Kommentare
denk-mal
01.10.2009, 00:25 Uhr
peinlich aber war
Matschie hat gar keine Wahl, geht er mit rot rot und akzeptiert einen roten MP dann ist er wortbrüchig,er wird zum matschielanti, geht er mit der cdu dann passt er sich nur an und hat seine wähler die eine andere politik wollten getäuscht. wer sich zum königsmacher aufschwingt verlässt beim sich aufschwingen den boden und die landung ist dann schmerzhaft.
clever wäre es gewesen der größten fraktion das gesetz des handelns aufzubürden und bei dem nicht zustandekommen von einer regierungsbildung, denen die schow zu stehlen und festzulegen "so machen wir es", einfach zu sagen, wir finden einen neutralen und machen den zum MP, aber mit dem matschie langzeitpalawer hat er eigentlich seriösität in frage gestellt.
sozies! es fehlt eben an gradlinigkeit. wenn die spd jemals wieder erste liga spielen will, muss sie sich auf bebel besinnen und begreifen ihr platz ist bei dem kleinen mann und ihre politik ist für den kleinen mann, mit schlingerkurs und ständig neuem anbiedern bei den politkonkurenten, wird das nichts.
auletes
01.10.2009, 06:57 Uhr
Sieg der Vernunft
Gratulation! Nun ist aus einem Christoph Matschie doch kein Grotewohl geworden. Trotz aller Anfeindungen hat er Standhaftigkeit bewiesen und Wort gehalten, keinen Ministerpräsidenten der SED-Nachfolgepartei in den Sattel zu helfen. Wenn die Linken dieses Amt anstreben, müssen sie sehen, wo sie dafür ihre Mehrheiten herbekommen.
So ist doch nur folgerichtig, wenn schon die Stimmen der SPD als dritter Gewinner nicht ausreichen, um den Ministerpräsidenten zu stellen, dass man sich nach einem verlässlicheren Partner umschaut. Mit Christine Lieberknecht als zukünftige Ministerpräsidentin von Thüringen kann ich sehr gut leben. Und warum sollte das, was die letzten Jahre im Bund gut geklappt hat, nicht auch in Thüringen klappen.
In Brandenburg war ein solches Bündnis auch erfogreich und hat weder CDU noch SPD geschadet. Und ein Matthias Platzeck hatte sicherlich gute Gründe, keine gemeinsame Sache mit den Linken zu machen.
Das relativ schlechte Abschneiden der SPD in Thüringen ist doch zum überwiegenden Teil der inneren Zerrissenheit geschuldet. Wenn der politische Gegner Matschie Knüppel zwischen die Beine schmeißen will, kann man das ja noch verstehen. Aber Demontage aus den eigenen Reihen, nachdem im Vorfeld durch innerparteiliche Abstimmungen die Marschrichtung klar vorgegeben war, sind nicht hinnehmbar.
Matschie ist jetzt aber dadurch gestärkt hervorgegangen. Es hat ihn härter gemacht. Er wird dieses Durchsetzungsvermögen brauchen, um gegenüber der CDU möglichst viele Zielstellungen der SPD verwirklichen zu können. Dewes, Becker und Co. sollten ihn dabei unterstützen statt weiter als 5. Kolonne der Linken zu agieren. Nur so kann man den gegenwärtigen Höhenflügen der Linken erfolgreich paroli bieten.
Linki
01.10.2009, 07:41 Uhr
Verräter
Die Sozis waren und bleiben Verräter. Müssen sich die Linken wenigstens nicht verbiegen und halbherzige Zugeständnisse machen. Matschie und seine Getreuen sind Betrüger, Lügner und Heuchler. Die Chance nach wirklicher Veränderung im Freistaat ist verschenkt, eine SPD-Stimme mehr im Bundesrat ebenfals. Vernünftig ist das jedenfals nicht. Was will man schon erwarten, von einer Partei, die sich einer Selbstauflösung nähert.
geloescht.otto
01.10.2009, 08:10 Uhr
Machtgeiles Gerangel
Herr Matschie ist doch im Grunde eine "Linke Bazille"! Erst hü dann hott, auch die Aussagen zu der Linken und warum daher auf keinen Fall ein MP kommen darf, waren rechthaberisch und kindisch!
