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Sa, 11:08 Uhr
12.09.2009

Mehr An- als Abmeldungen

Befindet sich das Thüringer Gewerbe im Aufwind? Die neuen Zahlen des Statistischen Landesamtes für das erste Halbjahr 2009 geben viel Grund zur Hoffnung.

Von Januar bis Juni 2009 wurden in Thüringen mehr Gewerbe an- und weniger abgemeldet als in den ersten sechs Monaten 2008.
Die Zahl der Gewerbeanmeldungen stieg nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 106 bzw. 1,1 Prozent auf 9 460.
Die Gewerbeabmeldungen gingen um 103 bzw. 1,2 Prozent auf 8 804 zurück.
Auf 100 Anmeldungen kamen 93 Abmeldungen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 95 Abmeldungen.

Die meisten Anmeldungen (82,6 Prozent) entfielen auf die gewerblichen Neugründungen.
Von diesen 7 818 Neugründungen waren 2 228 bzw. 28,5 Prozent so genannte Betriebsgründungen mit größerer wirtschaftlicher Substanz (Personengesellschaften, Betriebe mit Beschäftigten). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Neugründungen um 47 bzw. 0,6 Prozent und die der Betriebsgründungen um 121 bzw. 5,7 Prozent.
71,5 Prozent der Neugründungen entfielen auf Kleinunternehmen und Nebenerwerbsbetriebe. Hier gab es einen Rückgang um 74 bzw. 1,3 Prozent auf 5 590 Anzeigen.
Die anderen Gewerbeanmeldungen betrafen Zuzüge und Übernahmen (Kauf, Pacht, Erbfolge, Änderung der Rechtsform, Gesellschaftereintritt).

Hauptgründe für die 8 804 Gewerbeabmeldungen im ersten Halbjahr 2009 waren in 6 932 Fällen (78,7 Prozent) vollständige Aufgaben, darunter 1 940 Betriebe mit wirtschaftlicher Substanz. Das waren 182 vollständige Aufgaben (- 2,6 Prozent) weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.
Die Zahl der Stilllegungen bei Kleinunternehmen und aus dem Nebenerwerb ging um 3,2 Prozent auf 4 992 zurück.
Die übrigen Gewerbeabmeldungen erfolgten durch Fortzüge und Übergaben (Verkauf, Verpachtung, Erbfolge, Änderung der Rechtsform, Gesellschafteraustritt).

Die meisten Gewerbe wurden im Handel mit 2 344 Anzeigen (Januar bis Juni 2008: 2 332) sowie im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 1 328 Anzeigen (Januar bis Juni 2008: 1 300) angemeldet. Zu diesen Dienstleistungen gehören zum Beispiel der Garten- und Landschaftsbau und die Gebäudebetreuung, Zeitarbeitsfirmen, Reisebüros und Reiseveranstalter, Vermietung von beweglichen Sachen, Wach- und Sicherheitsdienste, Schreibbüros sowie Call-Center.
Die meisten Abmeldungen gab es ebenfalls im Handel mit 2 570 Anzeigen (Januar bis Juni 2008: 2 677) sowie im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 1 099 Anzeigen (Januar bis Juni 2008: 1 107).

Mehr als ein Drittel (2 546) der 7 271 Einzelunternehmen wurden von Frauen angemeldet, das waren 4 Prozent weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

6 892 Einzelunternehmen wurden im ersten Halbjahr 2009 von Deutschen (94,8 Prozent) angemeldet. Von den 379 ausländischen Einzelunternehmern, die Gewerbe anmeldeten, hatten 56 die vietnamesische und 53 die türkische Staatsangehörigkeit.

Territorial betrachtet gab es erhebliche Unterschiede.
Bei den Gewerbeanmeldungen gab es die größten positiven Veränderungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 im Saale-Holzland-Kreis (15,6 Prozent) und in der Stadt Gera (14,7 Prozent).
Die höchsten Rückgänge bei den Anmeldungen wurden in den kreisfreien Städten Suhl (- 21,3 Prozent) und Eisenach (- 8,7 Prozent) festgestellt.
Die größten Rückgänge bei den Abmeldungen gab es in der Stadt Eisenach (- 14,1 Prozent) und im Landkreis Weimarer Land (- 13,9 Prozent), mehr Gewerbeabmeldungen gab es in den Landkreisen Schmalkalden-Meiningen (19,5 Prozent) und Ilm-Kreis (10,1 Prozent).
Autor: nnz

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