eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mo, 13:19 Uhr
14.09.2009

Grüne Karte für den Geopark Harz

Rat und Kommission des Europäischen Geoparke Netzwerkes EGN haben sich zu ihrer diesjährigen Herbsttagung im Geopark Naturtejo in Portugal versammelt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Auswertung der Überprüfung von nicht weniger als 14 der aktuell 35 Mitglieder des Netzwerkes. Sitz und Stimme in der zuständigen Kommission sowie im Rat hat auch eine Vertreterin der für die Geoparke zuständigen Division der UNESCO.

Dies nicht ohne Grund, denn die Entscheidung über eine weitere Mitgliedschaft im EGN ist zugleich die Entscheidung über die weitere Anerkennung als UNESCO-Geopark. Im Ergebnis der Überprüfungen gibt es folgende Entscheidungsmöglichkeiten: Grüne Karte für eine weitere vierjährige Mitgliedschaft ohne Einschränkungen, Gelbe Karte für eine weitere zweijährige Mitgliedschaft unter Auflagen oder Ausschluss (Rote Karte).

grüne karte (Foto: lra) grüne karte (Foto: lra)

Grüne Karte für den Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen. Von links: Patrick Mc Keever (Vizepräsident des EGN), Dr. Klaus George (Geschäftsführer Regionalverband Harz), Dr. Henning Zellmer (FEMO) und Prof. Nickolas Zouros (Präsident des EGN)

Der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen hatte in den letzten beiden Jahren eine Gelbe Karte. Für ihn konnte es deshalb nur um Rot oder Grün gehen. Mit etwas Zuversicht sind die beiden offiziellen Vertreter allerdings schon nach Portugal gereist, denn der einige Tage zuvor zugestellte Inspektionsbericht bescheinigte der Trägergesellschaft eine gute und zielstrebige Arbeit im Zeitraum seit der Inspektion 2007. Gesellschafter der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen GbR (Trägergesellschaft) sind die beiden Vereine Regionalverband Harz mit Sitz in Quedlinburg und FEMO mit Sitz in Königslutter an. Doch die Anhörung stand noch aus.

Vor dem versammelten Rat gaben die Inspektoren aus Griechenland und Italien, die den Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen im Juni überprüft hatten, Ihre Eindrücke wieder. Sie hatten einen ambitionierten und zugleich realistischen Aktionsplan vorgefunden, eine deutlich verbesserte Sichtbarkeit des Geoparks insbesondere im Harz festgestellt und lobten die enge Beziehung der Trägergesellschaft zu ihren regionalen Partnern. Damit waren an erster Stelle die Fördermitglieder des Regionalverbandes Harz angesprochen. Hervorgehoben wurde weiterhin, dass sich der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen inzwischen auch überzeugend an den Aktivitäten des europäischen und des globalen Netzwerkes der Geoparke beteiligt. Besonders die Beteiligung von FEMO an einem INTERREG-Projekt fiel hier ins Gewicht. Gewürdigt wurde schließlich das engagierte Management. In der der Anhörung folgenden Abstimmung entschied sich deshalb der Rat, dem Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen die Grüne Karte zuzuerkennen. Die beiden offiziellen Vertreter, Dr. Klaus George (Geschäftsführer des Regionalverbandes Harz) und Dr. Henning Zellmer (Geologe bei FEMO) zeigten sich ob der Entscheidung sehr erfreut. Die Freude war umso größer, als sich auf nationaler Ebene immer wieder Kritiker zu Wort meldeten, die den Geopark gerade im Teilgebiet Harz für nicht ausreichend erkennbar halten.

Das sahen die internationalen Inspektoren offenbar anders. „Es ist halt eine typisch deutsche Eigenart, in jeder Suppe ein Haar zu suchen“, so Dr. Klaus George. International wird vielmehr Wert darauf gelegt, dass in den Zeiten zwischen zwei Inspektionen Fortschritte erkennbar werden und sich der Geopark gleichzeitig auf immer höherem Niveau konsolidiert. Dr. Klaus George und Dr. Henning Zellmer bedanken sich deshalb bei allen Partnern in der Region, die dabei geholfen haben. Gleichzeitig mahnen sie, in den Anstrengungen nicht nachzulassen, denn bis zur nächsten Kontrolle 2013 sind es eben nur vier Jahre.

Insgesamt wurden anlässlich des 24. EGN-Treffens in Portugal neun Grüne Karten und drei Gelbe Karten vergeben. Eine Entscheidung wurde vertagt, und ein deutscher Geopark wurde aus dem Netzwerk ausgeschlossen. Mit der Roten Karte verlor so der Geopark Mecklenburger Eiszeitlandschaft seine Anerkennung als UNESCO-Geopark. Die Mecklenburger selbst hatten die Inspektoren ausladen müssen, weil sie aus finanziellen Gründen nicht mehr in der Lage waren, ausreichend eigenes Personal zu beschäftigen.

Neu in das EGN aufgenommen wurden die Geoparke Shetland (Schottland, Vereinigtes Königreich) und Helmos und Vouraikos (Republik Griechenland). Mit ihren Bewerbungen scheiterten hingegen zwei Geoparke aus Italien und ein grenzüberschreitend konzipierter Geopark (Slowakai/ Ungarn). Auch außereuropäisch gibt es neue UNESCO-Geoparke: drei in Japan und zwei in der Volksrepublik China. Insgesamt sind damit weltweit aktuell 63 Geoparke von der UNESCO anerkannt.

Dem 24. EGN-Treffen schließt sich eine Geoparkmesse an, auf der auch der Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen präsent sein wird.


Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)