Solche Leute braucht das Land mit Sicherheit nicht! Warum nicht mal neue Leute an die Macht, Leute die das Volk will?? Spätestens bei der nächsten Wahl werden wir solche Leute wie Matschie und Althaus in die Wüste schicken, da wo sie hin gehören!!!!
Maus
01.10.2009, 08:10 Uhr
Sieg der Schande
Es war klar das sich Matschie ( Karrieregeil wie er nun mal ist ) sich denen anbiedert, die ihm genauso machtgeil erscheinen. Der Wählerwille wird ignoriert, das was die Basis der SPD will, sowieso.
Matschie ist Gott!
Aber Herr Matschie, ich wette mit Ihnen, das zur nächsten Kommunalwahl in Thüringen sogar die NPD noch mehr Stimmen erhält als die SPD. Sie haben diese Partei gestern zu Grabe getragen. Aber das ist andererseits auch gut so. Bye Bye SPD!
auletes
01.10.2009, 09:14 Uhr
schlechte Verlierer
Auch wenn die Linken noch so spucken: Es bleibt dabei- auch 20 Jahre nach dem Mauerfall werden in Thüringen die ideologischen Nachlassverwalter der untergegangenen DDR nicht das Sagen haben. Und dann schon wieder diese blödsinnigen Prophezeiungen bezüglich der Zukunft der SPD. Was soll dieser Unsinn?
Der Untergang der SPD wäre es ganz sicher wenn die Sozialdemokraten nach der Pfeife der Linken tanzen würden. Was soll also das Gezetere, wenn es nun mal Tatsache ist, dass keine andere demokratische Partei in Thüringen mit den Linken koalieren will. Wenn man jemanden heiraten will, sollte man nicht vorher auf dem Wunschpartner herumhacken. Die derart Umworbene hat sich eben einen freundlicheren und zuverlässerigen Partner gesucht. Manchmal kann man sogar noch was von der CDU lernen!
Und diese mitleidvolle Heuchelei ob der derzeitigen Krise der SPD bezüglich deren angeblichen "Entsozialdemokratisierung". Eigentlich könnte das doch den Linken nur recht sein. Deren derzeige Höhenflüge resultieren doch nur aus der vorübergehenden Schwäche der SPD. Wenns mit der dann wieder aufwärts geht, gehts mit den Linken Berg ab.
Evtl reichts ja bei den nächsten Wahlen dazu, dass die Linken- kraft ihrer Wassersuppe- dann ohne fremde Hilfe den Thüringer Ministerpräsidenten stellen können.
Der Unterschied ist eben: Man kann in Thüringen derzeit nicht ohne die SPD regieren- ohne Linke schon. Matschie hat den Beweis angetreten!
auletes
01.10.2009, 10:59 Uhr
unangebrachte Matschie-Kritik
Ich weiss auch nicht, warum die Politik der Thüringer SPD immer nur an der Person Matschie festgemacht wird? Fest steht doch, dass die Entscheidung, nicht mit den Linken zu koalieren der Parteirat der SPD mit überweltigender, d.h. nicht knapper Mehrheit getroffen wurde.
Vorausgegangen war in den zurückliegenden Monaten eine Mitgliederbefragung der Thüringer SPD- also auch der Basis, bei der sich wiederum eine Mehrheit dafür ausgesprochen hat, bei einer möglichen Koalition mit den Linken in keinem Falle einen Ministerpräsidenten der Linkspartei zu wählen unabhängig vom Wahlausgang.
Und das hat matschie auch vor den Wahlen immer betont. Nichts anderes hat er nach den Wahlen gemacht. Ein Vergleich mit Frau Ypsilanti in Hessen hinkt schon deshalb, weil sie vor den Wahlen sagte, in keinem Falle mit den Linken zusammen zu gehen und nach den Wahlen was ganz anderes machen wollte. Das wäre ein Wählerbetrug geworden. Gott sei dank wurde sie aber noch rechtzeitig gestoppt.
Die SPD ist nun mal kein gleichgeschaltetes Gebilde, so wie es bei den Linken durchaus auch vernünftige und realitätsbewusste Genossen gibt. Audruck dessen dürfte zum Beispiel sein, dass es Gysi und Lafontaine bisher nicht gelungen ist, ein gemeinsames parteiprogramm aufzustellen, wo man schwarz auf weiss hat, wofür die Linken eigentlich stehen.
