lehrer anderen das Instrument beizubringen, das war es für ihn auch nicht. Die Mutter riet ihm, zu singen. Sein Lehrer Robert Alderson brachte ihn schließlich zum Gesang. Professionelle Ausbildung erhielt Gavin Taylor am renommierten Royal Northern College of Music in Manchester bei Ryland Davies. Studienbegleitend besuchte er Meisterklassen bei Sherill Milnes, Chris Merritt, Francisco Araiza, Fedora Barbieri und Giuseppe Taddei.
1997 führte ihn sein Weg erstmals nach Deutschland. Als junger Bariton wurde er von Siegfried Matthus für die schwierige Partie des Huldbrand in E.T.A. Hoffmanns Undine an die Kammeroper Schloss Rheinsberg verpflichtet. Weitere Gastengagements führten den Engländer nach Frankreich, Polen und an größere Theater in Deutschland sowie nach Salzburg. Zu seinen wichtigsten Partien zählen neben Escamillo in Carmen und Don Giovanni auch viele zeitgenössische Partien, so der Kaiser von Atlantis von Ullmann und der Prinz von Homburg von Hans Werner Henze. Als Don Giovanni können ihn nun die Nordhäuser Theaterbesucher ab kommenden Freitag erleben. Gavin Taylor singt die Titelpartie in der Inszenierung von Kerstin Weiß.
In Nordhausen ist der Engländer kein Unbekannter mehr. Bereits in der vergangenen Spielzeit trat er in Hoffmanns Erzählungen gleich in vier Partien auf. Für Gavin Taylor war es eine sehr spannende Zeit. Nicht nur, weil die Oper ihm gesanglich viel abverlangte. Auch wenn er gerade nicht auf der Bühne zu sehen war, es gab für ihn keine Pause. Denn für jede Partie gab es eine neue Maske und ein neues Kostüm. In der nächsten Spielzeit dürfen sich die Theaterbesucher auf zwei weitere Opern mit Gavin Taylor freuen, auf Ein Maskenball von Giuseppe Verdi und Der Wildschütz von Albert Lortzing.
In der aktuellen Oper Don Giovanni werden die Zuschauer Gavin Taylor auch von seiner sportlichen Seite kennen lernen. Im ersten Akt greift er zum Degen und zeigt, dass er den Umgang damit beherrscht. Die Fechtszene weckt bei ihm Erinnerungen an eine sehr schöne Zusammenarbeit mit Placido Domingo in Cyrano de Bergerac im Royal Opera House Covent Garden in London. Auch mit Domingo studierte er eine große Fechtszene ein. Er erlebte Domingo in der Zusammenarbeit nicht nur als großen Sänger, sondern auch als einen ganz normalen Kollegen.
Wenn Gavin Taylor mal nicht zwischen Nordhausen und seinem Heimatdorf hin und her pendelt, verbringt er seine freie Zeit gern mit seiner Familie, die sich inzwischen durch die Zwillinge Leonie und Franziska, die sie als Pflegekinder aufgenommen hat, erweitert hat. In Haus, Hof und Garten gibt es darüber hinaus auch immer etwas zu tun, wobei der Opernsänger gern seiner Frau zur Hand geht.

