Di, 13:41 Uhr
15.09.2009
Sinfonischer Auftakt in der Kirche
Bruckner und Messian stehen auf dem Programm des 1. Sinfoniekonzert in der neuen Spielzeit des Loh-Orchesters Sondershausen am 3. und 4. Oktober. Theaterpressereferentin Ilka Kühn informiert in der nnz online über diese Aufführungen.
Der eine war ein Kind der Romantik, der andere eines der Moderne, der eine Österreicher, der andere Franzose. Auch musikalische Unterschiede gibt es viele. Und doch haben beide Komponisten einiges gemeinsam: Anton Bruckner und Olivier Messiaen. Beide waren katholisch und sehr religiös, der Glaube wurde zu einer der wichtigsten Inspirationsquelle für das Komponieren. Und auch das Hauptinstrument dieser Musiker, die Orgel, war an den kirchlichen Raum gebunden.
Das Loh-Orchester führt in seinem ersten Sinfoniekonzert in dieser Spielzeit unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus L. Frank mit Bruckners 4. Sinfonie (der Romantischen) und Messiaens Orchesterzyklus L’Ascension (Die Himmelfahrt, 1932/33) Musik dieser beiden Komponisten zusammen. Spielorte sind dabei nicht wie gewohnt das Haus der Kunst in Sondershausen und das Theater Nordhausen, sondern die Kirche St. Trinitatis in Sondershausen sowie die Kirche St. Blasii in Nordhausen.
L’Ascension beeindruckt durch den großen Reichtum an Klangfarben und Stimmungen in allen vier Sätzen; jeder Satz eröffnet eine eigene Klangwelt, die in enger Verbindung zum außermusikalischen Inhalt steht. Schrittweise vollzieht Messiaen in seiner Musik Die Himmelfahrt nach. In die theologischen Zusammenhänge von L’Ascension wird während des Konzerts in Sondershausen Pfarrer Behr einführen.
Als sinfonische Riesenschlangen bezeichnete ein berühmter Musikkritiker zu Lebzeiten Bruckners dessen Sinfonien. Sie passten in keine der damals geläufigen Schubladen. Dieses Urteil verhinderte jedoch nicht, dass Bruckner zu einem der meistgehörten Komponisten wurde. Seine Sinfonien bergen wunderbarste Musik, die alle menschlichen Höhen und Tiefen auszuloten vermag. Seiner populärsten Sinfonie, der Vierten, hatte der Komponist selbst einige Erläuterungen beigefügt, die aus dem Fundus romantischer (Natur-)Bilder schöpften.
Das Konzert unter dem Motto Geistesverwandtschaften findet am 3. Oktober um 19.30 Uhr in der Kirche St. Trinitatis in Sondershausen statt. und am 4. Oktober um 19.30 Uhr in der Kirche St. Blasii in Nordhausen. Jeweils um 18.45 Uhr laden Markus L. Frank und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann in die Kirche zu einer Einführung ein.
Autor: nnzDer eine war ein Kind der Romantik, der andere eines der Moderne, der eine Österreicher, der andere Franzose. Auch musikalische Unterschiede gibt es viele. Und doch haben beide Komponisten einiges gemeinsam: Anton Bruckner und Olivier Messiaen. Beide waren katholisch und sehr religiös, der Glaube wurde zu einer der wichtigsten Inspirationsquelle für das Komponieren. Und auch das Hauptinstrument dieser Musiker, die Orgel, war an den kirchlichen Raum gebunden.
Das Loh-Orchester führt in seinem ersten Sinfoniekonzert in dieser Spielzeit unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus L. Frank mit Bruckners 4. Sinfonie (der Romantischen) und Messiaens Orchesterzyklus L’Ascension (Die Himmelfahrt, 1932/33) Musik dieser beiden Komponisten zusammen. Spielorte sind dabei nicht wie gewohnt das Haus der Kunst in Sondershausen und das Theater Nordhausen, sondern die Kirche St. Trinitatis in Sondershausen sowie die Kirche St. Blasii in Nordhausen.
L’Ascension beeindruckt durch den großen Reichtum an Klangfarben und Stimmungen in allen vier Sätzen; jeder Satz eröffnet eine eigene Klangwelt, die in enger Verbindung zum außermusikalischen Inhalt steht. Schrittweise vollzieht Messiaen in seiner Musik Die Himmelfahrt nach. In die theologischen Zusammenhänge von L’Ascension wird während des Konzerts in Sondershausen Pfarrer Behr einführen.
Als sinfonische Riesenschlangen bezeichnete ein berühmter Musikkritiker zu Lebzeiten Bruckners dessen Sinfonien. Sie passten in keine der damals geläufigen Schubladen. Dieses Urteil verhinderte jedoch nicht, dass Bruckner zu einem der meistgehörten Komponisten wurde. Seine Sinfonien bergen wunderbarste Musik, die alle menschlichen Höhen und Tiefen auszuloten vermag. Seiner populärsten Sinfonie, der Vierten, hatte der Komponist selbst einige Erläuterungen beigefügt, die aus dem Fundus romantischer (Natur-)Bilder schöpften.
Das Konzert unter dem Motto Geistesverwandtschaften findet am 3. Oktober um 19.30 Uhr in der Kirche St. Trinitatis in Sondershausen statt. und am 4. Oktober um 19.30 Uhr in der Kirche St. Blasii in Nordhausen. Jeweils um 18.45 Uhr laden Markus L. Frank und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann in die Kirche zu einer Einführung ein.