Totaldemokrat
01.10.2009, 11:44 Uhr
Der politische Scharlatan
Herr Greiner hat bereits gestern um 19:21 Uhr gewusst was wird. Auch wie es Matschie drehen will, hat der sehr gut unterrichtete Herr Greiner der Öffentlichkeit mitgeteilt. Überregional erschien die Meldung das Matschie mit den Schwarzen koalieren will erst nach 00:30 Uhr des folgenden Tages. Die nnz schlägt N24 & Co, gut so!
Zum Thema. Matschie hat die Öffentlichkeit getäuscht, er hat seine eigenen Leute, auf deutsch gesagt, verar.... Erfurts OB Bausewein ist von Matschie gefragt worden ob er MP werden will, der meinte er muss erst mal überlegen, was ja auch legitim ist. Die Linke wäre einverstanden mit Bausewein gewesen. Aber bevor Bausewein geantwortet hat, entschied sich Matschie für schwarz-rot. Matschie konnte offensichtlich nicht damit fertig werden, das ein anderer Sozialdemokrat als er Ministerpräsident von Thüringen wird. Er ist in seine eigene Falle gelaufen, diese Falle heißt Machtgeilheit, Arroganz und Negierung der tatsächlichen politischen Verhältnisse.
Aber eventuell hat das ganze auch was gutes, die SPD Basis muss entscheiden und sollte den Matschie in die Wüste jagen. Das wäre das Beste: Althaus weg, Matschie weg!
Die Leute, welche Herr Kommentator auletes (Flötenspieler) als "5. Kolonne" bezeichnet, sollten versuchen ihre Kräfte zu bündeln, Landesweiten Widerstand gegen Matschie zu organisieren um Matschie und die Ewiggestrigen von der SPD über den Jordan zu jagen.
Sehr geehrter Herr Kommentator auletes, Sie sollten sich etwas besser informieren und nicht einfach Halbwahrheiten veröffentlichen. Die Grünen wären durchaus bereit gewesen mit der Linken zu koalieren, also informieren Sie sich besser. Aber eventuell haben Sie es auch einfach nicht gewusst und das kann ja mal passieren.
Aber was Sie als blödsinnige Prophezeiungen bezeichnen ist leider die bittere Wahrheit. Es ist doch tatsächlich so, das die SPD seit Jahren nur am verlieren ist. Und wenn mal ein gutes Ergebnis wie zur Kommunalwahl 2009 in Nordhausen passiert, ja dann ist es durch Wählerbetrug entstanden und alle wissen das. So schnell wird sich die SPD nicht erholen, schauen Sie sich doch mal die Entwicklung in Thüringen an.
Noch im Jahre 2002 hatte die SPD in Thüringen bei den Bundestagswahlen satte 39,9 Prozent erreicht. 2005 wahren es immerhin noch 29,8 Prozent. Und heute? 17,6 Prozent! Und das wird solange weiter runtergehen bis die Ursachen, die für die Vernichtung der Sozialdemokratie verantwortlich sind, nicht gestoppt werden. Die Politik der SPD von heute umfasst im Wesentlichen: Sozialabbau, Kriegszustimmung, Schwächung der Gewerkschaften, prekäre Jobs und Hartz4.
Gerade mit Hartz4 wurde eine Lohnspirale nach unten in Gang gesetzt, ganze Bevölkerungsschichten sind seither verarmt und ausgegrenzt. Zu verantworten hat das der Genosse der Bosse Ex Kanzler Herr Schröder, aber auch diejenigen die bis heute nicht erkannt haben welch schwerer Fehler die Umsetzung der SPD Agenda 2010 ist.
Sehr geehrter Herr Kommentator autelets. Sie meinen auch 20 Jahre nach dem Mauerfall werden in Thüringen die ideologischen Nachlassverwalter der untergegangenen DDR nicht das Sagen haben. Wenn Sie damit Herrn Ramelow meinen, na ja, der wohnte damals nicht in einem der 15 DDR Bezirke…Werden Sie doch mal konkret, wen meinen Sie denn?
Jeder kann aus dem Schelterucksack was herauskramen. Die SPD hat da auch jede Menge Leichen im Keller der deutschen Geschichte. Den Leuten in Thüringen geht es aber um das Jetzt und heute. Die Thüringerinnen und Thüringer wollen heute eine neue Politik, wir brauchen eine Thüringer Perestroika. Das ist mit Matschie & Co leider nicht möglich.
