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Di, 09:25 Uhr
10.11.2009

Interkulturelle Vielfalt erleben

Für die Kindertagesstätten ist die Wahrnehmung von Unterschieden zwischen den Kindern ein grundlegendes Merkmal der gesamten pädagogischen Arbeit, die es konzeptionell und organisatorisch zu berücksichtigen gilt. Der von vielen Einrichtungen praktizierte „Situationsorientierter Ansatz“ geht gerade von der Individualität jedes einzelnen Kindes aus. Jetzt gab es dazu in Nordhausen ein Weiterbildungsangebot...

Projekt vorgestellt (Foto: privat) Projekt vorgestellt (Foto: privat)

Allgemein gefasst ist Heterogenität unter den Kindern damit kein konzeptionelles Problem, sondern eine pädagogische Chance für alle Beteiligten. Mit interkulturellem Lernen in Kindertageseinrichtungen wird demnach das Ziel verfolgt, jeden als Person Wert zu schätzen und als Bereicherung des eigenen Lebens zu betrachten.

Das Konzept des interkulturellen Lernens wendet sich an alle, die in ihren Tageseinrichtungen arbeiten, nicht nur an die ErzieherInnen, die in ihren Einrichtungen einen hohen Anzahl „ausländischen“ Kinder haben, an alle Eltern und nicht nur an die ausländischen Eltern; auch deutsche Eltern müssen lernen, sich in dieser Wirklichkeit zurechtzufinden und an alle Kinder und nicht nur an die ausländischen Kinder.

Die Einleitung eines solchen Entwicklungsprozesses funktioniert allerdings in der Regel nicht von selbst, sondern bedarf der aktiven Vermittlung durch interkulturell sensibilisiertes, methodisch und didaktisch gut qualifiziertes Personal. Nach dem erfolgreichen Einführungsseminar wurde in der vergangenen Woche das zweite Aufbaumodul des Fortbildungszyklus „Interkulturelles Lernen in Kindertagesstätten“ im Mobilé in der Domstraße durchgeführt.

Dieses Seminar gehört zu dem Lokalen Aktionsplans des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ der Stadt Nordhausen. In den zwei Tagen haben sich die Erzieherinnen mit verschiedenen Methoden: sprachliche Frühförderung, internationale Lieder, Tänze, Feste und Feiern, Religionen vertraut gemacht. Zusätzlich wurden die Aspekte des Dialogs mit den Eltern besprochen und die Rolle des Erziehers reflektiert. Neben den bunten Fortbildungsinhalten, ließen sich die Teilnehmerinnen vom Engagement einer bereits ausgebildeten Erzieherin – Elke Dunkel aus der Kita „Kleine Pfefferländer“ - begeistern.

Sie zeigte mit ihrer Präsentation, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, interkulturelle Projekte in den Kindergartenalltag zu integrieren. Wichtig war uns auch das Kooperationstreffen mit anderen im interkulturellen Bereich engagierten Träger wie Schrankenlos e. V. In dieser Woche startet nun die Umsetzung des Projektes in den teilnehmenden Einrichtungen. Das Vorhaben zielt bildungspolitisch unter anderem auf die langfristige Einbindung von Methoden und Inhalten des interkulturellen Lernens in Programme von Kindertagesstätten.

Damit möchten wir den Aufbau von solidarischem Verhalten der Kinder untereinander und mit Kindern aus anderen Ländern unterstützen, sowie die Entstehung von rassistischem und ausgrenzendem Denken und Verhalten verhindern helfen. Die Kinder, Eltern und Erzieher können dabei lernen, verschiedene Möglichkeiten zu nutzen, um soziale im Allgemeinen und interkulturelle Kompetenz im Speziellen zu erlangen.
Joanna Pawlaczek und Nadja Gropp
Autor: nnz

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