Und deshalb noch mal die Frage: Wer sind hier die Verlierer? Nicht die Linken, es sind die Thüringerinnen und Thüringer die wieder mal verar... worden sind durch die opportune und machtgeile Politik des Herrn Matschie.
Ich gebe Herrn Dewes vollkommen recht, wenn er heute gegenüber MDR Info sagte: Herr Matschie ist ein politischer Scharlatan!
Real Human
01.10.2009, 13:06 Uhr
Die SPD in ihrem Lauf ...
Das, was auletes – offensichtlich stellvertretend für Herrn Matschie – so in seinen Kommentaren äußert, erinnert mich stark an die Zeit des endgültigen Abgesangs der DDR. Es zeugt aus meiner Sicht von einer ernsthaften Bewusstseinsstörung, wenn jemand ausgerechnet die Linken als schlechte Verlierer wahrnimmt. Der Vergleich der Wahlergebnisse der Partei DIE LINKE mit denen der SPD zeigt ein deutlich anderes Bild. Wer nähert sich denn bundesweit immer mehr der Fünf-Prozent-Hürde – DIE LINKE oder die SPD?
Es wäre jedoch eine grobe Fehleinschätzung, zu hoffen, die über 140 Jahre alte Tante würde 2013 in der 5%-Gruft versinken. Nein, im Gegenteil! Die Schwindsüchtige wird sich im Bundestag – in der Opposition – noch einmal kräftig Rouge auf die bleichen Wangen malen und wie eine Jeanne d'Arc für die Rechte der Arbeitnehmer Theater spielen. Ein Harzer wird vielleicht sogar gegen Hartz-IV wettern. Und das wird ihr wieder Prozentpunkte bringen!
Ihr lieben kleinen linken Aufsteiger! Seid vorsichtig mit schwindsüchtigen alten Damen. Wer mit solchen ins Bett steigt, kann sich dabei leicht mit gefährlichen Krankheiten anstecken! Ihr müsst euch nicht um jeden Preis an einer Horror-Porno-Show beteiligen. Überlasst das im Zweifelsfall den Schwarzen. Die kennen sich mit Untoten besser aus.
Auch das Argument, der Wähler habe in Thüringen für einen Wechsel nach links gestimmt, sollte man nicht überstrapazieren. Immerhin meinen noch 17,6 der Thüringer Wähler, die Hartz-IV- und Lügenpartei würde ihre Interessen noch am besten vertreten (Ergebnis der Bundestagswahl 2009 in Thüringen).
Die Linke sollte aus der DDR eins gelernt haben: Wer sich – damals aus gutem Grund(!) – nicht beglücken lassen will, den muss man gehen lassen, bis vielleicht irgendwann einmal der richtige Groschen fällt. Um allerdings vielleicht einmal 51 Prozent der Deutschen von der Richtigkeit linker Politik (welch schwammiger Sprachgebrauch der Linken!) zu überzeugen, muss DIE LINKE noch viel interne Klärung und Aufklärung durchführen. Insbesondere muss sie sich überlegen, inwieweit es Sinn macht, die islamistischen Feinde der Aufklärung weiter indirekt zu unterstützen.
Auch innen- und gesellschaftspolitisch sind klarere Aussagen notwendig:
Was wird aus dem gegenwärtigen Bank(un-)wesen?
Wird die Mitbestimmung wie(!) ausgebaut?
Wie viel Unternehmerfreiheit ist notwendig?
Wie gestaltet man eine sinnvolle Grundsicherung? Usw., usw. ....
Das sind alles Fragen, auf welche die Schröder-SPD bürgerfeindliche Antworten gegeben hat. Das Ergebnis davon ist klar aber offensichtlich noch nicht klar genug!
@"Totaldemokrat":
Ja, wir brauchen – nicht nur im grünen Ländle – sondern in der ganzen EU ganz dringend Glasnost und Perestroika! Wo ist der Geist von 1989? Nicht der Biergeist!
Madame-Cherie
01.10.2009, 13:25 Uhr
Linke Vergangenheit ?
Irgendwie komisch, wie viele es auf einmal befleißigt, diese Hetze gegen die Linken und deren Vergangenheit zu endeckten. Ich kann diese hinterhältige, kleingeistige und verlogene Propaganda nicht mehr hören. Etwas Nachhilfe in Geschichte gefälligst ?
Welche Vergangenheit haben denn CDU und FDP?
Wurden sie nicht nach dem 2. Weltkrieg gegründet und waren erwiesenermaßen Sammelbecken für ehemalige Mitglieder von NSDAP, der Deutschnationalen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei - alles rechtsgerichtete Parteien, welche den Hauptanteil der Parteimitglieder stellten ?
Und wie viele Nazis besetzten nach dem 2. Weltkrieg einflussreiche Positionen in der BRD und waren maßgeblich an der Gründung der BRD und deren späterer Entwicklung beteiligt ?
Warum wirft denn die Linke der CDU und FDP nicht deren Vergangenheit vor.
Na, warum nicht?
Weil sie aus ihrer Vergangenheit gelernt hat ;) und nicht darin feststeckt. Hinzu kommt, dass die Mitglieder der Linken aus dem westlichen Teil der Republik ja nun wirklich keine SED Vergangenheit haben können, oder?
Es sieht doch wirklich so aus, als könne die Linke mit einer Vergangenheit, die sie in Wirklichkeit gar nicht hat, wesentlich besser umgehen, als die anderen Parteien es mit ihrer tatsächlichen Vergangenheit tun.
Die letzten Wahlergebnisse haben deutlich gezeigt, dass die SPD nun endgültig ihren Status als Volkspartei eingebüßt und nun kein Recht mehr hat, irgendwelche Entscheidungen im Namen des Volkes zu treffen.
auletes
01.10.2009, 15:46 Uhr
etwas über "Totaldemokratie"
Vielen Dank für die Aufklärung des Lesers in Sachen Griechisch. Heute, wo man alles googeln kann, wären diesbezüglich Interessierte sicher auch alleine drauf gekommen, was auletes bedeuten könnte. Bei dem Wort Totaldemokrat könnte die Sache schon schwieriger werden, insbesondere nach dessen letztem Wortbeitrag hier.
Da wird z. B. ein SPD-Mitglied namens Dewes bemüht, dessen comeback-Versuch vor einiger Zeit ähnlich kläglich gescheitert ist, wie Napoleons Rückkehr von Elba. Hatte bereits erwähnt, dass Matschies Entscheidung, keinen MP der Linken in den Sattel zu heben, auf einer Mitgliederbefragung der SPD beruht. Dewes stand damals auf der anderen Seite und ist nach demokratischen Gepflogenheiten gescheitert und sollte das im Nachgang auch respektieren.
Wie die Abstimmung im Parteirat ausgegangen ist, war auch zu vernehmen. Kein knappes Ergebnis sondern eindeutig. Dewes sollte lieber mal erklären, warum er eigentlich (noch) Mitglied der SPD ist und nicht bei den Linken anheuert, bei den vielen Gemeinsamkeiten.Also was unterscheidet einen echten Sozialdemokraten von einem anhänger der Linkspartei?
Wenn man die hier so anhört, haben die ja alle edlen Charaktereigenschaften für sich gepachtet. Goethe muss einen Linken vor Augen gehabt haben als er schrieb: "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! "
Und eine Empfehlung von außen, wer bei der SPD über den Jordan gejagt wird und wer nicht, bedarf es seitens der Linken auch nicht. Das entscheiden immer noch die SPD- Mitglieder intern.
Zu den Grünen. Sollte mir entgangen sein, dass die grünen Verhandlungspartner neuerdings ihr Herz für die Linken entdeckt haben sollten? Bisher war denen doch die Stasi-Vergangenheit einiger Abgeordneter der Linken mehr ein Dorn im Auge als den SPD-Verhandlungspartnern. Möglich ist es aber schon, da ja für die Grünen nur eine Regierungsbeteiligung bei ROT-ROT-GRÜN möglich wäre und man dafür auch diese Kröte schlucken würde?
Dass ein Bodo Ramelow aus dem Westen kommt und als Gewerkschaftler nicht zu den Altlasten der Linken gehört, weiß mittlerweile jedes Kind. Dafür ist er viel zu oft im Fernsehen zu bewundern und macht um keine Kamera einen Bogen.
Auf die anderen Dinge, wie die Erfolge eines Matthias Platzeck in Brandenburg gehen Sie erst gar nicht ein! Solche Erfolgsmeldungen passen nicht in das düstere Bild, was hier von der SPD gezeichnet wird und haben uns Thüringer demzufolge gar nicht erst zu interessieren.
Stattdessen wird das Bild einer schwarzen Zukunft gemalt, weil man weiß, dass nur so was bei der Klientel der Linken zieht. Dort müssen reihenweise Hellseher rumlaufen, die schon heute wissen, was die neue Thüringer CDU-SPD Regierung leisten kann und was nicht. Das traue ja selbst ich mir nicht zu, heute schon zu sagen, ob es in den kommenden Jahren für Thüringen weiter aufwärts oder abwärts gehen wird. Trotzdem habe ich ein gutes Gefühl und seit heute früh kurz nach 0:00 Uhr bin ich da noch ein bisschen optimistischer geworden.
Ziemlich anmaßend finde ich den Versuch, nun alle Thüringer als Verlierer hinstellen zu wollen. Auch weil Thüringen nicht nur aus Arbeitslosen und Hartz IV Empfängern, verarmten Rentnern und unterbezahlten Arbeitnehmern besteht kann das nicht stimmen. Aber auch die werden nach und nach mitbekommen, dass die aufgezeigten Wege der Linkspartei Irrwege und Sackgassen sind! Also warten wir erst mal ab und bilden uns anschließend ein Urteil, fußend auf Tatsachen.
Im Übrigen könnte man mittlerweile bei der nnz zu dem Schluss kommen, hier sind die Anhänger der Linken überrepräsentiert und missbrauchen diese Zeitung als deren Sprachrohr. Dafür gibt es doch das Neue Deutschland . die Junge Welt usw., oder? Bin ich der einzige, der den Mut aufbringt , sich dem vielfach geäußerten Unsinn hier offensiv entgegen zu stellen?
Das soll nicht heißen, dass ich die Meinung des politischen Gegners nicht respektieren würde- auch das gehört zur Demokratie, nicht alle Weisheit für immer für sich selbst gepachtet zu haben!
Zuletzt habe ich noch einen tollen Spruch für die Linken auf Lager - und damit ziehe ich mich erst einmal aus dieser Diskussionsrunde zurück: In dieser Zeit voller Vergänglichkeit sind Träume einzige Beständigkeit!
Linki
01.10.2009, 17:33 Uhr
@auletes
Getroffene Hunde bellen.... !!!!
Hier bellt einer ganz schön laut.
auletes
01.10.2009, 17:59 Uhr
hinterhältige, kleingeistige und verlogene Propaganda???
Ob es die Frau ohne Unterleib gibt oder nicht- darüber ließe sich ja noch streiten. Aber die SED-Nachfolgepartei ohne Vergangenheit wäre mir neu. Erinnert mich so ein bisschen an meinen DDR-Geschichtsunterricht. Alles positive in der deutschen Geschichte hatte der Arbeiter-und-Bauernstaat geerbt und fortgeführt. Nazivergangenheit usw. gehörte zu Westdeutschland? So nach dem Aschenputtelprinzip? Und die Linken machens heute wieder so??? Die Bösen stehen immer auf der anderen Seite? Macht man es sich da nicht ein bißchen zu einfach?
doromarx
01.10.2009, 21:47 Uhr
wo war ...
... die Linke als die Bundeswehr für 3 Tage auf dem August-Bebelplatz für sich geworben hat? - Wer sagt: "Bundeswehr raus aus Afghanistan", der und die sollte auch vor Ort der Bundeswehr und ihrem Treiben etwas entgegensetzen.
Oder meinen sie nicht? Denn ob nun in Afghanistan deutsche Soldaten im Einsatz sind, oder hier vor Ort junge Männer und Fraum um- und geworben werden (auf recht infatile Art und Weise), dass sollte dann doch bei solchen Aussagen mind. die Linke und pazifistische Menschen auf den Plan rufen!!!???
Hier wird für Militär geworben, was an anderen Orten tötet, ob nun zum (Selbst-)Schutz oder im Angriff ....Waffen dienen zum töten, und das widerspricht meiner Auffassung von einem miteinander.
Peppone
01.10.2009, 23:00 Uhr
Sie sind schon ein Schelm,
lieber Herr Greiner, den linken Trick hätten Ihnen die Essayschreiber der LINKEN auch übel nehmen können. Die rege Teilnahme am Kommentieren zeugt aber davon, dass es die linken Aufklärer und Moralisten vor lauter Schaum vorm Mund nicht mal gemerkt haben.;-)
Sie, Herr Greiner, haben schon in ein paar Punkten eines Ihrer anderen Beiträge recht, die Thüringer Union hätte am besten in der Phase der Opposition ihre internen Probleme klären können. Der Wähler hat aber nun mal anders entschieden. Unter Frau Lieberknecht und einem aufmerksamen Koalitionspartner SPD sehe ich aber auch die Chance, dass sich die Thüringer Union wieder vom präsidentialen Stil trennt. Nötig wäre es, keine Frage.
Eine Regierung aus Rot-Rot-Grün wären aber vier verlorene Jahre für das Land. Mal abgesehen davon, dass sich die gute alte SPD Tante dann vollends aus dem Ostdeutschen Parteienspektrum verabschiedet. Zwischen einer programmatisch auf Populismus und Heißer Luft aufgestellten, aber zugegeben damit erfolgreichen, Linken und den eigentlich in einer solchen Koalition überflüssigen Grünen hätte die Partei nur eine sehr geringe Halbwertszeit. LINKE und Grüne könnten sich an Wohltaten in einer solchen Regierung gegenseitig übertreffen, der SPD bliebe dann nur die Rolle als Bremsklotz, falls sie ihrem realpolitischem Anspruch und ihrer Verantwortung treu bleibt. Ob das die SPD will? Ich glaube nicht.
Insofern kann man(ich) die Entscheidung der SPD nachvollziehen. Bisher dachte ich auch immer, die SPD hätte gute Taktiker. Seit heute weiß ich aber, sie hat auch gute Strategen. Ob das taktische Geplänkel im Vorfeld nötig war sei mal dahingestellt. Schließlich gibt’s in der SPD ja auch noch Leute wie Herrn Dewes und Frau Becker, die wollen ja auch ernst genommen werden. Das sich Matschie seinen Kurs im Vorfeld über seine Basis urdemokratisch hat absichern lassen, wird es für Herrn Dewes und Co. schwer machen, ihm innerparteilich in die Parade zu fahren. Das Matschie die LINKEN am Nasenring wochenlang durch die Arena geführt hat, dürfte dem einen und anderen SPD Genossen insgeheim auch gefallen haben.
Allein die Bemerkungen in dieser Kommentarspalte wie … Regierung gegen das Volk…, …Verräter…, …Sieg der Schande…, …politischer Scharlatan(wobei dieses Schimpfwort sogar vom gescheiterten SPD’ler Dewes stammt)… zeigen doch, mit welchen Geistes Kindern hier eine Koalition geschlossen werden sollte. Und all das Gegeifere der Claque nur, weil der Erstplatzierte mit dem Drittplatzierten einer Wahl eine Koalition schließen möchte. Ein Blick nach Sachsen-Anhalt oder nach Brandenburg hätte genügt um festzustellen, dass es eben keine Schande ist, wenn zwei Parteien der politischen Mitte eine Koalition schließen!
Bleibt zu bemerken, hoffentlich konzentriert sich die SPD in Zukunft wieder auf ihre Aufgabe im demokratischen Spektrum. Diese Aufgabe heißt nicht in Revieren rechts der Mitte zu wildern. Die Aufgabe heißt die linke Flanke zu schützen, dann gibt es auch wieder eine starke SPD.
auletes
02.10.2009, 09:05 Uhr
Versachlichung
Bravo, bravo Herr "Hubertus"! Und ich dachte schon ich wäre ganz allein auf weiter Flur. Endlich mal einer der ein wenig mehr Sachlichkeit und Unaufgeregtheit in die Diskussion einbringt. Das tut sooooo gut!
Willi
02.10.2009, 09:56 Uhr
Matchie, Ramelow, Dewes & Co...
Die Thüringer SPD allen voran Christoph Matchie haben sich in den letzten Wochen bis auf die Knochen blamiert. Als drittstärkste Partei mit gerade mal 18% der Wählerstimmen wollten die doch allen Ernstes den Ministerpräsidenten stellen. Am Ende hat man sich doch zu der einzig richtigen Entscheidung durchgerungen. Eine Koalition von Rot Rot Grün wäre nicht handlungsfähig gewesen. Spätestens nach zwei Jahren hätten wir in Thüringen neu gewählt. Das liegt weniger an den Inhalten zwischen SPD, Grünen und Linken, da gibt sicher eine Menge an Gemeinsamkeiten, nein der entscheidende Knackpunkt heißt Bodo Ramelow! Der Spitzenkandidat der Linken hat schon öfters bewiesen, dass er nicht kompromisfähig ist und so wird er sich in den Koalitionsverhandlungen auch benommen haben. Zwei Meinungen gibt es bei Bodo nicht, da zählt nur seine! Das sich jetzt ausgerechnet Dewes zu Wort meldet, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Der Lafontaine Freund aus dem Saarland hat in den letzten Jahren so viele Niederlagen einstecken müssen, an seiner Stelle wäre ich ganz ruhig! Landtagswahlen, Parteivorsitz, Innenminister, es gibt bald nichts mehr wo der noch nicht kläglich gescheitert ist.
Matchie hingegen wird wohl die längste Zeit Vorsitzender der Thüringer SPD gewesen sein. An seinem Stuhl wird schon kräftig gesägt. Da er aber bald Kultusminister in Thüringen ist, wird ihm das egal sein. Zwei Wahlziele hat die SPD dann aber doch erreicht, Althaus ist weg und einen linken Ministerpräsident Marke Ramelow wird es auch nicht geben, Gott sei Dank!!!
Real Human
02.10.2009, 12:03 Uhr
Frau Merkel zu Herrn Steinmeier sprach ...
Halt Du sie dumm!
Ich scher' dann die Schaf'!"
Zum Thema: Die Rolle der SPD im bundesdeutschen Parteienspektrum
Hubertus hat es uns sehr schön verraten:
... hoffentlich konzentriert sich die SPD in Zukunft wieder auf ihre Aufgabe im demokratischen Spektrum. Diese Aufgabe heißt nicht in Revieren rechts der Mitte zu wildern. Die Aufgabe heißt die linke Flanke zu schützen, dann gibt es auch wieder eine starke SPD.
Ich frage mich allerdings, von welcher Demokratie das demokratische Spektrum nach der Meinung von Hubertus emittiert wird. Meint er damit etwa die Feierabend- und Wochenenddemokratien der westlichen Welt? Oder will er behaupten, bei Siemens, Opel usw. gäbe es so etwas, was über eine Katzentisch-Mitbestimmung der Leistungserbringer (Arbeitnehmer) hinaus geht? Ohne das Recht der Belegschaft, sich die Manager selbst zu wählen, kann man z.B. das politische System in Deutschland höchstens als eine VORSTUFE einer realen Demokratie bezeichnen.
Die SPD hatte es sich einmal zur Aufgabe gemacht, die Betriebliche Mitbestimmung auszubauen. Das ist sehr lange her! Heute heißt ihre Aufgabe, die linke Flanke des kaum noch verkappten Ausbeutersystems zu schützen.
Auch den letzten SPD-Wählern dämmert es ganz langsam, dass ein Gerhard Schröder nicht nur zigarrerauchend und im Nadelstreifenanzug den Genossen der Bosse gemimt hat, sondern dass alle seine Nachfolger und Anhänger längst die Seiten gewechselt haben. Wer jetzt noch Mitglied dieser Partei ist, sollte schon morgens mit Schafsmaske vor seinen Spiegel treten – dann braucht er sie auch abends bei Wahlveranstaltungen nicht abzusetzen. (Das gilt natürlich auch für weibliche SPD-Schafe)
Die größte Sorge von Frau Merkel und ihrer CDU war es immer, dass ihre linke Flanke nicht von den neuen Alt-Roten – den Linken – überrannt wird. Nun passiert es. Wird der Kapitalismus 2013 in Deutschland sein Stalingrad erleben? Das hängt natürlich vor allem von der Partei DIE LINKE ab. Sie hat nur eine gefährliche Achillesferse: Nach Stalingrad kam keine wirkliche Befreiung.
Dazu muss sie den Wählern aber noch glaubhafter machen, dass sie weder zu alten DDR-Strukturen zurück will, noch sich selbst zu sozialdemokratisieren beabsichtigt. Wer in der Linken den gar nicht so nebulösen Dritten Weg gehen will, der muss seinen Wählern auch klar aufzeigen, wie es SYSTEMISCH anders geht. Vage Formulierungen in Eck- und Wahlprogrammen reichen dafür nicht aus. Die Wähler wollen wissen, auf was sie sich einlassen, sollten sie einmal zu 51 Prozent DIE LINKE wählen! Eckpunkte müssen in wenigen knackigen Sätzen die Lösung aufzeigen. Was DIE LINKE bisher geboten hat, ist nicht mehr als mühselig formuliertes und ebenso mühselig zu lesendes Konsensgeschwafel.
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